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2008
PM 012/2008
Auftakt der Reihe »Dichterruhm und Unsterblichkeit« im Deutschen Literaturarchiv Marbach: Wendelin Schmidt-Dengler spricht über Kraus und Schiller
Marbach, 11. Februar 2008 —
»An Dichterruhm war Oesterreich / Bisher, fürwahr! nicht allzureich, / Bei allen anderen Glorien«, witzelte August Wilhelm Schlegel. Im Deutschen Literaturarchiv Marbach dreht der Literaturwissenschaftler und Leiter des Literaturarchivs der Österreichischen Nationalbibliothek in Wien, Professor Dr. Wendelin Schmidt-Dengler, am Montag, 18. Februar, 20 Uhr, die Geschichte um: Wäre Friedrich Schillers Ruhm ohne Österreich, ohne das Burgtheater und den Fackelträger Karl Kraus, auch über die Schwelle der Moderne gekommen? fragt er im Humboldt-Saal des Deutschen Literaturarchivs Marbach.
Sein Referat »Schillers Burg und Krausens Lager« bildet den Auftakt der Vortragsreihe »Dichterruhm und Unsterblichkeit«, mit der das Deutsche Literaturarchiv den Blick auf das Schillerjahr 2009 lenkt. Gemeinsam mit dem Publikum wollen die Veranstalter und Referenten Neues über die Schillerverehrung und -rezeption erfahren und auf das Programm 2009 neugierig machen. In Werkstattgesprächen und Vorträgen erkunden unter anderem Nike Wagner, Sibylle Lewitscharoff, Valentin Groebner und Andreas Beyer die Tag- und Nachtseiten jenes Dichterruhms, der auch im Mittelpunkt der neuen Dauerausstellung im Schiller-Nationalmuseum stehen wird. Die Ausstellung wird voraussichtlich am 10. November 2009, Schillers 250. Geburtstag, eröffnet.
Die Reihe »Dichterruhm und Unsterblichkeit« wird von der Arbeitsgemeinschaft Literarischer Gesellschaften und Gedenkstätten e. V. (ALG) gefördert. Es moderiert der Direktor des Deutschen Literaturarchivs Marbach, Professor Dr. Ulrich Raulff. Der Eintritt kostet an diesem Abend 5,-/3,- Euro.

