Tagungen
Tagungsarchiv 2007
»Eichs Metamorphosen«. Günter Eich zum 100. Geburtstag Jahrestagung der Erich Kästner Gesellschaft e.V. Zeitgeschichte in der Literatur nach 1945 Fachtagung zum »Tag der Erschließung« Zum 100. Geburtstag: Dolf Sternberger Bilanz der Begriffsgeschichte Norbert Elias - Die Ausgabe »Ehrenkolloquium für einen Luftkutscher«. Zum 80. Geburtstag des Dichters Ludwig Harig Literaturmuseen in Deutschland Strukturalismus: Rezeption und Theorieentwicklung in der Bundesrepublik und in der DDR Höhleneingänge: Editorentagung zu Hans Blumenberg Jahrestagung »Unsichtbare Ordnungen«
Auf dieser Seite finden Sie Informationen über Tagungen im Deutschen Literaturarchiv 2007.
»Eichs Metamorphosen«. Günter Eich zum 100. Geburtstag
Deutsches Literaturarchiv, Donnerstag, 1. Februar, 9–18 Uhr
Eine Tagung des Deutschen Literaturarchivs Marbach in Kooperation mit der Universität des Saarlandes
Günter Eich (1907–1972) zählt zu den großen Lyrikern und Hörspielautoren des 20. Jahrhunderts. In diesem Jahr hätte er seinen 100. Geburtstag gefeiert. Das Deutsche Literaturarchiv stellt Eichs Lyrik neu zur Diskussion. Mit Jörg Döring, Carsten Dutt, Bernhard Fischer, Helmuth Kiesel, Dirk von Petersdorff u.a.
Das Tagungsprogramm finden Sie hier.
Weitere Informationen:
Birgit Wollgarten (Sekretariat), Arbeitsstelle für die Erforschung der Geschichte der Germanistik, Mail: wollg(at)dla-marbach.de
Jahrestagung der Erich Kästner Gesellschaft e.V.
Deutsches Literaturarchiv Marbach, 23. bis 25. Februar 2007
Programm
Zeitgeschichte in der Literatur nach 1945
Deutsches Literaturarchiv Marbach, 28. bis 30. März 2007
Eine Gasttagung der Humboldt-Universität Berlin in Verbindung mit dem Deutschen Literaturarchiv Marbach
Programm
Fachtagung zum »Tag der Erschließung«
Deutsches Literaturarchiv Marbach, 19. bis20. April 2007, ab 13.30 Uhr
Die Erschließung gehört einerseits zu den Kernaufgaben von Archiven und Bibliotheken. Andererseits führt sie im Bewusstsein der Fachöffentlichkeit und in theoretischen Debatten ein Schattendasein. Archivbenutzer lassen sich in der Regel durch inhaltliche Fragestellungen leiten und führen sich selten vor Augen, dass ihre Forschungen auch dadurch geleitet werden, wie die von ihnen eingesehenen Bestände aufgearbeitet sind.
Der »Tag der Erschließung« trägt dieser Tatsache Rechnung: Durch systematische Ordnungen, Indices, Listen, Katalogisate oder Datenbanksysteme bahnt die Erschließung Wege zum Wissen.Die meisten Archive richten ihre Nachlasserschließung an den von der DFG vorgeschlagenen »Regeln zur Erschließung von Nachlässen und Autographen« (RNA) aus. Literaturarchive stehen in Zeiten knapper personeller und finanzieller Ressourcen und rasant anwachsender Bestandsmengen allerdings vor einer neuen Herausforderung: Sie haben ein Massenproblem. Vor diesem Hintergrund soll der »Tag der Erschließung« Anstöße geben, über verschiedene Erschließungskonzepte und Ordnungsmodelle für Nachlässe und Sammlungen nachzudenken. Er versucht eine Bestandsaufnahme der unterschiedlichen Methoden und überprüft deren Vor- und Nachteile.
Den Abendvortrag am 19. April, 20 Uhr, hält der Bibliothekshistoriker Uwe Jochum, Konstanz: »Die Ordnung der Bibliothek – vom Kosmos zum Katalog.«
Kontakt und Anmeldung:
Jutta Reusch, Tel. 07144-848-406, mailto: reusch(at)dla-marbach.de
Tagungsbericht
Tagungsbeiträge
Peter Honigmann
Gerald Maier
Jürgen Weber
Jutta Weber
Jürgen Thaler
Rudolf Probst
Abendvortrag
Uwe Jochum
Zum 100. Geburtstag: Dolf Sternberger
Deutsches Literaturarchiv, 23. Juni 2007, ab 14 Uhr
Eine Tagung des Deutschen Literaturarchivs Marbach in Kooperation mit der Konrad Adenauer-Stiftung, St. Augustin
Mit Blick auf den Nachlass von Dolf Sternberger in Marbach diskutieren Politiker und Publizisten, unter ihnen Günther Nonnenmacher (FAZ) und Bill Dodd (Birmingham), über den politischen Sprachgebrauch des Publizisten und Wissenschaftlers. Am Samstag, 23. Juni, 20 Uhr, findet außerdem ein Sternberger-Abend statt, an dem aus der Korrespondenz zwischen Hannah Arendt und Dolf Sternberger gelesen wird. In ihrem Briefwechsel streiten und spotten die beiden politischen Intellektuellen über Nachkriegsdeutschland.
