Pressemitteilungen

2009

PM 031/2009

Zum Auftakt des museumswissenschaftlichen Forschungsprojekts

wissen&museum: Ein Vortrag von Professor Beatrice von Bismarck

Marbach, 12. Mai 2009 —

Mit dem Vortrag der Kunsthistorikerin Beatrice von Bismarck (Leipzig) „Archiv in Bewegung. Christian Philipp Müllers ausstellendes Forschen“ beginnt am Montag, 18. Mai, um 18.30 Uhr im Deutschen Literaturarchiv Marbach das museumswissenschaftliche Forschungsprojekt wissen&museum. Dieses vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanzierte Pilotprojekt entsteht in Kooperation zwischen dem Deutschen Literaturarchiv, dem Ludwig-Uhland-Institut für Empirische Kulturwissenschaft und dem Kunsthistorischen Institut der Universität Tübingen sowie dem Institut für Wissensmedien Tübingen (Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft). Ziel dieses bislang einzigartigen Projekts ist es, am Beispiel der Ausstellungen des Literaturmuseums der Moderne Übersetzungsvorgänge in Ausstellungen zu untersuchen und Theorien zu entwickeln, die über den Einzelfall hinaus Wissens- und Vermittlungsprozesse des Museums erklären können.

Beatrice von Bismarcks Vortrag reflektiert dieses Verhältnis von Ausstellungstheorie und -praxis am Beispiel des Künstlers Christian Philipp Müller. Die Arbeit mit kulturellen Archiven stellt einen wesentlichen Bestandteil seines künstlerischen Schaffens dar. Seit den späten 1980er Jahren nutzt der in der Schweiz geborene und in New York lebende Künstler gesammelte und gespeicherte Materialien, die er in aktuelle Zusammenhänge stellt und eng in die kuratorische Arbeit einbindet. Selbstreflexiv in der Anlage, verschränken die Arbeiten ästhetische, semantische, soziale und ökonomische Perspektiven miteinander und leisten damit einen entscheidenden Beitrag zu dem aktuellen Diskurs, der um kuratorisches Wissen geführt wird. Der Vortrag findet im Humboldtsaal statt, der Eintritt ist frei.