Tagungen

Tagungsarchiv 2008

Die Frühe Neuzeit in der deutschen Literaturgeschichtsschreibung Interpretation lassen II. Das Verschwinden des Lehrers Ideengeschichte und ihre Nachbardisziplinen Surrealismus in der Deutschen Literatur Kulturtheoretische Kontexte für die Literaturdidaktik Interpretation lassen I. Das Schweigen der Vitrinen Workshop: »Erste Briefe« nach Deutschland: Zwischen Exil und Rückkehr Frauen um George Jahrestagung der Maximilian-Gesellschaft Jahrestagung der Friedrich-Schlegel-Gesellschaft: »Friedrich Schlegels Europa« Zu Gast in Wolfenbüttel: »Was war Helmstedt? Eine Universität um 1700«

Auf dieser Seite finden Sie Informationen über Tagungen, die im Jahr 2008 im Deutschen Literaturarchiv stattgefunden haben.


Die Frühe Neuzeit in der deutschen Literaturgeschichtsschreibung

Deutsches Literaturarchiv Marbach, 20. bis 21. November 2008
Ein Kolloquium des Marbacher Arbeitskreises für die Erforschung der Geschichte der Germanistik


Die Frühe Neuzeit hat in der Literaturwissenschaft, wie man allein an der Vielfalt und Zahl der Publikationen der vergangenen Jahre ablesen kann, Konjunktur. Dennoch ist sie in der Germanistik nur eine Teildisziplin am Rande. Einer der Gründe dafür ist die Aufteilung der Literaturwissenschaft in eine Ältere und Neuere Abteilung, die institutionengeschichtlich aus einer kanonischen Beschäftigung mit der zentralen Epoche des Hochmittelalters und der deutschen Klassik um 1800 entstanden ist. Als hingegen epigonale Perioden der deutschen Literaturgeschichte empfand man das 16. und das 17. Jahrhundert; sie blieben bei einem entsprechenden Bild der Literaturgeschichte eher unterbelichtet.

Das Kolloquium zur Geschichte der Literaturgeschichtsschreibung der Frühen Neuzeit widmet sich der Frage, wie diese Übergangsepoche literaturhistorisch in die sich wandelnden Fachkonstellationen integriert wurde. Mit dieser Fokussierung sollen Aufschlüsse über den wissenschaftsinternen wie -externen Wandel von Forschungsinteressen, Sichtweisen und Wertungen ermöglicht werden. Besondere Themenkomplexe stellen die Geschichte von Praktiken und Institutionen der Frühen Neuzeitforschung, Literaturgeschichten und die Geschichte der Forschung zu einzelnen Autoren dar.

Programm

Weitere Informationen und Anmeldung:
Birgit Wollgarten (Sekretariat), Arbeitsstelle für die Erforschung der Geschichte der Germanistik, Mail: wollg@dla-marbach.de.


Interpretation lassen II. Das Verschwinden des Lehrers

Deutsches Literaturarchiv Marbach,  17. Oktober 2008, 14 bis 17 Uhr

Ein einzigartiges Pilotprojekt startet nach dem Ende der Sommerferien 2008: Die Literaturschule des LiMo, in der Schüler verschiedener Schularten und Altersgruppen nachmittags im praktischen Umgang mit den Objekten dieses Museums die Eigenheiten von Gegenständen unserer kulturellen Überlieferung kennen lernen. Im glücklichen Fall schenken ihnen diese ein Gespür für eine nicht alltägliche, dichte Sprache ebenso wie die Fähigkeit zum konsequenten Argumentieren, den Glauben an die eigene Kreativität und den Mut zu irren, Deutungen in Frage zu stellen und sich so sensibel wie offen auch auf zunächst bedeutungslose Dinge einzulassen.

Aus diesem Anlass unterhalten sich Schüler mit Lehrern, Literaturwissenschaftlern und Fachdidaktikern: Ist dieses Zutrauen zum bedeutungslosen Objekt und letztlich zu sich selbst der Schlüssel für jede ästhetische Erziehung? Ist es wichtiger, das Nicht-Wissen zu lehren als das Wissen? Gibt es einen Zusammenhang zwischen dem offiziellen Umgang mit Literatur im Deutschunterricht und dem privaten Verhältnis zu ihr? Kommt die Bildung dann, wenn man sie nicht sucht, sondern findet? Oder ist das nur ein schöner Traum, der in der Praxis nicht funktioniert? Der Workshop ist Teil eines Ausstellungs- und Veranstaltungskomplexes zum Marbacher Jahresthema »Lassen«.

