Pressemitteilungen
2009
PM 035/2009
Eine Veranstaltung in der Reihe »Dichterruhm und Unsterblichkeit« im Deutschen Literaturarchiv Marbach: Borderline – Heiliges Schreiben heute
Marbach, 29. Mai 2009 —
Kann und soll man heute noch daran glauben, dass uns der Enthusiasmus der Schriftsteller, ihr Genie und ihr Wahnsinn, in die Welt einweiht und sub limes, bis an die Grenze der Götter führt? Matthias Politycki und Andreas Urs Sommer unterhalten sich mit Heike Gfrereis, der Leiterin der Marbacher Museen, über heiliges (und unheiliges) Schreiben und die Rolle, die dabei der Zweifel und der Zorn, das Jammern und das Ausrasten, die Weltverachtung und die Psychose spielen.
Der Schriftsteller Matthias Politycki hat zuletzt im Februar 2009 unter dem Titel »Die Sekunden danach« 88 Gedichte publiziert, die im Rahmen der Veranstaltung vorgestellt werden. Im September erscheint von ihm die »Jenseitsnovelle«. Er ist diesjähriger Writer-in-residence am Queen Mary College London. Der Philosoph Andreas Urs Sommer, der sich auf Nietzsche, die Aufklärung und die Frühe Neuzeit spezialisiert hat, erprobt in seinen populären philosophischen Büchern (Die Kunst, selber zu denken; Lohnt es sich, ein guter Mensch zu sein?; Die Kunst des Zweifelns) eine neue Form skeptischer Philosophie und kritischer Aufklärung.
Die Veranstaltung findet statt am Dienstag, den 9. Juni, um 20 Uhr im Berthold-Leibinger-Auditorium des Literaturmusuems der Moderne
Vor der Veranstaltung findet um 18 Uhr eine kostenlose Führung durch die
Dauerausstellung statt: Martina Wolff, Volontärin des Museums, zeigt neue Seiten der Schiller-Rezeption im 20. Jahrhundert.
