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2008
PM 015/2008
»Geht in Ordnung, sowieso, genau«: Eckhard Henscheid spricht am Mittwoch im Deutschen Literaturarchiv Marbach über Robert Gernhardt und liest aus seinem Gesamtwerk
Marbach, 13. Februar 2008 —
Über 28 Jahre lang, vom Sommer 1978 bis zum 21. Juni 2006, hat der Schriftsteller Robert Gernhardt seine Gedanken, Einfälle und Erlebnisse in 675 Schulhefte der Marke »Brunnen« notiert. Auf Tausenden von DIN A 5-Seiten finden sich Wortreime und Wortspiele, Cartoons und Kritzeleien, die von Gernhardts ebenso komischen wie traurigen und fantastischen Einfällen zeugen. Am Sonntag, 24. Februar 2008, endet im Marbacher Literaturmuseum der Moderne die Wechselausstellung »Kippfiguren. Robert Gernhardts ‚Brunnen’-Hefte«. Vom 4. April bis zum 1. Juni 2008 wird sie im Literaturhaus Frankfurt gezeigt.
Noch vor dem Ende der Ausstellung in Marbach ist am Mittwoch, 20. Februar, 20 Uhr, ein Autor zu Gast, der mit Robert Gernhardt in enger künstlerischer und freundschaftlicher Verbindung stand: Eckhard Henscheid. Der Polemiker der Neuen Frankfurter Schule legt einen Querschnitt durch sein virtuoses Gesamtwerk und erinnert sich an Gernhardt, der 1977 seinen »Tripelroman über zwei Schwestern, den ANO-Teppichladen und den Heimgang des Alfred Leobold« illustrierte. Die Veranstaltung in Marbach wird von Dr. Jan Bürger, dem stellvertretenden Leiter der Handschriftenabteilung des Archivs, moderiert. Der Eintritt kostet 5,-/3,- Euro. Das Museum ist an diesem Tag bis 20 Uhr geöffnet.
Henscheid, Jahrgang 1941, studierte Germanistik und Journalistik in München und gehörte wie Robert Gernhardt zu den Mitbegründern der »Neuen Frankfurter Schule«. Er ist heute unter anderem Autor des Satiremagazins »Titanic«, das er 1979 als Nachfolger der Zeitschrift »Pardon« mitgegründet hat. Henscheid, der Lyrik, Erzählungen, Romane, Satiren, Essays und Nonsensdichtung schrieb, lebt heute in Frankfurt am Main, Amberg und Arosa in der Schweiz.
Foto: Mathias Michaelis / DLA Marbach (Bitte zum Vergrößern auf das Bild klicken)

