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Erschließung der Bibliothek Reinhart Koselleck: Provenienz- und Sammlungserschließung
In dem auf 25 Monate angelegten Projekt (Juli 2011 bis Juli 2013) wird die Bibliothek von Reinhart Koselleck im Online-Katalog des Deutschen Literaturarchivs Marbach verzeichnet (Hinweise zur Recherche). Im Jahr 2008 haben das Deutsche Literaturarchiv Marbach und das Deutsche Dokumentationszentrum für Kunstgeschichte - Bildarchiv Foto Marburg den umfangreichen Nachlass des Bielefelder Historikers Reinhart Koselleck (1923-2006) erworben, darunter den Kern seiner Arbeitsbibliothek, ca. 10.000 Exemplare. Diese repräsentieren den Typus einer thematisch universal orientierten Gelehrtenbibliothek des 20. Jahrhunderts. Die Bände weisen zahlreiche Lektürespuren und exemplarspezifische Evidenzen auf, die Einblick in seine Wissens- und Interessengebiete sowie die Methodik seiner wissenschaftlichen Arbeit gewähren: Markierungen, Notizen, eingelegte Manuskripte, Briefe, Zeitungsausschnitte.
Der Hauptteil von 8.500 Exemplaren wird im DLA aufbewahrt; Kosellecks Bücher zur politischen Ikonographie, Hippologie und Kunst in Marburg, ca. 1.500 Bände. Dieser Korpus wird vollständig im Bibliothekskatalog Kallías des DLA verzeichnet, die Marburger Bände in Form virtueller Datensätze mit Verweis auf den Aufbewahrungsort Marburg. Dies versetzt Benutzer in die Lage, die Bibliothek Koselleck unter einer einheitlichen Oberfläche zu durchsuchen. Ziel des Projektes ist die Formal- und Provenienzerschließung der Marbacher und Marburger Bibliothek Koselleck, d.h. die Katalogisierung der 10.000 Bände und die Dokumentation der in ihnen enthaltenen Benutzerspuren. Die Dokumentation der Provenienzbefunde ist der Schlüssel zum Verständnis von Kosellecks Exzerptsystem, Textverwaltung und wissenschaftlicher Arbeitsweise. Die Bibliothek Koselleck ist die umfangreichste und vielseitigste Gelehrtenbibliothek des DLA.
Projektbetreuer: Dr. Arno Barnert · arno.barnert(at)dla-marbach.de
Bearbeiterin: Janet Dilger · janet.dilger(at)dla-marbach.de
Das Projekt wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft im Rahmen des Förderprogramms Wissenschaftliche Literaturversorgungs- und Informationssysteme unterstützt.
