Tagungen

Tagungsarchiv 2009

Wissenschaftsplanung und Förderpolitik Tagung: „Krankheit und Sprache“ (Jahrestagung der Viktor-von-Weizsäcker-Gesellschaft) Workshop: Die Sprache der Wissenschaft Tag der Verlage Reinhart Koselleck: Der Nachlass Hans Magnus Enzensberger und die Ideengeschichte der Bundesrepublik Schillerjahr 2009: Schiller und Shakespeare Workshop: Elementarteilchen Jean Améry – Literatur zwischen Erinnerung, Politik und Selbstsuche

Auf dieser Seite finden Sie Informationen über Tagungen, die im Jahr 2009 im Deutschen Literaturarchiv stattgefunden haben.


Wissenschaftsplanung und Förderpolitik

Deutsches Literaturarchiv Marbach, Tagungsräume
Donnerstag und Freitag, 3. und 4. Dezember 2009

Förderprogramme verlangen Voraussagbarkeit von Erfolg. Wie lassen sich Projekte mit hohem Risiko förderpolitisch verhandeln? Welche Förderpolitik für die Geisteswissenschaften wäre, wissenschaftsgeschichtliche Erkenntnisse im Blick, gegenwärtig wünschenswert, welche wäre realisierbar?
Mit Axel Horstmann, Peter Strohschneider, Sandra Richter, Marcel Lepper und anderen.

Informationen und Anmeldung: wollg@dla-marbach.de

 
Programm


Tagung: „Krankheit und Sprache“ (Jahrestagung der Viktor-von-Weizsäcker-Gesellschaft)

Deutsches Literaturarchiv Marbach, Tagungsräume
16.-18. Oktober 2009

Die 15. Jahrestagung der Viktor-von-Weizsäcker-Gesellschaft widmet sich den komplexen Fragestellungen der Beziehung von Medizin und Literatur, von Sprache und Schmerz. Renommierte Wissenschaftler aus Literatur, Philosophie und Medizin erläutern ihre Forschungsergebnisse vor diesem medizin- und literaturgeschichtlichen Hintergrund. Über „Den Tod vor Augen. Extreme des Lyrischen bei Robert Gernhardt, Peter Rühmkorf, Heiner Müller“ spricht der Literaturwissenschaftler Wolfgang Riedel (Würzburg). Aus gänzlich anderer Perspektive beleuchtet der Medizinhistoriker Heinz Schott das Verhältnis von Krankheit und Sprache: „Sprache der Natur und Wortzauber des Arztes“ lautet der Titel seines Vortrags, bei dem es um die Entdeckung der therapeutischen Sprachkraft geht. Unter den weiteren Rednern seien genannt: der Philosoph Günter Figal (Freiburg), der Neurologe Dieter Janz (Berlin) und der Literaturwissenschaftler Uwe Pörksen (Freiburg).

In Zusammenarbeit mit der Viktor-von-Weizsäcker-Gesellschaft. Gefördert von der Arbeitsgemeinschaft Literarischer Gesellschaften und Gedenkstätten (ALG).

Tagungsprogramm

Den Tagungsbericht der Viktor-von-Weizsäcker-Gesellschaft finden Sie hier.



Workshop: Die Sprache der Wissenschaft

Deutsches Literaturarchiv Marbach, Tagungsräume
Donnerstag und Freitag, 18. und 19. Juni 2009

»Mein neues Forschungsgebiet«, hat der boshafte Jonathan Lethem einen seiner Romanhelden sagen lassen, »war irrelevant, aber bedeutungsvoll. Die Ergebnisse erschienen ausschließlich in deutscher Übersetzung, und zwar in Sammelbänden der Reihe ‚veröffentlichen oder sterben‘. Es waren Aufsätze mit unendlich langen Fussnoten, trocken und unlesbar wie eine Handvoll feinen Sandes.« Sand und unendlich lange Fußnoten müssen nicht sein – gerade weil Wissenschaft auf die öffentliche Darstellung ihrer Resultate angewiesen ist. Was macht heute einen guten wissenschaftlichen Text aus? Und wie haben sich die Regeln für das Publizieren in den letzten zehn Jahren verändert? Der zweitägige Workshop in Marbach richtet sich an NachwuchswissenschaftlerInnen aus kulturwissenschaftlichen Fächern von Geschichte und Kunstgeschichte bis Literaturwissenschaft und Philosophie. Mit Martin Bauer, Hamburger Institut für Sozialforschung »Mittelweg 36«, und Valentin Groebner, Universität Luzern.

