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2008

PM 017/2008

Ermittlungen eines Kommissars: Heinrich Steinfests literarische Erkundungen im Literaturmuseum der Moderne sind jetzt auf dem M 3 als Führung zu hören

Marbach, 19. Februar 2008 —

Das Literaturmuseum der Moderne (LiMo) in Marbach hat Detektiven viel zu bieten: Wer sich bei seinem Besuch der Dauerausstellung zur Literatur des 20. und 21. Jahrhunderts vom multimedialen Museumsführer (M 3) leiten lässt, stößt seit kurzem auf ein ungewöhnliches Angebot. »Heinrich Steinfests Ermittlungen« heißt eine neue literarische Audioführung, die dem Besucher zehn Exponate der Dauerausstellung nahe bringt.

 

Ausgewählt hat sie der in Stuttgart lebende Kriminalromanschriftsteller Heinrich Steinfest. Als Kurator der vierten fluxus-Ausstellung im LiMo hatte er einen fiktiven Kommissar in die Dauerausstellung geschickt und ihn zehn Ausstellungsstücke aufspüren lassen, deren Geschichte, Herkunft und Bedeutung er auf den Grund ging. Die Gedanken seines fiktiven Ordnungshüters hielt Steinfest anschließend in einem Essay fest. Nun lässt sich dieser Text, vom Autor selbst gelesen, als Audiokommentar in zehn Segmenten auf dem M 3 abrufen.

Als Steinfests Kommissar zum ersten Mal auf die Schillerhöhe kommt und sich dem neuen, in den Hügel leicht eingetauchten Literaturmuseum nähert, wird ihm klar: »Wenn ich in diesem Land schon nicht der Frau meines Lebens begegnet bin, so immerhin doch dem Museum meines Lebens.« Während seines rund einstündigen Rundgangs im »Bauch« dieser »Prinzessin« setzt er sich mit Erich Kästner und Cervantes, mit Martin Heidegger und Robert Musil auseinander, mit Jakob van Hoddis und Heimito von Doderer, Thomas Bernhard, Günter Herburger und einer Autogrammkarte von Horst Tappert aus dem Nachlass von Käte Hamburger. Steinfests Text ist – neben den bereits existierenden Führungen für Leser, Schaulustige, Kinder und Eilige auf dem M 3 – das fünfte Vermittlungsangebot für solche Besucher, die sich auf eine ganz besondere Art und Weise durch die Exponate zur Literatur des 20. Jahrhunderts leiten lassen wollen.

Foto: Autogrammkarte des Derrick-Darstellers Horst Tappert aus dem Nachlass der Literaturwissenschaftlerin Käte Hamburger. (Bitte zum Vergrößern auf das Bild klicken. Foto: DLA Marbach)