Programm

Weitere Informationen und Anmeldung:
Birgit Wollgarten (Sekretariat), Arbeitsstelle für die Erforschung der Geschichte der Germanistik, Mail: wollg@dla-marbach.de.


Ideengeschichte und ihre Nachbardisziplinen

Deutsches Literaturarchiv Marbach, 26. bis 28. September 2008
Ein internationales Symposium des Deutschen Literaturarchivs Marbach

Das neu erwachte Interesse an der Ideengeschichte (»history of ideas«, »histoire des idées«, »storia delle idee«) gibt Anlass, eine möglichst genaue und übersichtliche Bestandsaufnahme der Errungenschaften, Probleme und Entwicklungsmöglichkeiten dieser Tradition historischer Forschung in Angriff zu nehmen. Das Marbacher Symposium führt Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Großbritannien, den USA, Frankreich, Italien und Deutschland zusammen, um in einem Expertengespräch unter anderem folgende Fragen zu diskutieren: Welche Erkenntnisse ließen und lassen sich mit ideenhistorischen Ansätzen gewinnen? Welchen Nutzen ziehen systematische Disziplinen wie die Philosophie oder die Soziologie aus der Ideengeschichte? Wie gebraucht die Ideengeschichte ihrerseits Erträge historischer und systematischer Disziplinen?

Die Zukunft der Ideengeschichte wird, so die These der Veranstalter, entscheidend davon abhängen, in welchem Maß es ihr gelingt, im System der Geistes- und Kulturwissenschaften ihre Eigenständigkeit und Produktivität auszuweisen. Das Marbacher Symposium will dazu beitragen, indem es die theoretischen Grundlagen und Vorgehensweisen der Ideengeschichte zum Gegenstand komparatistischer Analysen und Reflexionen macht. Sie wird in drei Sektionen diskutiert: 1. Die Ideengeschichte im System der Geistes- und Kulturwissenschaften; 2. Die Ideengeschichte und andere Integrationsdisziplinen der Geschichte; 3. Ablösung der Ideengeschichte durch Begriffsgeschichte, Diskursanalyse und/oder Wissenssoziologie?

Programm


Weitere Informationen und Anmeldung:
Birgit Wollgarten (Sekretariat), Arbeitsstelle für die Erforschung der Geschichte der Germanistik, Mail: wollg(at)dla-marbach.de

www.z-i-g.de


Surrealismus in der Deutschen Literatur

Deutsches Literaturarchiv Marbach, 4. bis 5. Juli 2008
Eine internationale Tagung der Universität Heidelberg in Kooperation mit dem Deutschen Literaturarchiv Marbach


Es ist unbestritten, dass der Surrealismus als eine von Frankreich ausgehende Strömung in den bildenden Künsten und hier wieder in deren Avantgarde eine außerordentliche Prägekraft entwickelt hat. Als eine der »bedeutendsten und folgenreichsten intellektuellen Bewegungen des 20. Jahrhunderts« (so der Kunstkritiker Werner Spies) steht er nicht nur für die Befreiung von früheren ästhetischen Kategorien, sondern er befreite die Kunst von ihrem selbstzweckhaften Dasein (Breton). Die Tagung versucht, sich dem Surrealismus von dessen unterschiedlichen Erscheinungsweisen her zu nähern: Neben der Literaturwissenschaft werden Kunstgeschichte und Theaterwissenschaft, aber auch ein möglicher philosophischer Surrealismus untersucht.

Programm

Weitere Informationen: Birgit Wollgarten (Sekretariat), Arbeitsstelle für die Erforschung der Geschichte der Germanistik im Deutschen Literaturarchiv Marbach, Mail: wollg@dla-marbach.de

Germanistisches Seminar der Universität Heidelberg; Frau Dr. Friederike Reents, Hauptstraße 207-209, 69117 Heidelberg, Telefon 06221/5432-09 (-05)

Die Tagung wird in großzügiger Weise von der FAZIT-Stiftung, Frankfurt/M., und der Manfred-Lautenschläger-Stiftung, Gaiberg, unterstützt.


