Pressemitteilungen
2007
PM 094/2007
Präsentation der vierten Zeitschrift für Ideengeschichte im Warburg-Haus in Hamburg: Das neue Themenheft behandelt den Ideenhistoriker Isaiah Berlin
Marbach, 13. November 2007 —
Vor zehn Jahren, am 5. November 1997, starb einer der einflussreichsten Ideenhistoriker der englischsprachigen Welt: der britische Philosoph Sir Isaiah Berlin (1909-1997). Der in Riga geborene Sohn einer wohlhabenden jüdischen Familie erlebte 1917 in St. Petersburg die russische Revolution, bevor seine Familie nach England ging. Den Zweiten Weltkrieg verbrachte er im Dienste des britischen Informationsministeriums in New York und Washington, den Beginn des Kalten Krieges verfolgte er an der Moskauer Botschaft als genauer Beobachter der sowjetischen Politik. Vor diesem historischen Hintergrund entwickelte der in Oxford lehrende Philosoph eine der einflussreichsten Theorien des Liberalismus im 20. Jahrhundert.
Dem Denken und der Gestalt Isaiah Berlins widmet die vom Deutschen Literaturarchiv Marbach, der Klassik Stiftung Weimar und der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel herausgegebene Zeitschrift für Ideengeschichte (C.H. Beck) ihr neues, viertes Heft: Es wird am Donnerstag, 15. November, 20 Uhr, erstmals im Warburg-Haus in Hamburg öffentlich vorgestellt. Über »Isaiah Berlin – Ideengeschichte aus dem Geist des Liberalismus« spricht einer der Herausgeber des Heftes, Martin Bauer vom Hamburger Institut für Sozialforschung; der Direktor des Deutschen Literaturarchivs Marbach, Ulrich Raulff, führt in den Abend ein. Heike Gfrereis, Leiterin der Museen des Deutschen Literaturarchivs Marbach, stellt einen Fund aus dem Archiv vor: Aby Warburgs Aufsatz über amerikanische Chap Books, dessen Manuskript in einer kleinen Vitrinenausstellung gezeigt wird. Der Eintritt in die Veranstaltung ist frei.
Die Zeitschrift für Ideengeschichte erscheint seit Februar 2007 und wendet sich an die gebildete Öffentlichkeit. In ihren Beiträgen fragt sie nach der veränderlichen Natur von Ideen, seien sie philosophischer, religiöser, politischer oder literarischer Art. Als Forum der Forschung und Reflexion strebt sie eine fachübergreifende Kommunikation zwischen allen historisch denkenden und argumentierenden Geisteswissenschaften an. Die Zeitschrift für Ideengeschichte erscheint viermal jährlich und kostet im Abonnement 40,- Euro jährlich.
Weitere Informationen: www.z-i-g.de oder www.chbeck.de
Foto: Flöte spielender Faun aus Aby Warburgs Aufsatz über amerikanische Chap Books.

