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2009

PM 026/2009

»Tag der Verlage«: Buchwissenschaftler, Verleger und Archivare diskutieren in Marbach über Verlagsarchive

Marbach, 29. April 2009 —

Nach dem im April 2007 mit großem Erfolg durch­geführten »Tag der Erschließung« veranstaltet das Deutsche Literaturarchiv Marbach gemeinsam mit dem Institut für Buchwissenschaft an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz einen »Tag der Verlage«. Buchwissenschaftler, Verleger und Archivare diskutieren am Donnerstag, den 7., und Freitag, den 8. Mai über Fragen der Erwerbung und Erschließung von Verlagsarchiven sowie Methoden und Forschungsprobleme der Verlagsgeschichtsschreibung.  Zu den Teilnehmern zählen u.a. Irmgard Wirtz Eybl (Schweizerisches Literaturarchiv), Volker Kaukoreit (Österreichisches Literaturarchiv), Christoph Links (Verleger), Helen Müller (Bertelsmann-Archiv) und Hermann Staub (Archiv des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels).

Für die Verlags- und Buchhandelsgeschichtsschreibung sind Verlagsarchive von herausgehobener Bedeutung. Sie stellen eine überaus wertvolle Quelle dar, auch hinsichtlich des ökonomischen und herstellungsbezogenen Materials. Der »Tag der Verlage« verfolgt zwei Ziele: Erstens soll ein Austausch zwischen denjenigen ermöglicht werden, die mit Verlagsarchiven arbeiten, und zweitens soll zukünftig der Forschung eine Dokumentation über den Standort von Verlagsarchiven zur Verfügung gestellt werden.


Weitere Informationen und Anmeldung: Birgit Wollgarten (Sekretariat), Stabsstelle Forschung/Auslandsgermanistik/AEGG, Mail: wollg(at)dla-marbach.de


Im Rahmen der Tagung findet am 7. Mai eine öffentliche Abendveranstaltung statt: »'In Bündeln geschnürt bei den Verlegern'. Hesses Bucherfolge« lautet ihr Titel. Erzählt wird die Geschichte Hermann Hesses und seiner deutschen Verleger. Sie beginnt 1903 mit der Aufforderung des Lektors Moritz Heimann, neue Arbeiten einzuschicken. Hesse reagiert anfangs verhalten, doch schon ein Jahr später lebt der ausgebildete Buchhändler als freier Schriftsteller und baut sich mit seiner Verlagspolitik planvoll auf. Für drei Generationen von Verlegern steht Hesse im Mittelpunkt ihrer Arbeit. Gunilla Eschenbach, wissenschaftliche Mitarbeiterin des Deutschen Literaturarchivs, und Wolfgang Schopf vom Archiv der Peter Suhrkamp Stiftung an der Johann Wolfgang Goethe-Universität stellen zusammen mit Elmar Roloff und Sebastian Kowski vom Staatstheater Stuttgart die mehr als hundertjährige Verlagsgeschichte eines Autors vor. Die Veranstaltung beginnt um 20 Uhr im Humboldtsaal des Literaturarchivs, der Eintritt kostet 5,-bzw. 3,- Euro.

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