Kulturtheoretische Kontexte für die Literaturdidaktik

Deutsches Literaturarchiv Marbach, 13. bis 15. Juni 2008
Eine Gasttagung der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe und der Universität Münster im Deutschen Literaturarchiv

Die Literaturdidaktik kann verstanden werden als interdiskursives System aus verschiedenen Disziplinen, die – abhängig von wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklungen – immer neu austariert werden müssen. Dies spiegelt sich auch in den leitenden Kontroversen des Faches, und gerade die Nähe zur Praxis der Literaturvermittlung bedingt eine fortwährende Revision der Aufgabenfelder und Verfahren.

Vor diesem fachgeschichtlichen Hintergrund widmet sich die Tagung der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe und der Universität Münster der Diskussion kulturtheoretischer Konstrukte und ihrer Bedeutung für die literaturdidaktische Theoriebildung. Sie fragt nach den Funktionen kulturwissenschaftlicher (Super-)Theorien wie Hermeneutik, empirische Literaturwissenschaft, Konstruktivismus, Kultursoziologie, Dekonstruktion, kritische Theorie, Theorie(n) der Interkulturalität und Intermedialität für die literaturdidaktische Theoriebildung und nach ihrer Anwendung auf didaktische Lesarten, Rekonfigurationen und Situierungen.

Weitere Informationen:
Birgit Wollgarten (Sekretariat), Arbeitsstelle für die Erforschung der Geschichte der Germanistik im Deutschen Literaturarchiv Marbach, Mail: wollg@dla-marbach.de



Interpretation lassen I. Das Schweigen der Vitrinen

Deutsches Literaturarchiv Marbach, 6. Juni 2008, 14 bis 18 Uhr
Literaturmuseum der Moderne, Leibinger Auditorium

Lob des Fetisch, Rückkehr der Aura? Die Dinge entwickeln ein beunruhigendes Eigenleben, in der Museologie wie in der Wissenschaftstheorie. ›Interpretation lassen‹ heißt: einen Schritt zurücktreten, die Deutungsmaschine abschalten.
Oberflächenwirkung und Tiefensemantik: Das ist nicht allein ein Metaphernkonflikt. Lässt sich eine Ästhetik des tolerierten Objekts formulieren? Zeichenfreie Gelassenheit? Darüber diskutieren Julika Griem, Heike Gfrereis, Anke te Heesen, Hubert Locher und Hans-Jörg Rheinberger.

Der Workshop ist Teil eines Ausstellungs- und Veranstaltungskomplexes zum Marbacher Jahresthema »Lassen«. Im Anschluss an den Workshop wird in der Cafeteria des Deutschen Literaturarchivs eine Erfrischung gereicht. Um 20 Uhr beginnt im Literaturmuseum der Moderne die Ausstellungseröffnung von fluxus 5: »S.E.X. Die Geschichte von drei Buchstaben« mit  Albert Ostermaier.

Programm

Weitere Informationen und Anmeldung:
Birgit Wollgarten (Sekretariat), Arbeitsstelle für die Erforschung der Geschichte der Germanistik, Mail: wollg@dla-marbach.de.


Workshop: »Erste Briefe« nach Deutschland: Zwischen Exil und Rückkehr

Deutsches Literaturarchiv Marbach, 23. und 24. Mai 2008

Das Deutsche Literaturarchiv Marbach veranstaltet am 23. und 24. Mai 2008 in Zusammenarbeit mit dem Politik- und Kulturwissenschaftler David Kettler (Bard College und Trent University, Ontario) sowie der »Zeitschrift für Ideengeschichte« einen Workshop zum Thema »'Erste Briefe’ nach Deutschland: Zwischen Exil und Rückkehr«. Anlass für diesen Workshop ist die Publikation des gleichnamigen Beitrages von David Kettler in Heft 2/2008 der Zeitschrift für Ideengeschichte (Mai 2008), in dem er seine Archivrecherchen im Deutschen Literaturarchiv einer ersten programmatischen Auswertung unterzieht.

