Pressemitteilungen

2008

PM 101/2008

»Die Schlaflosen«: Die Schriftsteller Kathrin Röggla und Ulrich Peltzer lesen am Freitag, 21. November, 20 Uhr, im Deutschen Literaturarchiv Marbach

Marbach, 14. November 2008 —

»wir schlafen nicht« heißt einer der eindrucksvollsten Texte der Schriftstellerin Kathrin Röggla. Wie der Romancier Ulrich Peltzer, dem jüngst der Bremer Literaturpreis verliehen wurde, fasst sie in ihren Büchern die Rituale und Katastrophen des Alltags auf frappierende Weise. Zu Recht gelten beide Schriftsteller als hervorragende Chronisten unserer Gegenwart. Wer immer noch glaubt, die deutsche Gegenwartsliteratur entwickele sich fern der gesellschaftlichen Lebenswirklichkeit, kann sich mit den Büchern von Peltzer und Röggla vom Gegenteil überzeugen. Röggla und Peltzer lesen am Freitag, 21. November, 20 Uhr, im Humboldt-Saal des Deutschen Literaturarchivs Marbach. Der Abend, der in Zusammenarbeit mit der Studienstiftung des Deutschen Volkes stattfindet, wird von Dr. Jan Bürger moderiert. Der Eintritt beträgt 5,-/3,- Euro.

Kathrin Röggla wurde 1971 in Salzburg geboren und ist dort aufgewachsen. 1992 zog sie nach Berlin, wo sie sich mehr und mehr auf die schriftstellerische Arbeit konzentrierte. 1995 erschien ihr Debüt »Niemand lacht rückwärts«. Es folgten viel beachtete und mehrfach ausgezeichnete Bücher wie »Abrauschen« (1997), »Irres Wetter« (2000) und »really ground zero« (2001). Ulrich Peltzer, 1956 in Krefeld geboren, kam mit 18 Jahren nach Berlin, wo er Philosophie und Psychologie studierte. 1987 veröffentlichte er seinen Debütroman »Die Sünden der Faulheit«. Es folgten die Romane »Stefan Martinez« und »Alle oder keiner« (1999), mit denen er zu einer der wichtigsten Stimmen jener Generation wurde, die für die 68er-Bewegung zu jung und für den Punk zu alt waren. 2008 hatte Peltzer die Heiner-Müller-Gastprofessur für deutschsprachige Poetik an der Freien Universität Berlin inne.

Unser Bild zeigt KIathrin Röggla (Foto: Jürgen Bauer).