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2008

PM 007/2008

Lassen sich Töne in Worte fassen? Joachim Kaiser spricht im Deutschen Literaturarchiv Marbach über Probleme der Musikbeschreibung

Marbach, 16. Januar 2008 —

Von E.T.A Hoffmann über Thomas Mann bis hin in die Gegenwart gehört die Musik zu den großen Sehnsuchtsmotiven der Literatur. Kaum etwas scheint Schriftsteller so sehr herauszufordern wie die unmittelbare Wirkung von Tönen. Joachim Kaiser, seit Jahrzehnten einer der wichtigsten Literatur- und Musikkritiker, stellt am Mittwoch, 23. Januar, 20 Uhr, im Deutschen Literaturarchiv Marbach dieses Motiv vor. Es moderiert Dr. Jan Bürger, stellvertretender Leiter der Handschriftenabteilung. Der Eintritt in den Vortrag kostet 5,-/3,- Euro.

Joachim Kaiser, Jahrgang 1928, ist seit 1959 Leitender Redakteur bei der »Süddeutschen Zeitung« und war von 1977 bis 1996 Professor für Musikgeschichte an der Hochschule für Musik und Darstellende Künste in Stuttgart. Er gehört dem internationalen Salzburg Seminar an und zählt heute zu den einflussreichsten deutschsprachigen Musik-, Literatur- und Theaterkritikern. Kaiser gilt als einer der letzten Vertreter der geisteswissenschaftlichen Universalgelehrten. Im Jahr 2001 wurde er mit dem Hildegard-von-Bingen-Preis für Publizistik ausgezeichnet. Bereits 1993 hatte er in Frankfurt/Main den Ludwig-Börne-Preis für seine Leistungen im Bereich des Essays und der Kritik erhalten.