»Erste Briefe« sind Briefe, mit denen Exilanten nach 1945 an frühere Kontakte mit Personen anknüpfen, die mehr oder weniger freiwillig in Deutschland geblieben sind. Entscheidend ist die Deutung des Exils, die in dieser ersten Wiederaufnahme der Verbindungen angeboten wird: Das kann das Verschweigen der Geschichte des Exils ebenso bedeuten wie erste Erklärungen, auf keinen Fall in das Land der Täter zurückkehren zu wollen. Im Mittelpunkt stehen dabei jeweils die Fragen nach dem »Ende des Exils« und nach Anknüpfungsmöglichkeiten zu früheren Gesprächspartnern und Gruppen.

Zu den Problemen, die sich aus dieser Konstellation ergeben, gehören die Unterschiede zwischen jüdischen und nichtjüdischen Emigranten, apologetische Haltungen der Emigranten gegenüber ihren Korrespondenzpartnern in Deutschland sowie die Suche nach unterschiedlichen Formen von Anerkennung. Im Verlauf des Workshops soll erörtert werden, inwiefern sich in interdisziplinären und komparativen Forschungsansätzen an diese Ergebnisse anknüpfen lässt, um eine differenzierte Perspektive auf die allgemeinere Fragestellung von Exil und Rückkehr zu gewinnen.

Teilnehmen werden unter anderem Amalia Barboza, Christian Fleck, Christoph Henning, David Kettler, Marcus Lang, Reinhard Laube, Gerhard Lauer, Ursula Ludz, Inge Runge, Alfons Soellner, Eva-Marie Ziege.

Programm

Ansprechpartner: Reinhard Laube, Marcel Lepper;
Anmeldung und weitere Informationen unter Telefon 0049-7144-848-433 oder 0049-7144-302.


Frauen um George

Deutsches Literaturarchiv Marbach, 25. bis 26. April 2008
Eine Tagung des Deutschen Literaturarchivs Marbach in Zusammenarbeit mit der Stefan George-Stiftung

In der Forschung zu Stefan George und dem sogenannten George-Kreis herrscht Übereinstimmung, dass Frauen dort keine Rolle spielten. Der Kreis firmiert unter Bezeichnungen wie Männerbund, homosoziale Vereinigung oder esoterisch-elitäre Akademiker-Gruppierung. George und Teile des George-Kreises wurden und werden bezüglich der »Frauenfrage« über Äußerungen wahrgenommen, die sich gegen jede Form der Frauenemanzipation aussprechen und bisweilen misogyne Züge aufweisen. Und doch haben Frauen bis etwa 1900 eine entscheidende Rolle in und für Georges Dichtung, außerdem für sein ganzes Leben und sein Nachleben gespielt.

Im nächsten Umfeld des Meisters gab es vorrangig intellektuelle Frauen (Sabine Lepsius, Gertrud Simmel, Gertrud Kantorowicz, Margarete Susmann, Edith Landmann, Clotilde Schlayer, Gerda Puttkamer, Elli Salomon, Fine Sobotka / von Kahler), wenige weitgehend dienende Frauen (Hanna Wolfskehl, Diana Vallentin, Erika Wolters) und einige ebenso bewunderte wie gefürchtete Verführerinnen (Franziska Reventlow, Agathe Malachow, Elli Salomon/Gundolf). Sie alle spielen zu unterschiedlichen Zeiten unterschiedliche Rollen in den Kreisen und am Rande der Kreise, in Georges Lebens- und Geisteswelt.

Die Tagung, die in Marbach die Wechselausstellung »Das geheime Deutschland. Eine Ausgrabung« im Literaturmuseum der Moderne begleitet (13. März bis 31. August 2008), formuliert die Widersprüche zwischen Kreispropaganda und Kreisleben, zwischen Rezeption und Kreiswirklichkeit, forscht nach ihren Entstehungsbedingungen und stellt anhand von personenzentrierten Vorträgen die Situierung der Frauen in Georges Umfeld dar. Sie wird großzügig von der Thyssen-Stiftung gefördert.

Programm

Weitere Informationen und Anmeldung:
Birgit Wollgarten (Sekretariat), Arbeitsstelle für die Erforschung der Geschichte der Germanistik, Mail: wollg@dla-marbach.de.
 


