Tagungen

Tagungsarchiv 2013

Carl Schmitt und die Literatur seiner Zeit Kritik in der Krise? Kulturdiagnosen der Gegenwart Wissen in Materialen Textkulturen. Zum epistemischen Status von Geschriebenem in vergangenen und heutigen Gesellschaften Neue Ostdeutsche Literatur. Weekendseminar für US-amerikanische und kanadische (Post-)Doktoranden und Assistent Professors Collecting Ideas – The Idea of Collecting Johann Friedrich Cotta. Verleger, Unternehmer, Technikpionier Viktor von Weizsäcker: Der Nachlass

Auf dieser Seite finden Sie Tagungen, die im Deutschen Literaturarchiv im Jahr 2013 stattgefunden haben.


Carl Schmitt und die Literatur seiner Zeit

Donnerstag, 4. und Freitag 5. Juli 2013
Archivgebäude, Tagungsräume

Im Mittelpunkt der Tagung stehen weniger die rechtswissenschaftlichen Positionen des umstrittenen Fachgelehrten und Staatsrechtslehrers der Weimarer Republik und der NS-Zeit als vielmehr die Wirkung von Carl Schmitts Denken auf die geistigen Strömungen seiner Zeit, quer durch alle Disziplinen. Es sprechen u. a. Helmut Lethen (Wien) über Schmitts Tagebücher als Quelle der Werkdeutung, Stephan Schlak (Berlin) über das politisch-literarische Umfeld Carl Schmitts um 1918, Jost Philipp Klenner (Marbach/Berlin) über das englische Königtum im 17. Jahrhundert im Spiegel der Ikonographie im Anschluss an Warburg und Schmitt, und Helge Høibraaten (Trondheim/Norwegen) referiert über Sören Kierkegaard und Carl Schmitt. Einen öffentlichen Abendvortrag mit dem Titel »Der Feind« hält der Schriftsteller Martin Mosebach am 4. Juli um 20 Uhr.

In Verbindung mit der Carl-Schmitt-Gesellschaft e.V. Gefördert von der Fritz Thyssen Stiftung

Programm

Anmeldung: forschung(at)dla-marbach.de



Kritik in der Krise? Kulturdiagnosen der Gegenwart

6. Forschungstreffen Suhrkamp/Insel
Donnerstag, 27. und Freitag, 28. Juni 2013
Archivgebäude, Kilian-Steiner-Saal


Kritik an der kapitalistisch-bürgerlichen Öffentlichkeit, an den Macht- und Herrschaftsstrukturen ihrer Institutionen und Medien prägte über Jahrzehnte das kulturkritische Bewusstsein der Bundesrepublik. Doch wie lassen sich die heutigen Debatten beschreiben? Welche rhetorischen und habituellen Muster lassen sich identifizieren? Anliegen der Tagung ist es, gegenwartsbezogen nicht nur nach den Gegenständen, sondern vor allem nach den Praktiken und Formen von Kulturkritik zu fragen und diese mit Blick auf ihre ›Vorläufer‹ zu profilieren.

Mit Eva Illouz, Rahel Jaeggi, Andreas Reckwitz, Juliane Rebentisch, Hartmut Rosa u.a.

In Verbindung mit Prof. Dr. Dorothee Kimmich, Universität Tübingen.

Programm

Anmeldung: forschung(at)dla-marbach.de



Wissen in Materialen Textkulturen. Zum epistemischen Status von Geschriebenem in vergangenen und heutigen Gesellschaften

Interdisziplinäres Symposium in Verbindung mit dem SFB 933 »Materiale Textkulturen« (Universität Heidelberg)
Donnerstag, 13. und Freitag, 14. Juni 2013
Archivgebäude, Tagungsräume

Das interdisziplinären Symposium greift den Vorstoß der Material Culture Studies auf und befragt aktuelle Tendenzen der Wissenschaftstheorie nach ihrer Übertragbarkeit auf die gegenwärtige geisteswissenschaftliche Forschung: Welche Denkanstöße lassen sich gewinnen? Wie lässt sich die epistemische Situation im Archiv bzw. in der Forschungspraxis historischer Kulturwissenschaften begreifen und welchen epistemischen Status nehmen die überlieferten Materialien ein? Dabei gilt es, die spezielle Problematik der epistemischen Operativität schrifttragender Artefakte mitzudenken.

Mit Markus Hilgert, Annette Hornbacher, Jürgen Paul Schwindt, Martin Schubert, Carlos Spoerhase, Christof Windgätter u.a.

Programm

Anmeldung: friederike.elias(at)ori.uni-heidelberg.de



Neue Ostdeutsche Literatur. Weekendseminar für US-amerikanische und kanadische (Post-)Doktoranden und Assistent Professors

Donnerstag, 6. bis Samstag, 8. Juni 2013
Archivgebäude, Tagungsräume

Seminarleitung: PD Dr. Birgit Dahlke, Humboldt-Universität zu Berlin
Mit Lesungen von Durs Grünbein und Angela Krauss und einem Vortrag von Petra Hardt (Suhrkamp Verlag, Berlin).

Bei dem Seminar handelt es sich um eine geschlossene Veranstaltung.

In Verbindung mit Prof. Dr. Paul Michael Lützeler, Washington University, St. Louis, und dem Suhrkamp-Forschungskolleg.



