Pressemitteilungen
2009
PM 038/2009
Schillerjahr 2009: Das Programm des Deutschen Literaturarchivs Marbach in der zweiten Jahreshälfte
Marbach, 24. Juni 2009 —
Im Jahr von Schillers 250. Geburtstag zeigt das Deutsche Literaturarchiv Marbach noch bis zum 4. Oktober die Ausstellung »Autopsie Schiller. Eine literarische Untersuchung«, die im Literaturmuseum der Moderne zu sehen ist. Ein Ferienworkshop für Kinder vom 3. bis zum 6. August trägt den Titel »In Schillers Werkstatt«. Acht- bis Dreizehnjährige können an Schillers Handschriften den Weg vom Plan zur Niederschrift, von der Streichung zum fertigen Buch nachvollziehen.
Erstmals findet die Literaturschule »LINA in den Ferien« statt: Das von der PwC Stiftung geförderte Pilotprojekt kann durch die zusätzliche Unterstützung der Stiftung Kinderland Baden-Württemberg hochbegabten Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit eröffnen, bei bekannten Autoren und Künstlern verschiedene Techniken und Gattungen des Schreibens zu erproben. Der Dozent des ersten Schreibcamps, das vom 10. bis 14. August durchgeführt wird, ist Christoph Wortberg. Er schreibt u.a. Drehbücher für Großstadtrevier, Alpha-Team und Tatort und wurde 2007 für den Kriminalroman Die Farbe der Angst mit dem Hansjörg-Martin-Preis ausgezeichnet.
Am 18. September um 20 Uhr wird Prof. Dr. Andreas Beyer, der Direktor des Deutschen Forums für Kunstgeschichte in Paris, mit Johann Heinrich Danneckers postumer Büste eine der bekanntesten Schiller-Darstellungen in den Blick nehmen. Das Werk initiiert in seinen Entstehungsstufen eine Dialektik der Aufklärung im Kleinen: Vom Gips zum Marmor, von der Medizin zur Alchemie, von der Mathematik zur Auferstehung.
Höhepunkte des Schillerjahres werden am 9. November die diesjährige Schillerrede, gehalten vom Vorsitzenden des Freundeskreises des Deutschen Literaturarchivs, Prof. Dr.-Ing. E.h. Berthold Leibinger, und die Eröffnung des Schiller-Nationalmuseums am 10. November. Eine neue Dauerausstellung wird die Literatur zwischen 1750 und 1900 präsentieren und dabei die Bedeutung Schillers für seine Autorenkollegen herausheben. Gleichzeitig, d.h. vom 9. bis zum 11. November, richtet das Deutsche Literaturarchiv gemeinsam mit dem Institut für Deutsche Philologie an der Freien Universität Berlin und der Friedrich Schlegel Graduate School ein Internationales Symposium aus: »Schiller, der Spieler«. Über den Spieler Schiller zu sprechen, erlaubt eine interdisziplinäre Auseinandersetzung mit seinem Oeuvre, die unterschiedlichste Fachperspektiven aus Literaturwissenschaft, Theaterwissenschaft, Musikwissenschaft, Philosophie, Historiographie, Pädagogik und Soziologie zusammenführt.
Am 15. November wird das Schillerjahr ausklingen: Der diesjährige Tag der offenen Tür steht ganz im Zeichen der Marbacher Museen. Beide Häuser, Literaturmuseum der Moderne und Schiller-Nationalmuseum, sind ganztägig frei zugänglich, und es werden verschiedene Führungen angeboten. Auch für musikalische Unterhaltung und das leibliche Wohl wird gesorgt sein.

