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2011

PM 013/2011

»Die sieben Schwaben. Schwäbische Dialektliteratur des 19. Jahrhunderts«

Buchvorstellung mit Helmuth Mojem und dem

Sprecherensemble der Akademie für gesprochenes Wort

Marbach, 17. März 2011 —

Von Schiller, Hölderlin, Mörike oder Hauff weiß man, dass sie aus Schwaben stammen, sie sprachen wohl auch schwäbisch, ihre Texte verfassten sie indessen auf Hochdeutsch. Neben diesen allbekannten Vertretern des schwäbischen Geistes gab es jedoch noch weitere, die es nicht beim Sprechen beließen – sie schauten dem Volk aufs Maul und schrieben auch im Dialekt.
Helmuth Mojem, Leiter des Cotta-Archivs, stellt zusammen mit dem Sprecherensemble der Akademie für gesprochenes Wort sein Buch »Die sieben Schwaben« (Edition Isele 2010) vor, eine von ihm herausgegebene Anthologie mit Texten u. a. von Christian Benjamin Dreizler (Stuttgart), Joseph Epple (Gmünd), Johannes Nefflen (Pleidelsheim), Moritz Rapp (Stuttgart) und Friedrich Theodor Vischer (Ludwigsburg).
Das Schreiben im Dialekt begrenzte die Verbreitung der Schriften dieser Dichter von vornherein, auch behandelten sie weniger die weltbewegenden Themen als vielmehr den Alltag der kleinen Leute. Die meisten der in dem vorgestellten Buch versammelten Autoren sind heute vergessen, allein der Literaturwissenschaftler und Philosoph Friedrich Theodor Vischer ist allgemein bekannt.
Doch haben die schwäbischen Dichter nicht nur witzige und originelle Texte verfasst – sie vermitteln überdies ein authentisches Bild vom Leben hierzulande vor 180 Jahren.
Die Veranstaltung findet am 23. März 2011, um 20 Uhr im Humboldt-Saal statt.
Es sprechen Helmuth Mojem und das Ensemble der Akademie für gesprochenes Wort: Julia Katterfeld, Frank Streichfuß und Daniel Zinnöcker.
Eintritt: 5 Euro/ 3 Euro