Pressemitteilungen

2009

PM 059/2009

Zum 70. Geburtstag von Ulrich Ott

Marbach, 06. Oktober 2009 —

Am 8. Oktober 2009 feiert der ehemalige Direktor des Schiller-Nationalmuseums und des Deutschen Literaturarchivs Marbach, Professor Dr. Ulrich Ott, seinen 70. Geburtstag. Zu den größten und bedeutendsten Erwerbungen seiner 19 Jahre währenden Amtszeit zählen die Nachlässe von Gottfried Benn, Paul Celan, Alfred Döblin, Ernst Jünger und der spektakuläre Kauf des „Prozeß“-Manuskripts von Franz Kafka. Unter seiner Leitung wurde das Deutsche Literaturarchiv erweitert (1990-1994) und es entstand das Collegienhaus (1993), außerdem fiel in seine Ära die Planung und der Baubeginn des Literaturmuseum der Moderne (2006 fertiggestellt).

Ulrich Ott, 1939 in Essingen bei Aalen geboren, wurde nach dem Studium der Germanistik und klassischen Philologie in Tübingen, Wien und Berlin im Jahr 1965 mit einer Arbeit über Theokrit promoviert. Bis 1970 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter und Assistent am philologischen Seminar der Universität Tübingen. Von 1972 bis 1976 arbeitete Ott als Bibliothekar an der Technischen Hochschule Hannover, danach war er stellvertretender Bibliotheksdirektor der Universität Konstanz (1976-1980), sodann Direktor der Universitätsbibliothek Trier (1980-1985). Von 1985 bis 2004 war Ulrich Ott Direktor des Schiller-Nationalmuseums und des Deutschen Literaturarchivs Marbach und zugleich Geschäftsführer der Deutschen Schillergesellschaft.

In seiner Rede zur Verleihung des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse an Ulrich Ott im Oktober 2004 würdigte der Staatssekretär im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg, Michael Sieber (MdL), seine herausragenden Verdienste um das Deutsche Literaturarchiv Marbach. Es sei Otts Engagement zu verdanken, dass zahlreiche Vor- und Nachlässe wichtiger Vertreter der DDR-Literatur seit dem Fall der Mauer für Marbach gewonnen werden konnten. Darüber hinaus trage Ulrich Ott großen Anteil an den zahlreichen Entscheidungen über Baumassnahmen auf der Schillerhöhe: „Sie haben im wahrsten Sinne des Wortes an der Zukunft Marbachs mitgebaut“, so Staatssekretär Sieber.