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2007

PM 086/2007

»Ehrenkolloquium für einen Luftkutscher«: Die Akademie für Gesprochenes Wort feiert in Marbach den 80. Geburtstag des Dichters Ludwig Harig

Marbach, 19. Oktober 2007 —

»Das schönste deutsche Wort heißt erzählen, da beißt die Maus keinen Faden ab«, sagt der Romancier, Hörspielautor und Lyriker Ludwig Harig. Am 18. Juli 2007 ist der Dichter, dessen Vorlass sich in Marbach befindet, 80 Jahre alt geworden. Eine verspätete Geburtstagsfeier für Harig richten von Donnerstag bis Samstag, 26. und 27. Oktober, die Akademie für Gesprochenes Wort, Stuttgart, und das Deutsche Literaturarchiv Marbach aus: Von Freitag, 26. Oktober, 19 Uhr, an findet in Marbach ein »Ehrenkolloquium für einen Luftkutscher« statt. Zuvor, am Donnerstag abend um 19.30 Uhr, eröffnet Harig in den Räumen der Akademie für Gesprochenes Wort in Stuttgart eine Ausstellung mit Bildern seines Maler-Freundes Hans Dahlem.

Gleich mehrere bekannte Geburtstagsgäste finden sich am Freitag, 26. Oktober, 19 Uhr, in Marbach ein: Der Verleger Michael Krüger (Hanser) und der Schriftsteller Georges-Arthur Goldschmidt sprechen Grußworte, der Lyriker Johannes Kühn liest aus seinem Werk. Irmgard Rech erinnert an Brigitte Harig als literarische Figur, und Ludwig Harig selbst spricht seine Gedichte »Im Rausch der Südwörter. Erinnerungen an Gedichte von Gottfried Benn«.

Mit Rezitationen und Vorträgen wird die Geburtstagsfeier am Samstag, 27. Oktober, von 10 bis 18.30 Uhr fortgesetzt. Mitarbeiter der Akademie für Gesprochenes Wort geben Reisegedichte von Ludwig Harig wieder, Hellmut Geißner und Renate Overbeck widmen sich dem Hörspiel des Schriftstellers. Literarische Freunde erinnern an ihre Begegnungen mit dem Dichter und an  ihre »liebsten Harig-Texte«. Zum Abschluss liest der Autor seinen neuen Text »Welterzählungen«.

Ludwig Harig, geboren in Sulzbach im Saarland, ist seit 1974 freier Schriftsteller. Für sein Werk wurde er unter anderem mit dem Heinrich Böll-Preis (1987), dem Hörspielpreis der Kriegsblinden (1987), dem Friedrich-Hölderlin-Preis der Stadt Bad Homburg (1994) und dem Preis der Frankfurter Anthologie (2005) ausgezeichnet.

Anmeldungen für die Veranstaltung nimmt das Akademiebüro in Stutt-gart unter Telefon 0711/221012 entgegen; die Teilnahme kostet 100,- Euro.