Pressemitteilungen

2010

PM 065/2010

Symposium: Deutsche Philologie im 18. Jahrhundert

Mit Abendvortrag von Hans Adler

Marbach, 03. Dezember 2010 —

Die Geschichte der Germanistik beginnt nicht mit Jacob Grimm oder Karl Lachmann. Während die germanistikgeschichtliche Forschung weite Teile des 18. Jahrhunderts nur als Vorgeschichte zur disziplinären Gründung des Fachs in den Blick nimmt, suchen neuere Studien auf die Frage nach den Philologien im 18. Jahrhundert differenziertere Antworten. Wo und aus welchen Gründen hat sich die Philologiegeschichte des 18. Jahrhunderts mit ihren genealogischen und etymologischen Ansätzen, ihrer Verbindung von poetischer Produktion und archivarischer Erschließung, für die Folgezeit als ergiebig erwiesen? Wo und an welchen Stellen ist die Anschlussfähigkeit nicht gegeben? Das Symposium »Deutsche Philologie im 18. Jahrhundert« wird übergreifende, vergleichende Untersuchungen mit konkreten Fallstudien aus dem Archivmaterial verbinden. Zu den vordisziplinären Praktiken der philologischen, poetischen und ästhetischen Arbeit im 18. Jahrhundert sprechen u. a. Hans Adler (Madison), Lutz Danneberg (Berlin) und Klaus Weimar (Zürich).

Um 20 Uhr hält der renommierte Literaturwissenschaftler Hans Adler (Madison) einen Vortrag zum Thema »Literatur als Laboratorium der Imagination: Johann Gottfried Herder«, der Vortrag ist öffentlich. Es moderiert Marcel Lepper.

Die Veranstaltung findet am 9. Dezember im Tagungsbereich des Deutschen Literaturarchivs statt. Sie beginnt um 13 Uhr.
Um Anmeldung wird gebeten: forschung@dla-marbach.de