Collecting Ideas – The Idea of Collecting

Donnerstag, 16. bis Samstag, 18. Mai 2013
Archivgebäude, Tagungsräume

Mit einem Festvortrag von Georg Schütte, Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung, am Freitag, 17. Mai, 15 Uhr

Die englischsprachige Konferenz bringt Benutzer geisteswissenschaftlicher Sammlungen aus aller Welt zusammen und will deren Austausch und nachhaltige Vernetzung initiieren. Etablierte Nutzer sowie Nachwuchsforscher sollen zu Wort kommen, um über die theoretischen und praktischen Fragen von Archiven, Bibliotheken, Museen und Quellen in der geistes- und sozialwissenschaftlichen Forschung zu diskutieren. Unter der Leitfrage nach der politischen Dimension von Sammlungen widmet sich die Konferenz vier thematisch ineinandergreifenden Panels, die die praktischen, ideologischen, didaktischen und museumswissenschaftlichen Aspekte des Themas zu ergründen suchen: Uses of the Collections (Frank Dikötter, Hong Kong), Re-Constructing the Archive (Verne Harris, Kapstadt), Teaching the Archive (Ronald Schuchard, Atlanta), Collections and Visibility (Peter Miller, New York).

Im Rahmen des Forschungsverbundes Marbach Weimar Wolfenbüttel. Gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung.

Programm

Anmeldung: forschung(at)dla-marbach.de



Johann Friedrich Cotta. Verleger, Unternehmer, Technikpionier

Donnerstag, 9. bis Samstag, 11. Mai 2013
Archivgebäude, Tagungsräume

Johann Friedrich Cotta (1764–1832) war mehr als der oft zitierte ›Verleger der deutschen Klassik‹; als Persönlichkeit mit äußerst vielfältigen Tätigkeitsfeldern repräsentiert er wie kaum ein anderer die Epochenschwelle um 1800.

Eine gemeinsame Veranstaltung des Internationalen Zentrums für Kultur- und Technikforschung (IZKT) der Universität Stuttgart und des Deutschen Literaturarchivs Marbach unter der Schirmherrschaft von Michael Klett.

Programm

Anmeldung: forschung(at)dla-marbach.de



Viktor von Weizsäcker: Der Nachlass

Mittwoch, 17. April 2013
Archivgebäude, Tagungsräume

Durch die Vermittlung der 1994 gegründeten Viktor von Weizsäcker Gesellschaft wurde der bislang im Familienbesitz befindliche Hauptnachlass des Mediziners und Philosophen Viktor von Weizsäcker (1886-1957) dem Deutschen Literaturarchiv Marbach übereignet (PM 38/2012). Ein Symposium ermöglicht erste Blicke in den Bestand, der für die europäische Wissenschafts- und Ideengeschichte des 20. Jahrhunderts einzigartige Zeugnisse enthält.

Programm

Anmeldung: forschung(at)dla-marbach.de



Verlag macht Weltliteratur. Lateinamerikanisch-deutsche Literaturbeziehungen zwischen internationalem Literaturbetrieb und Übersetzungspolitik

Dienstag, 5. und Mittwoch, 6. März 2013
Archivgebäude, Tagungsräume

5 . Forschungstreffen Suhrkamp/Insel
Tagung und Nachwuchswissenschaftlerworkshop
Mit einem Abendvortrag von Jorge Volpi am 6. März

Wie kommt es, dass bestimmte Werke erfolgreich sind und Teil eines weltliterarischen Kanons werden? Welche Rolle spielen Verlagspolitiken, Übersetzungsprozesse und der internationale Literaturmarkt bei der Durchsetzung von Autoren und ihren Werken? Mit dem Fokus auf lateinamerikanisch-deutsche Literaturbeziehungen beleuchten Wissenschaftler und Akteure aus dem Literaturbetrieb aus Lateinamerika und Deutschland die Kulturproduktion aus einer transnationalen Perspektive.
Mit Ottmar Ette, Vittoria Borsò, Luz Elena Gutiérrez de Velasco, Marcio Seligmann, Susanne Klengel, Dieter Ingenschay, Marco Thomas Bosshard u.a.
Der Vortrag von Jorge Volpi am 6. März um 20 Uhr findet in spanischer Sprache statt.

In Kooperation mit der Universität Potsdam und dem DAAD. Finanziert aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) und des Auswärtigen Amts (AA).

Programm

Anmeldung: forschung(at)dla-marbach.de


Hoher Meißner 1913: Die Jugendbewegung und ihre Wirkung in Politik, Gesellschaft und Kunst

Donnerstag, 7. und Freitag, 8. März 2013
Archivgebäude, Tagungsräume

100 Jahre nach dem Jugendtag auf dem Hohen Meißner diskutieren Historiker, Literaturwissenschaftler und Erziehungswissenschaftler über Ideen, Stil und Netzwerk der Jugendbewegung. Welche politischen und kulturellen Folgen, welche Spuren im Archiv hat die Jugendbewegung hinterlassen?
Mit Micha Brumlik, Arno Klönne, Lutz Niethammer, Jürgen Reulecke, Justus Ulbricht, Meike Werner und Barbara Stambolis.

Programm

Anmeldung: forschung(at)dla-marbach.de