Pressemitteilungen
2008
PM 104/2008
In der Vortragsreihe »Dichterruhm und Unsterblichkeit«: Der Literaturwissenschaftler Steffen Martus spricht in Marbach über poetische Werkpolitik
Marbach, 21. November 2008 —
Mit der Vortragsreihe zum Thema »Dichterruhm und Unsterblichkeit« bereitet das Deutsche Literaturarchiv Marbach schon jetzt Schillers 250. Geburtstag im Jahr 2009 vor: In Werkstattgesprächen erinnern die Veranstalter an die Anfänge des Schiller-Nationalmuseums, das im November 2009 wieder eröffnet wird, analysieren gemeinsam mit national und international bekannten Referenten den geistes- sowie literaturgeschichtlich bedeutenden Aspekt der Dichterverehrung und machen auf das Programm 2009 aufmerksam.
Als vierter Referent – nach dem Germanisten Wendelin Schmidt-Dengler, dem Historiker Valentin Groebner und dem Kunsthistoriker Moritz Wullen – spricht am Mittwoch, 26. November, 20 Uhr, der Kieler Literaturwissenschaftler Steffen Martus im Berthold-Leibinger-Auditorium des Literaturmuseums der Moderne. Sein Interesse gilt dem Thema »Poetische Werkpolitik«: Autoren organisieren ihre buchstäbliche Unsterblichkeit, überlisten die Nachwelt in Versen. Steffen Martus reflektiert über Textgedächtnis und poetische Werkpolitik. Den Abend moderiert Ruth Doersing, Mitarbeiterin der Handschriftenabteilung. Der Eintritt ist frei.
Steffen Martus, Jahrgang 1968, studierte Deutsche Philologie, Sozialkunde, Philosophie und Soziologie in Regensburg und Berlin, bevor er im Jahr 2002 an der Berliner Humboldt-Universität zum Juniorprofessor und 2006 zum Professor an der Universität Erlangen-Nürnberg ernannt wurde. 2007 übernahm er den Lehrstuhl für Neuere deutsche Literatur und Literaturwissenschaft an der Universität Kiel. Zu seinen Forschungsinteressen gehören die deutsche Literatur des 17. bis 21. Jahrhunderts, Verschränkungen von Literatur und Wissenschaftsgeschichte, Fragen der Literaturtheorie sowie die Praxeologie der Geistes- und Kulturwissenschaften.
Unser Bild zeigt Steffen Martus (Foto: Universität Kiel).

