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2008

PM 098/2008

Der Historiker Christian Meier hält am Samstag die Schillerrede 2008 – Die Preisträger des Wettbewerbs »Ich selbst und Schiller« werden ausgezeichnet

Marbach, 04. November 2008 —

»Freiheit? Ein schönes Wort, wer’s recht verstände.« – Diesen Vers aus Goethes »Egmont«, den Schiller 1794 für das Theater überarbeitet hat, stellt der Althistoriker Christian Meier in den Mittelpunkt der diesjährigen Schillerrede, die er am Samstag, 15. November 2008 im Deutschen Literaturarchiv Marbach hält.

Meier, der bis zu seiner Emeritierung im Jahr 1997 den Lehrstuhl für »Alte Geschichte unter besonderer Berücksichtigung der Sozial- und Wirtschaftsgeschichte« an der Universität München inne hatte, ist einer der renommiertesten Historiker Deutschlands. Einer breiten Öffentlichkeit wurde er unter anderem durch seine beiden Bücher »Caesar« (1982) und »Athen. Ein Neubeginn der Weltgeschichte«(1993) bekannt. Von 1980 bis 1988 war Meier Vorsitzender des Verbandes der Historiker Deutschlands, von 1981 bis 1995 Kurator des Münchner Historischen Kollegs. Er ist Mitbegründer der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und saß der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung in Darmstadt von 1996 bis 2002 als ihr Präsident vor.

Noch vor der Schillerrede – gleichfalls im Humboldt-Saal – wird um 19 Uhr der neue Band der Marbacher Bibliothek vorgestellt: Aus den rund 50 Einsendungen des Schreibwettbewerbs mit dem Titel »Ich selbst und Schiller« vom vergangenen Jahr haben die Herausgeber der Marbacher Bibliothek fünf belletristische und grafische Arbeiten für den elften Band der Marbacher Bibliothek ausgesucht. Mit dem »Zeitzünder Schiller« beschäftigte sich der Germanist Klaus Kanzog in einem autobiografischen Essay, auf originelle Weise illustrierte der Grafiker Peter Holtfreter Schillers »Räuber«. Während der Marbacher Unternehmer Birger Laing mit Hilfe eines Zeitensprungs den Besuch bei der Familie Schiller in Weimar dramatisierte, saß der Schriftsteller Ludwig Harig »mit Schiller bei Laura am Klavier«. Lino Wirag, Autor und Karikaturist, hielt eine Inszenierung von Schillers Drama »Maria Stuart« mit seinem Zeichenstift fest.

Dass Schiller wirkungsgeschichtlich gesehen einer der meistdokumentierten Autoren ist, zeigen die Bestände und Literaturnachweise der Bibliothek des Deutschen Literaturarchivs Marbach eindrücklich. Mit dem elften Band der Marbacher Bibliothek ist pünktlich zu Schillers 250. Geburtsjahr ein weiteres, kleines Archiv hinzugekommen, das ein beredtes Zeugnis für die Lebendigkeit des Dichters ist.


Der elfte Band der Marbacher Bibliothek geht den Mitgliedern der Deutschen Schillergesellschaft als Jahresgabe 2008 zu und ist im Museumsshop des Deutschen Literaturarchivs Marbach für 10,- Euro zu kaufen.

Marbacher Bibliothek 11:
Ich selbst und Schiller. Beiträge von Ludwig Harig, Peter Holtfreter, Klaus Kanzog, Birger Laing und Lino Wirag. Hrsg. von Jutta Bendt, Ulrich von Bülow und Ulrich Raulff. 2007. 124 Seiten. Pappbd. € 10,–. ISBN 978-3-937384-46-7

Foto: Christian Meier (bitte zum Vergößern auf das Bild klicken; Bildhinweis: Mathias Michaelis, DLA Marbach).