Archiv
Bestände
Bestand Anchor für Verlagsbuch Das Cotta'sche Verlagsbuch 1787-1806
Cotta-Archiv
Das Cotta-Archiv bewahrt die Registraturen der J. G. Cotta'schen Buchhandlung - u. a. des Hausverlags von Schiller, Goethe, Alexander von Humboldt, Jean Paul - und ihrer Münchner Filiale Literarisch-artistische Anstalt samt den Registraturen der von Cotta gekauften Berliner Verlage Liebeskind und Hertz. Das Cotta-Archiv ist das bedeutendste und besterschlossene Verlagsarchiv des 19. Jahrhunderts in Deutschland. Ingesamt stellt es einen einzigartigen Bestand zur klassischen deutschen »Nationalliteratur« wie zu den verschiedensten Disziplinen der allgemein- und kulturgeschichtlichen Forschung (Publizistik, Technik-, Kunst- und Wissenschaftsgeschichte) dar.
Die »Cotta'sche Handschriftensammlung« wurde 1952 dem Schiller- Nationalmuseum von der Stuttgarter Zeitung als Depositum übergeben und 1961, nachdem sie 1954 wieder aus Mitteln der Stuttgarter Zeitung um die Archivbibliothek ergänzt worden war, als Stiftung überlassen. Mit den außerordentlich reichen Beständen z. B. zu Goethe, Kleist, Jean Paul, Heine, Fontane, Sudermann oder Paul Heyse öffnete das Cotta-Archiv das vormals »schwäbische« Sammelprofil des Schiller-Nationalmuseums auf die deutsche Nationalliteratur des 19. Jahrhunderts hin und gab damit den Anstoss zur Gründung des Deutschen Literaturarchivs im Jahr 1955.
Als sozialgeschichtlicher Fundus repräsentiert der Bestand das Sammelprinzip des Deutschen Literaturarchivs, alle Dimensionen des »literarischen Lebens« in aussagekräftigen Ensembles und Einzelstücken zu dokumentieren. Als »Nachlass« eines Universalverlags bietet das Cotta-Archiv überdies einen Aufriss des gesamten »literarischen Systems« des 19. Jahrhunderts im Zusammenhang mit der kulturellen, zivilisatorischen und politischen Gesamtentwicklung, wobei es das ungemein dichte Geflecht persönlicher, geschäftlicher, auch verwandtschaftlicher Beziehungen, das im 19. Jahrhundert die Sphären der Politik, der Wissenschaften und der Literatur untereinander verbunden hat, abbildet.
Bestand
Die Archiv-Bibliothek ist vollständig katalogisiert und wird mit der entsprechenden Signatur als Bestandteil der Marbacher Bibliothekskataloge geführt. - Im Zuge der im Frühjahr 2008 begonnenen Retrokonversion des Marbacher Zettelkatalogs wird der Gesamtbestand im OPAC Kallías zur Verfügung stehen.
Die »Cotta'sche Handschriftensammlung« ist in ihrem Kern, den Verträgen, den Briefen an Cotta, den »Interna«, den Briefe von Cotta bis 1875 (Briefkopierbücher 1835-1875) und den Kryptonachlässen Sudermann, Hehn etc., vollständig katalogisiert. Noch nicht katalogisiert sind die späten Briefkopierbücher bis 1940, die z.T. durch Abklatsch oder Pausen auf Seidenpapier geführt wurden und fast unlesbar sind. Die Aufnahmen sind bis 1999 in den Zettelkatalog der Handschriftenabteilung aufgenommen.
Die Katalogisierung der Briefkopierbücher wie der Neuerwerbungen erfolgt seit dem Jahr 2000 in KALLIAS.
Das Cotta'sche Verlagsbuch 1787-1806
Das Cotta'sche "Haupt-" oder "Verlagsbuch 1787-1806" ist angesichts des weitgehenden Fehlens von einschlägigen Dokumenten aus der Zeit zwischen 1787 und 1810 die zentrale verlagsgeschichtliche Quelle für den Aufstieg der J. G. Cotta'schen Buchhandlung zum ersten Verlag Deutschlands. Es liegt nun dank der großzügigen Förderung durch Agathe Kunze-Schairer und Hedwig Kaiser als Faksimile-Edition im Klett-Verlag vor.
Die Transkription und Erläuterung des Textes finden Sie hier.
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