Tagungsprogramm
Weitere Informationen:
Birgit Wollgarten (Sekretariat), Arbeitsstelle für die Erforschung der Geschichte der Germanistik, Mail: wollg@dla-marbach.de
Ins Tal der Schatten - Das Schreiben Patrick Roths zwischen Hölderlin und Hollywood
Deutsches Literaturarchiv, 29. und 30. Juni 2007
In Kooperation mit der Konrad-Adenauer-Stiftung und der Universität Heidelberg
Auf den Schriftsteller Patrick Roth trifft zu, was einer dem Formalismus und der Theorie ergebenen Literaturwissenschaft noch nie geheuer war: die Einheit von Leben und Werk. Begbenheiten des eigenen Stoffes sind Stoffe des Werkes, eingeschrieben ist allem Erzählten die Erfahrung des Erzählers, der autobiographische Züge trägt. Das Werk ist mehr als das Werk, es umfasst das Leben. Die wissenschaftliche Tagung in Marbach nähert sich Patrick Roths Werk aus Perspektiven, die sein Schreiben inspirieren, fragt aus literaturwissenschaftlicher, theologischer, filmwissenschaftlicher und tiefenpsychologischer Sicht nach dem Transzendenzbezug, den Mitteln der Darstellung, die sich auf eine andere Wirklichkeit beziehen, und nach den Funktionen der Evokation von Sinnpotentialen für die kulturelle Gegenwart.
Tagungsprogramm
Die Tagung ist öffentlich und kostenlos.
Anmeldungen im Deutschen Literaturarchiv unter Telefon 07144-848-433 oder per E-Mail: wollg(at)dla-marbach.de.
Bilanz der Begriffsgeschichte
Deutsches Literaturarchiv Marbach, 31. August 2007, 14 Uhr
Eine Tagung des Deutschen Literaturarchivs Marbach in Kooperation mit dem Schwabe Verlag, Basel
Mit dem Erscheinen des 13. Bandes, des Index, ist das 1971 begonnene »Wörterbuch der Philosophie« 2007 abgeschlossen worden. Der Herausgeberkreis und die Referenten Otto Gerhard Oexle, Michael Stolleis, Dieter Teichert und Carsten Dutt diskutieren über Leistungen und Perspektiven begriffsgeschichtlicher Forschung.
Weitere Informationen und Anmeldung:
Birgit Wollgarten (Sekretariat), Arbeitsstelle für die Erforschung der Geschichte der Germanistik, Mail: wollg(at)dla-marbach.de.
Norbert Elias - Die Ausgabe
Deutsches Literaturarchiv, 14. bis15. September 2007, 16 und 9.30 UhrIn Zusammenarbeit mit der Norbert Elias Stiftung, Amsterdam, und dem Suhrkamp Verlag
Die Ausgabe der »Gesammelten Schriften« von Norbert Elias im Suhrkamp Verlag ist abgeschlossen. Über das spät entdeckte Gesamtwerk des Soziologen, dessen Nachlass in Marbach liegt, sprechen am Freitag, 14. SEptember, ab 16 Uhr, die wissenschaftler Bernd Stiegler, Hermann Korte, Wolf Lepenies und Wilhelm Voßkamp. Um 19.30 Uhr geben der Sprecher Jens Winterstein und der Pianist Stefan Schreiber in einem öffentlichen Konzert die »Ballade von armen Jacob« (Text: Norbert Elias, Musik: Hans Gál). Hermann Korte führt in das Konzert ein. Am Samstag, 15. September, findet ab 9.30 Uhr ein Workshop zum Thema »Norbert Elias - Menschenwissenschaftler« unter der Leitung von Annette Treibel statt.
Programm
Weitere Informationen und Anmeldung:
Birgit Wollgarten (Sekretariat), Arbeitsstelle für die Erforschung der Geschichte der Germanistik, Mail: wollg@dla-marbach.de.
