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Aufbau eines Quellencorpus für die seit den 1990er Jahren entstehende Literaturgattung „Netzliteratur“

Am 1. Januar 2013 startete das auf drei Jahre konzipierte Projekt. Ziel ist der Ausbau der bestehenden Sammlung Literatur im Netz durch Aufbau eines in technischer und ästhetischer Hinsicht typologisch beispielhaften Grundstocks an Quellen.

Die Literaturform „Netzliteratur“ verwendet das Internet nicht nur als Publikationsform, sondern nutzt die (Hyperlink-)Struktur des WWW auch als Gestaltungsmöglichkeit und Gegenstand ästhetischer Reflexion, die Arbeiten sind in jeder Hinsicht eigenständige Kunstwerke. Nicht jede Quelle kann mit den heutigen technischen Mitteln authentisch archiviert werden. Die systematische Analyse und Dokumentation der Entstehungs-, Abspiel- (Aufführungs-) und Spiegelungsumgebung nach festgelegten Standards wird daher ein umfangreicher Projektbestandteil sein und als Basis für zukünftige Forschungsprojekte im Bereich der Entwicklung von Emulations-Strategien im Bereich der Langzeitarchivierung dienen.

Die Quellen werden auf der Marbacher Archivierungsplattform „Literatur im Netz“ und im Kontext der literarischen Quellendokumentation Kallías für die Forschung bereitgestellt.

Das Projekt wird in enger Zusammenarbeit mit Netzliteratur-Autoren und -Forschern sowie dem Bibliotheksservice-Zentrum Baden-Württemberg (BSZ) durchgeführt.

Projektbetreuerin: Jutta Bendt · jutta.bendt(at)dla-marbach.de
Bearbeiter: Steffen Fritz ·steffen.fritz(at)dla-marbach.de

Das Projekt wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert.