Pressemitteilungen
2009
PM 012/2009
»Schiller – der deutsche Shakespeare?«: Rund um die Eröffnung der Ausstellung »Autopsie Schiller« in Marbach werfen am 28. Februar und 1. März Vorträge und eine Performance Licht auf Shakespeares Bedeutung für Schiller
Marbach, 20. Februar 2009 —
Was wusste Schiller von Shakespeare? Was hat er von seinem Vorläufer aus Stratford übernommen? Wie hat er von der Elisabethanischen Tradition profitiert? Mit diesen Fragen beschäftigen sich am Samstag, 28. Februar, 14 bis 22 Uhr, und am Sonntag, 1. März, 15 bis 18 Uhr, drei öffentliche Vorträge, eine Performance und ein Podiumsgespräch im Deutschen Literaturarchiv Marbach.
Auf Einladung der Deutschen Schiller-Gesellschaft und der Deutschen Shakespeare-Gesellschaft reisen namhafte Shakespeare-Experten und Schauspieler nach Marbach. Den Anfang machen am Samstag um 14 Uhr Wolfgang Ranke (Göttingen) und Norbert Greiner (Hamburg) mit Vorträgen über Schillers »Räuber«, den Weimarer »Macbeth« und »Wallenstein«. Es folgen Ausführungen des bedeutenden Shakespeare-Übersetzers Frank Günther über Shakespeares Blankvers. Am Samstag, 20 Uhr, wird das Programm mit einer szenischen Lesung fortgesetzt: Die Stuttgarter Schauspieler Stephanie Schönfeld und Sebastian Kowski treten gemeinsam mit Liz Kettle und Scott Handy auf, die durch ihre Arbeit an der Royal Shakespeare Company und am National Theatre London bekannt geworden sind. Gelesen werden Texte von Shakespeare- und Schiller, auf Deutsch und auf Englisch (Texteinrichtung und Moderation: Volker Canaris, früherer Generalintendant des Düsseldorfer Schauspielhauses).
Zur Eröffnung der Ausstellung »Autopsie Schiller. Eine literarische Untersuchung« am Sonntag, 1. März, 11 Uhr, im Humboldt-Saal liest der Schriftsteller Wilhelm Genazino seinen für Marbach geschriebenen Text über die ausgestellten Dichter: »Flüchtige Tote«. Nach dem Ausstellungsbesuch rundet um 15 Uhr eine Podiumsdiskussion mit dem Essayisten, Theaterwissenschaftler und ehemaligen Berliner Intendanten Ivan Nagel sowie dem Präsidenten der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, Klaus Reichert (Darmstadt), die Überlegungen zu Schiller und Shakespeare ab.
In den Pausen bietet die Cafeteria des Deutschen Literaturarchivs Snacks und
Getränke. Weitere Informationen unter der Telefonnummer 07144-848-401 oder unter der E-Mail-Adresse: archiv@dla-marbach.de.

