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2008

PM 008/2008

»Verdächtige Objekte oder Steinfests Ermittlungen«: Das Literaturmuseum der Moderne in Marbach eröffnet am Mittwoch die vierte fluxus-Ausstellung

Marbach, 24. Januar 2008 —

Fluxus heißt der kleinste Raum der Dauerausstellung zur Literatur des 20. und 21. Jahrhunderts im Literaturmuseum der Moderne (LiMo) in Marbach – so wie der Fluss, in den man nie mehrmals steigen kann, ohne dass er sich verändert hat. Denn so wie der Fluss verändert auch der fluxus-Raum mehrmals jährlich sein Gesicht: Externe Kuratorinnen und Kuratoren stellen hier ihre persönliche Gegenwartsliteratur vor, bringen im filmisch festgehaltenen Gespräch zur Anschauung, was sie selbst immer wieder lesen oder noch nie gelesen haben, was sie anrührt, zurückstößt oder aufstört. Sie zeigen Exponate aus Papier und Papiere aus Gedanken. Inmitten des kleinen Raums zwischen vier Türen und einem Fahrstuhl entsteht auf diese Weise eine imaginäre Insel, auf der jeder sein ganz persönliches Stück zurückgelassen hat.

Der neue fluxus-Kurator heißt Heinrich Steinfest: Unter dem Titel »Verdächtige Objekte oder Steinfests Ermittlungen« eröffnet er am Mittwoch, 30. Januar, 19 Uhr, seinen fluxus-Raum im LiMo. Steinfest, der heute überwiegend in Stuttgart lebt, hat den Krimi neu definiert – als Weltkonstruktion voll Aberwitz und unglaublicher Wahrscheinlichkeit, aus vertracktem Räsonnement und origineller Handlung. Aus der Dauerausstellung des LiMo hat der in Australien geborene Österreicher jene Objekte ausgewählt und neu kommentiert, die ihm sein kriminalistischer Spürsinn verdächtig gemacht hat. Bei der Eröffnung spricht Steinfest mit der Leiterin des Museums, Dr. Heike Gfrereis, und mit Dr. Dietmar Jaegle, wissenschaftlicher Mitarbeiter des Museums, über seine Fund- und seine Beweisstücke und über generelle Verdachtsmomente im »Wortfall« Literatur. Der Eintritt in die Ausstellungseröffnung ist frei.

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