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2009

PM 008/2009

Lektüreseminar für Erwachsene im Deutschen Literaturarchiv Marbach: »Die kalte Lust des Darstellens. Künstlertypen bei Hermann Hesse«

Marbach, 02. Februar 2009 —

Sich an drei Winterabenden mit dem Werk Hermann Hesses (1877-1962) beschäftigen und mit anderen Lesern über seine Bücher sprechen? Dazu lädt ein neues Lektüreseminar für Erwachsene an drei Donnerstagen, dem 12., 19. und 26. Februar, jeweils von 19 bis 21 Uhr, ins Deutsche Literaturarchiv Marbach ein.

Erstmals bietet die Literaturvermittlung des Literaturmuseums der Moderne (LiMoLab) unter der Leitung von Charlotte Andresen ein solches Lektüreseminar für Erwachsene an. Die Teilnehmer treffen sich an jenem Ort, an dem Hesses literarischer Nachlass liegt – dem Deutschen Literaturarchiv Marbach –, um über die Texte des großen Erzählers der literarischen Moderne, und seine »kalte Lust des Darstellens«, über »Künstlertypen bei Hermann Hesse« zu sprechen. Vor dem Seminarabend am 19. Februar wird um 18 Uhr von Dr. Heike Gfrereis, Leiterin des Museums, auch eine Führung durch die Hesse-Bestände des Archivs angeboten.

Hesse beschloss im Alter von 13 Jahren, »Dichter und sonst gar nichts« zu werden. Ein mühsamer Weg lag vor ihm, den er dann in seinen frühen Romanen und Erzählungen Musiker, Dichter und Maler gehen lässt. Er verarbeitet in diesen Werken aber nicht nur Teile seiner eigenen Biografie, sondern gibt seinen Protagonisten Eigenschaften mit, die er für das Gelingen von Kunst für unabdingbar hält. Im Lektüreseminar wird, ausgehend von Hesses Lebensweg, das Bild des Künstlers erarbeitet, das hinter seinen Werken steht. Der Schwerpunkt liegt auf Hesses frühen Erzählungen, die für bestimmte Arten der Kunst stehen: der Dichter Peter Camenzind (1904), der Musiker in »Gertrud« (1910), die Maler in »Roßhalde« (1914) und »Klingsors letzter Sommer« (1919/20) oder der Lebenskünstler »Knulp« (1915). Die Erzählungen werden in Ausschnitten zur Verfügung gestellt.

Die Teilnahme am Seminar kostet 20,- Euro, um eine Anmeldung unter der Telefonnummer 07144-848-616 wird gebeten.

Foto: Aus dem Nachlass Hermann Hesses. (Nachweis: DLA Marbach)