Anmeldeschluss:  30. April 2009

Weitere Informationen und Anmeldung:
Birgit Wollgarten (Sekretariat), Stabsstelle Forschung/Auslandsgermanistik/AEGG, Mail: wollg@dla-marbach.de.


Tag der Verlage

Deutsches Literaturarchiv Marbach, Tagungsräume
Donnerstag und Freitag, 7. und 8. Mai 2009

Buchwissenschaftler, Verleger und Archivare diskutieren am »Tag der Verlage« über Fragen der Erwerbung und Erschließung von Verlagsarchiven sowie Methoden und Forschungsprobleme der Verlagsgeschichtsschreibung. Mit Irmgard Wirtz Eybl, Volker Kaukoreit, Jutta Weber, Reinhard Wittmann u.a. In Kooperation mit dem Institut für Buchwissenschaft der Johannes Gutenberg-Universität Mainz.

Tagungsgebühr für Gäste: 20,- Euro

Programm

Weitere Informationen und Anmeldung:
Birgit Wollgarten (Sekretariat), Stabsstelle Forschung/Auslandsgermanistik/AEGG, Mail: wollg@dla-marbach.de.
 


Reinhart Koselleck: Der Nachlass

Deutsches Literaturarchiv Marbach, Tagungsräume
Donnerstag bis Samstag, 14. bis 16. Mai 2009


Im Jahr 2008 haben das Deutsche Literaturarchiv Marbach und das Deutsche Dokumentationszentrum für Kunstgeschichte ­– Bildarchiv Foto Marburg den umfangreichen Nachlass des Bielefelder Historikers Reinhart Koselleck (1923-2006) erworben. Beide Häuser erschließen die Bestände, machen sie für die Forschung zugänglich und arbeiten kooperativ in eigenen Forschungsprojekten am Archivmaterial. Im Zentrum einer ersten Tagung steht Kosellecks Forschungsbibliothek.

Programm

Weitere Informationen und Anmeldung:
Birgit Wollgarten (Sekretariat), Stabsstelle Forschung/Auslandsgermanistik/AEGG, Mail: wollg@dla-marbach.de.
 


Hans Magnus Enzensberger und die Ideengeschichte der Bundesrepublik

Deutsches Literaturarchiv Marbach, Tagungsräume
Donnerstag und Freitag, 26. und 27. März 2009

Wie kein Zweiter hat Hans Magnus Enzensberger, der im Jahr 2009 seinen 80. Geburtstag begeht, die literarische und intellektuelle Szene der Bundesrepublik in Bewegung gehalten. Die Marbacher Tagung versucht eine Bestandsaufnahme im Dialog. Mit Lars Gustafsson, Jens Hacke, Roman Luckscheiter, Andreas Urs Sommer, Stephan Schlak, Dirk von Petersdorff u.a. Die Tagung wird von der Stiftung Würth gefördert.

Programm

Tagungsgebühr für Gäste: 20,- Euro

Weitere Informationen und Anmeldung:
Birgit Wollgarten (Sekretariat), Stabsstelle Forschung/Auslandsgermanistik/AEGG, Mail: wollg@dla-marbach.de.

