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2008

PM 107/2008

»Rechte Revolte: Ernst Jüngers Briefwechsel mit Martin Heidegger«: Der Philosoph Günther Figal stellt in Marbach den neu edierten Schriftverkehr vor

Marbach, 02. Dezember 2008 —

Die Korrespondenz zwischen Jünger und Heidegger ist ein zentrales Dokument konservativ-revolutionären Denkens. Lange Zeit unveröffentlicht, hat sie nun der Freiburger Philosophieprofessor Dr. Günter Figal ediert. Im Deutschen Literaturarchiv Marbach spricht er am Mittwoch, 10. Dezember, 20 Uhr, mit Archivdirektor Professor Dr. Ulrich Raulff und dem stellvertretenden Leiter der Bibliothek Dr. Reinhard Laube über die bisher ungedruckte Korrespondenz der beiden Schriftsteller. Der Eintritt in die Veranstaltung, die in Kooperation mit dem Verlag Klett-Cotta stattfindet, kostet 5,-/3,- Euro.

Der Briefwechsel zwischen Jünger und Heidegger geht aus Gesprächen der Nachkriegszeit über ein großangelegtes Zeitschriften-Projekt hervor, an dem neben Jünger und Heidegger auch Gerhard Nebel, Friedrich Georg Jünger und Werner Heisenberg beteiligt sein sollten. Ein Vorhaben, das nicht verwirklicht wurde, und das doch einen schriftlichen Austausch zwischen den beiden Autoren initiierte, der bis zum Tod Heideggers andauerte. Neben der Organisation des schriftstellerischen Lebens, den Publikationen und öffentlichen Reaktionen auf sie, den Einladungen und polemischen Einwürfen gegen den Zeitgeist sind es vor allem Betrachtungen zur Sprache, denen dieser Austausch gilt.

Zusätzlich aufgenommen in den Band sind die Festschrift Jüngers zu Heideggers 60. Geburtstag, »Über die Linie«, Heideggers Aufsatz »Zur Seinsfrage« und die Texte des Bändchens »Federbälle« – Sprachnotizen, von Jünger dem Philosophen zum 80. Geburtstag als Privatdruck gewidmet.