Pressemitteilungen
2010
PM 052/2010
Geschichtswissenschaft im Geist der Demokratie – Wolfgang J. Mommsen und seine Generation
Tagung zur Erinnerung an Wolfgang J. Mommsen (1930–2004)
Marbach, 27. Oktober 2010 —
Im Herbst 2010 wäre Wolfgang J. Mommsen, einer der bedeutendsten Historiker der Bundesrepublik, 80 Jahre alt geworden. Im Deutschen Literaturarchiv Marbach, wo der Familiennachlass seines Urgroßvaters, des Nobelpreisträgers Theodor Mommsen liegt, zeichnen renommierte Wissenschaftler nun die Entwicklungslinien der deutschen Geschichtswissenschaft seit den 1970er Jahren nach: u. a. hält Gerd Krumeich (Düsseldorf/Freiburg i.Br) einen Vortrag zur deutsch-französischen Erforschung des Ersten Weltkriegs, Friedrich Lenger spricht über »Historische Sozialwissenschaft: Aufbruch oder Sackgasse?«, Gerhard Hirschfeld (Stuttgart) über »Wolfgang J. Mommsen und der Erste Weltkrieg« und Mary Fulbrook (London) über »Wissenschaftler und Parteigänger: Ost- und Westdeutsche Historiker in den 1970er und 1980er Jahren«.
Wolfgang J. Mommsen, Zwillingsbruder des Historikers Hans Mommsen, gehörte über Jahrzehnte zu den renommiertesten Vertretern der Geschichtswissenschaft in Deutschland. Er war u. a. Direktor des Deutschen Historischen Instituts in London (1977-1985) und Vorsitzender des Verbandes des Historiker Deutschlands (1988-1992). Zu seinen Forschungsgebieten gehörten der Imperialismus, die Ge-schichte des deutschen Kaiserreichs und der Erste Weltkrieg. Bis zu seinem Tod im Jahr 2004 gab er die Max Weber-Gesamtausgabe mit heraus.
Die Tagung wird gefördert von der Gerda Henkel Stiftung, Düsseldorf, dem Deutschen Historischen Institut London, der Gesellschaft von Freunden und Förderern der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf e.V. und dem Verlag Mohr Siebeck, Tübingen.
Die Tagung findet am Freitag, 29. Oktober bis Samstag, 30. Oktober 2010 in den Tagungsräumen des Deutschen Literaturarchivs Marbach statt. Teilnahme nur nach Anmeldung: forschung@dla-marbach.de