»Ehrenkolloquium für einen Luftkutscher«. Zum 80. Geburtstag des Dichters Ludwig Harig
Deutsches Literaturarchiv Marbach, 26. bis 27. Oktober 2007
Ein Kolloquium in Verbindung mit der Akademie für Gesprochenes Wort, Stuttgart
»Das schönste deutsche Wort heißt erzählen, da beißt die Maus keinen Faden ab«, sagt der Romancier, Hörspielautor und Lyriker Ludwig Harig. Am 18. Juli 2007 ist der Dichter, dessen Vorlass sich in Marbach befindet, 80 Jahre alt geworden. Eine verspätete Geburtstagsfeier für Harig richten von Donnerstag bis Samstag, 26. und 27. Oktober, die Akademie für Gesprochenes Wort, Stuttgart, und das Deutsche Literaturarchiv Marbach aus: Von Freitag, 26. Oktober, 19 Uhr, an findet in Marbach ein »Ehrenkolloquium für einen Luftkutscher« statt.
Ludwig Harig, geboren in Sulzbach im Saarland, ist seit 1974 freier Schriftsteller. Für sein Werk wurde er unter anderem mit dem Heinrich Böll-Preis (1987), dem Hörspielpreis der Kriegsblinden (1987), dem Friedrich-Hölderlin-Preis der Stadt Bad Homburg (1994) und dem Preis der Frankfurter Anthologie (2005) ausgezeichnet.
Programm
Mitwirkende
Anmeldungen für die Veranstaltung nimmt das Akademiebüro in Stuttgart unter Telefon 0711/221012 entgegen; die Teilnahme kostet 100,- Euro.
Literaturmuseen in Deutschland
Deutsches Literaturarchiv, 26. bis 27. Oktober 2007
Eine Tagung des Museumsverbandes Baden-Württemberg e.V. und der Arbeitsgemeinschaft literarischer Gesellschaften und Gedenkstätten (ALG)
In zwei großen Museen zeigt das Deutsche Literaturarchiv Marbach seine Bestände. Dabei versteht sich Marbach als Experimentierfeld für neue Ausstellungs- und Vermittlungsweisen von Literatur. So konfrontiert das im Juni 2006 eröffnete Literaturmuseum der Moderne (LiMo) seine Besucher mit Fragen der Sichtbarkeit von Literatur. Was zeigt die Literatur? Wie zeigt sie es? Kann sie und vor allem soll sie selbst - überhaupt gezeigt werden? Solche theoretisch begründeten, auf ästhetische Distanz zielenden Formen der Vermittlung sind in der Praxis der Literaturvermittlung die Ausnahme. Dagegen stehen Ausstellungen an den Geburts- und Wohnorten von Schriftstellerinnen und Schriftstellern, die deren Leben und Werk vorstellen bzw. literatur- und kulturgeschichtlich einbetten. Allein in Baden-Württemberg gibt es mehr als 90, überwiegend in dieser Tradition stehende Einrichtungen. Und unter dem Dach der Arbeitsgemeinschaft literarischer Gesellschaften und Gedenkstätten (ALG) haben sich 200 Einrichtungen zusammengeschlossen.
Die vom Deutschen Literaturarchiv Marbach, der ALG und dem Museumsverband Baden-Württemberg e.V. ausgerichtete Tagung soll Einblick in verschiedene Arten der Literaturausstellung gewähren, kontroverse Ansätze diskutieren, Einzelprobleme erhellen und aktuelle Probleme vorstellen.
Programm
Weitere Informationen:
info@museumsverband-bw.de; gabriele.staehle@esslingen.de
Sophie von La Roche (1730-1807) im literarischen und kulturpolitischen Feld von Aufklärung und Empfindsamkeit
Deutsches Literaturarchiv Marbach, 25.bis 28. Oktober 2007
Gasttagung der Universität Mannheim und der Ohio State University, Columbus
Die passionierte Schriftstellerin und professionelle Kulturvermittlerin Sophie von La Roche (1730-1807) war im literarischen Feld des späten 18. Jahrhunderts als erste Frau erfolgreich platziert und hat seit ihrem berühmten ‚Originalroman’ "Die Geschichte des Fräuleins von Sternheim" (1771) dieses Feld richtungweisend mitgeprägt. Ihr umfangreiches Œuvre, das zahlreiche Briefe, Romane, Erzählungen, Reisebücher, eine literarische Zeitschrift, Texte zur Frauenbildung und kulturpolitische Essays umfasst, dialogisiert mit einer enzyklopädischen Bibliothek europäischer Meistertexte und spiegelt so die kulturelle und mentale Entwicklung Deutschlands zur Sattelzeit. Die Tagung erörtert thematische, formale und mediale Aspekte dieses bislang unzureichend erforschten Gesamtwerks zwischen Rationalismus und Empfindsamkeit im Kontext seiner sozialen Beziehungen und literarischen Bezüge.
