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2013

PM 31/2013

Lesung und Gespräch: Koloss im Nebel. Mit Durs Grünbein (Moderation: Jan Bürger)

Marbach, 05. Juni 2013 —

Seit seinen Anfängen in der Kunstszene am Prenzlauer Berg hat der vielfach ausgezeichnete Dichter Durs Grünbein ein unverwechselbares Werk geschaffen. Ausgehend von seinen jüngsten Veröffentlichungen liest er Prosa und Gedichte, die um seine ostdeutsche Herkunft kreisen, u. a. aus seinen veröffentlichten Erinnerungen und dem zuletzt erschienenen Gedichtband »Koloss im Nebel« (2012). Jan Bürger, Leiter des Siegfried Unseld Archivs, spricht mit Durs Grünbein über sein Werk und seinen sehr persönlichen Blick als Lyriker auf die deutsch-deutsche Geschichte.

Durs Grünbein, 1962 in Dresden geboren, gilt als einer der bedeutendsten Schriftsteller der Gegenwart. Er debütierte mit dem Gedichtband »Grauzone morgens« im Jahr 1988. Grünbeins umfangreiches Werk umfasst Gedichtbände, Prosatexte und Essays, u. a. »Schädelbasislektion« (1991), »Falten und Fallen« (1994), »Nach den Satiren« (1999), »Erklärte Nacht (2002)«, »Vom Schnee oder Descartes in Deutschland« (2003) und »Porzellan« (2005). In seinem jüngsten Gedichtband »Koloss im Nebel« folgt Grünbein dem Plan einer Ausstellung: In sieben Abteilungen präsentiert er Arbeiten aus den letzten acht Jahren. Es sind Bilder von Reisen, Exkursionen in das unbekannte Alltägliche, Selbstporträts, Historienbilder und sinnliche Erfahrungen. In dieser eigentümlich schwebenden Dichtung stehen Innenleben und äußere Welt in einer unauflösbaren Spannung: Was ist Imagination und wie verändert sie unser Bewusstsein?
Der heute in Berlin lebende Grünbein wurde zuletzt mit dem Tomas Tranströmer-Preis der Stadt Västerås ausgezeichnet.

Die Lesung findet am 6. Juni 2013 um 20 Uhr im Humboldt-Saal (Archivgebäude) statt. Der Eintritt kostet 9 / erm. 7 / für Mitglieder der DSG 4.50 Euro. Karten sind auch im Vorverkauf erhältlich (www.reservix.de).