Foto: Chris Korner/DLA Marbach


Schillerjahr 2009: Schiller und Shakespeare

Deutsches Literaturarchiv Marbach, Tagungsräume
Samstag, 28. Februar, 14 bis 22 Uhr, und Sonntag, 1. März, ab 15 Uhr

Rund um die Eröffnung der Wechselausstellung »Autopsie Schiller. Eine literarische Untersuchung« am 1. März 2009 beleuchten eine Kurztagung, Diskussionen und Performances die Rezeption Shakespeares durch Schiller und die Dichter der Aufklärung (Wieland, Lessing). Themen der Vorträge werden unter anderem sein: Schiller als Shakespeare-Bearbeiter; Schillers Dramaturgie: War Shakespeare Vor- oder Gegenbild? Darüber hinaus findet eine Lesung von Shakespeare- und Schiller-Texten auf Englisch und Deutsch mit Mitgliedern des Stuttgarter Staatstheaters (Stephanie Schönfeld, Sebastian Kowski) und des National Theatre in London (Liz Kettle und Scott Handy) statt.

Eine Podiumsdiskussion zum Thema »Schiller – der deutsche Shakespeare?« mit Regisseuren und Theaterspezialisten rundet die Veranstaltung ab. Mit Volker Canaris, Norbert Greiner, Frank Günther, Ivan Nagel, Klaus Reichert u.a. In Kooperation mit der Deutschen Shakespeare-Gesellschaft, Weimar, und dem Staatstheater Stuttgart.

Programm

Weitere Informationen und Anmeldung:
Info und Anmeldung: Sonja Heller, Karin Müller (Sekretariat); archiv(at)dla-marbach.de; Dr. Jan Bürger, Literarisches Programm, buerger@dla-marbach.de.
 


Workshop: Elementarteilchen

Deutsches Literaturarchiv Marbach, Tagungsräume
Samstag, 31. Januar, 14 bis 18 Uhr

Die atomphysikalischen Entdeckungen der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts haben ihre literarischen und ideengeschichtlichen Leuchtspuren nicht nur in der Phase des Kalten Krieges hinterlassen. Der diskursive Fallout reicht weiter, die Halbwertzeit ist im frühen 21. Jahrhundert längst nicht erreicht.

Ein Workshop zum Abschluss der Marbacher Ausstellung »Strahlungen. Atom und Literatur« fragt nach der atomaren Provokation in Literatur und Politik. Physiker, Wissenschaftshistoriker, Politologen, Medien- und Kulturwissenschaftler diskutieren über die Ethik und Poetik des unkalkulierbaren Experiments.

Programm

Weitere Informationen und Anmeldung:
Birgit Wollgarten (Sekretariat), Stabsstelle Forschung/Auslandsgermanistik/AEGG, Mail: wollg@dla-marbach.de.


Jean Améry – Literatur zwischen Erinnerung, Politik und Selbstsuche

Deutsches Literaturarchiv Marbach, Tagungsräume
22. bis 24. Januar 2009

Im Jahr 2009 erscheint der letzte Band der neuen Jean Améry-Werkausgabe im Stuttgarter Verlag Klett-Cotta. Aus diesem Anlass findet in Marbach eine internationale Konferenz statt, die eine Bestandsaufnahme der bisherigen Améry-Forschung leistet und zugleich versucht, die Weichen für neue Forschungen zu stellen. Methodisch soll neues Terrain erschlossen, philologisch der Blick auf Amérys komplexen Nachlass gelenkt werden, der sich im Deutschen Literaturarchiv befindet. Im Zentrum steht Amérys intellektuelle Entwicklung in Zeiten historischer und politischer Umbrüche: Durch eine Auswertung der Texte Amérys sowie seines Engagements als politischer Schriftsteller sollen Amérys politische Aussagen und ihre ästhetische Brechung in der Literatur beleuchtet werden. Der erste Konferenztag beschäftigt sich mit Amérys Ethik, der zweite Tag mit der Rezeptionsgeschichte seines Werks. Die Tagung wird von der Fritz Thyssen Stiftung, die abendliche Lesung vom Österreichischen Kulturforum in Berlin und der University of Canterbury gefördert.

Programm

Weitere Informationen und Anmeldung:
Birgit Wollgarten (Sekretariat), Stabsstelle Forschung/Auslandsgermanistik/AEGG, Mail: wollg@dla-marbach.de.