Wissenschaftliche Leitung:
Barbara Becker-Cantarino (Ohio State University, Columbus/Ohio); Gudrun Loster-Schneider (Universität Mannheim). Gefördert von der DFG, der Ohio State University (Columbus/Ohio), der Philosophischen Fakultät der Universität Mannheim und der Stadt Bönnigheim.
Strukturalismus: Rezeption und Theorieentwicklung in der Bundesrepublik und in der DDR
Deutsches Literaturarchiv, 7. bis 10. November 2007
Eine Tagung des Arbeitskreises Geschichte der Germanistik
Der Strukturalismus gilt als französische Erfindung. Unterschlagen werden dabei die Umwege, die strukturalistische Denkfiguren über Osteuropa und die USA genommen haben. Wie sich Ende der 1960er Jahre die deutschen Geisteswissenschaften auf die neueste Mode aus Paris einstellten, und was daran im veränderten Kontext nach 1968 wurde, erfragen Germanisten, Philosophen und Wissenschaftshistoriker.
Programm
Weitere Informationen: Birgit Wollgarten (Sekretariat), Arbeitsstelle für die Erforschung der Geschichte der Germanistik im Deutschen Literaturarchiv Marbach, Mail: wollg(at)dla-marbach.de.
Höhleneingänge: Editorentagung zu Hans Blumenberg
Literaturmuseum der Moderne, Berthold Leibinger Auditorium, 6.-7. Dezember 2007
Eine Tagung des Deutschen Literaturarchivs Marbach in Verbindung mit dem Suhrkamp Verlag
Aus dem Nachlass von Hans Blumenberg, der sich im Deutschen Literaturarchiv Marbach befindet, sind in den vergangenen Jahren wichtige Bände im Suhrkamp Verlag erschienen. Manfred Sommer hat 2006 die »Beschreibung eines Menschen« aus dem Nachlass ediert, Anselm Haverkamp im Frühjahr 2007 die »Theorie der Unbegrifflichkeit«. Im Herbst 2007 erscheinen Blumenbergs Briefwechsel mit Carl Schmitt (1971-1978), ebenso Blumenbergs Studien zu Ernst Jünger (1949-1995), herausgegeben von Alexander Schmitz und Marcel Lepper. Es folgen die »Paradigmen zu einer Metaphorologie« mit einem Kommentar von Anselm Haverkamp in der Suhrkamp Studienbibliothek.
Die editorische Arbeit tritt damit in eine Phase, in der sich die Bände nicht mehr aus bereits für den Druck vorbereiteten Konvoluten zusammenstellen lassen, sondern herausgeberischer Entscheidungen sowie präziser Angaben zur Textkonstitution bedürfen. Parallel dazu wird der Nachlass, der bislang gesichtet und vorgeordnet ist, detailliert erschlossen.
Im Deutschen Literaturarchiv Marbach finden sich Blumenberg-Editoren, Übersetzer und Kommentatoren zusammen, um über den Nachlass und seine spezifischen Merkmale, über Editionsverfahren und -desiderate zu diskutieren.
Programm
Die Veranstaltung ist für interessierte Gäste offen. Anmeldung unter: wollg(at)dla-marbach.de
Jahrestagung »Unsichtbare Ordnungen«
Deutsches Literaturarchiv, 14. Dezember 2007
Tagungsbereich
Zu den zentralen Aufgaben eines Archivs gehört – neben der Vergrößerung seiner Sammlungen – auch ihre Ordnung. Ohne Ordnung ist ein Archiv nicht vorstellbar und ebenso wenig die Literatur selbst. Die internationale und interdisziplinäre Jahrestagung »Unsichtbare Ordnungen« lädt Wissenschaftler und Kulturschaffende ein, gemeinsam über das Prinzip der Ordnung in Poesie und Kunst, Philosophie und Wissenschaft, aber auch über die Ordnung im Archiv nachzudenken. Geplant sind verschiedene Sektionen, darunter zu Ordnungen, die sich als Unordnungen tarnen, zu Ordnungsbegriffen wie »Kategorien, Klassifikationen, Hierarchien, Gliederungen, Mengen« und zu sprachlicher Ordnung und Unordnung.
Programm
Weitere Informationen: Birgit Wollgarten (Sekretariat), Arbeitsstelle für die Erforschung der Geschichte der Germanistik im Deutschen Literaturarchiv Marbach, Mail: wollg(at)dla-marbach.de.