Jahrestagung der Maximilian-Gesellschaft

Deutsches Literaturarchiv Marbach, 19. April 2008
Die Maximilian-Gesellschaft zu Gast im Deutschen Literaturarchiv

Die 1911 in Hamburg gegründete Maximilian-Gesellschaft gehört zu den bedeutensten bibliophilen Vereinigungen in Deutschland und ist international renommiert. In der Tradition der großen englischen und französischen bibliophilen Gesellschaften des 19. Jahrhunderts stehend, hat sie das bibliophile Buch im 20. Jahrhundert nachhaltig gepflegt; auch im neuen Jahrhundert möchte die Gesellschaft Buchkunst zeitgemäß repräsentieren. In Marbach hält die Maximilian-Gesellschaft 2008 ihre Jahrestagung ab.

Weitere Informationen und Kontakt:
www.maximilian-gesellschaft.de/


Jahrestagung der Friedrich-Schlegel-Gesellschaft: »Friedrich Schlegels Europa«

Deutsches Literaturarchiv Marbach, 28. bis 29. März 2008
Eine Veranstaltung der Friedrich Schlegel-Gesellschaft im Deutschen Literaturarchiv

1803 reist Friedrich Schlegel gemeinsam mit seiner späteren Frau Dorothea nach Paris. Begeistert studiert er dort in den Gemäldegalerien die von Napoleon nach Frankreich verschleppten europäischen Kunstschätze, widmet sich dem Studium orientalischer Sprachen und Texte und wünscht – so schreibt er an Ludwig Tieck –  »die Regierung zu bewegen, dass sie hier eine Deutsche Akademie, ein deutsches National-Institut errichte«. Der zweijährige Aufenthalt in der französischen Hauptstadt stellt einen wichtigen Wendepunkt in der Entwicklung Friedrich Schlegels dar: Vom jungen, revolutionsbegeisterten Republikaner zum Europa-Visionär späterer Jahre, der in erster Linie an einer Restauration der Adelsgesellschaft interessiert ist.

Die Tagung »Friedrich Schlegels Europa« reflektiert die ästhetischen und geopolitischen Europa-Visionen dieses originellen Kopfes der Romantik. Der Schwerpunkt liegt dabei nicht nur auf den Pariser Erfahrungen; untersucht werden sollen vielmehr die ganz unterschiedlichen Europa-Konzepte, die das Gesamtwerk vereint. Das schließt auch Schlegels publizistische Ambitionen ein, die er im Projekt der Zeitschrift Europa verwirklichen wollte.

Programm

Weitere Informationen und Kontakt:
www.schlegel-gesellschaft.de


Zu Gast in Wolfenbüttel: »Was war Helmstedt? Eine Universität um 1700«

Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel, 22. bis 24. Februar 2008
In Zusammenarbeit mit dem Deutschen Literaturarchiv Marbach und der Klassik Stiftung Weimar. Eine Tagung des Arbeitskreises Ideengeschichte in der Bibliotheca Augusta, Bibelsaal und Augusteerhalle

Parallel zur diesjährigen Redaktionssitzung der Zeitschrift für Ideengeschichte, die gemeinsam vom Deutschen Literaturarchiv Marbach, der Klassik Stiftung Weimar und der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel herausgegeben wird, findet in der Augusteerhalle der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel eine Kurztagung zum Thema »Was war Helmstedt?« statt. Die Tagung fragt nach dem spezifischen Profil dieser Universität um das Jahr 1700. Die Erforschung der ideengeschichtlich bedeutsamen protestantischen Hochschule ist auch Gegenstand eines an der Herzog August Bibliothek betriebenen Forschungsprojekts.

Der Titel der Tagung knüpft an eine Frage an, die im Jahr 2007 in Weimar erörtert wurde. Damals stand mit »Was war Bielefeld?« der ideengeschichtliche Ertrag einer wichtigen bundesrepublikanischen Reformuniversität zur Debatte. Prof. Dr. William Clark (Los Angeles), Dr. Jens Bruning (Wolfenbüttel), PD Dr. Cornelia Vismann (Frankfurt a.M., Weimar) und Prof. Dr. Martin Mulsow werden unterschiedliche Aspekte der frühneuzeitlichen Universität Helmstedt beleuchten.

Programm

Weitere Informationen und Kontakt:
Dr. Volker Bauer, Wissenschaftliche Veranstaltungen, Telefon 05331-808-207, Mail: bauer(at)hab.de

Weitere Informationen zur neuesten Ausgabe der Zeitschrift für Ideengeschichte unter www.z-i-g.de


Pressemitteilung zum neuen Heft II/1 2008 »Exil«