Pressemitteilungen

2010

PM 026/2010

Eröffnung der Ausstellungsreihe »Suhrkamp-Insel« in zwölf Bildern

»Cortázar, Onetti, Paz. Suhrkamps großer Süden« (Suhrkamp-Insel I)

 

Mit Ulla Unseld-Berkéwicz, Durs Grünbein und Ulrich Raulff

 

 

Freitag, 11. Juni 2010, 19 Uhr im Schiller-Saal

Marbach, 02. Juni 2010 —

Am Freitag, dem 11. Juni 2010, wird mit dem ersten Ausstellungsbild »Cortázar, Onetti, Paz. Suhrkamps großer Süden« die neue Ausstellungsreihe ›Suhrkamp-Insel‹ im Literaturmuseum der Moderne eröffnet. Es sprechen die Verlegerin Ulla Unseld-Berkéwicz, der Schriftsteller Durs Grünbein und der Archivdirektor Ulrich Raulff. Jan Bürger, Leiter des Siegfried Unseld Archivs, hat die Ausstellung zusammen mit der Leiterin des Museums Heike Gfrereis kuratiert. Die Gestaltung hat Diethard Keppler (Grafik) mit space4 (Architektur) übernommen.

Kein anderer deutscher Verlag hat seit 1976 die Entdeckung des literarischen und intellektuellen Lateinamerika so gefördert wie der Suhrkamp Verlag, er hat maßgeblich unsere Vorstellung von lateinamerikanischer Literatur geprägt. Im Vorfeld des diesjährigen Buchmesseschwerpunkts ›Argentinien‹ präsentiert das Deutsche Literaturarchiv Marbach nun mit Julio Cortázar, Juan Carlos Onetti und dem mexikanischen Nobelpreisträger Octavio Paz exemplarisch drei Jahrhundertautoren aus den Anfängen des Lateinamerika-Programms, die die deutsche Gegenwartsliteratur erkennbar beeinflusst haben. Schon im Jahr 1973 prognostizierte der Verleger Siegfried Unseld: »Ich bin schon seit langem der Ansicht, dass mutmaßlich die wichtigste Literatur des 21. Jahrhunderts die aus Südamerika sein wird«. Im Suhrkamp Verlag erschienen zum Buchmesseschwerpunkt ›Lateinamerika‹ im Jahr 1976 allein 17 Bücher von verschiedenen lateinamerikanischen Autoren. Die Spuren, die Unselds Lateinamerika-Euphorie in seinen Archiven hinterlassen hat, können nun erstmals in Marbach erforscht werden.

Die Erwerbung der Verlagsarchive von Insel und Suhrkamp ist eines der spektakulärsten Ereignisse in der Geschichte des Deutschen Literaturarchivs. Vier Jahre lang, mit drei Themenwechseln im Jahr, wird nun in einem Werkstattraum im Literaturmuseum der Moderne gezeigt, welche Dimensionen sich dahinter verbergen. Alle zwölf Ausstellungsbilder setzen aus bislang unbekanntem Archivmaterial Erzählungen zusammen, in deren Mittelpunkt die epochemachenden Literaturgeschichten des 20. Jahrhunderts stehen. In Vorbereitung sind die Suhrkamp-Inseln ›Unseld trifft Beckett‹ (14.10.–13.02.2011) und ›Max Frisch, Beginn einer Karriere‹ (24.02.–24.06.2011).

Eine Pressevorbesichtigung findet am Donnerstag, 10.06.2010, um 11 Uhr statt. Um Anmeldung wird gebeten.

Die Ausstellung ist bis Montag, 3. Oktober 2010, zu sehen.