Cotta-Archiv (Stiftung der Stuttgarter Zeitung)

Vorhaben

Abgeschlossene Langfristige Kurzfristige

Kurzfristige

Derzeit vorbereitet wird eine Facsimile-Ausgabe des Cotta'schen »Haupt- oder Verlagsbuchs 1787-1806«, der angesichts des weitgehenden Fehlens von Dokumenten aus der Zeit zwischen 1787-1810 zentralen verlagsgeschichtlichen Quelle für den Aufstieg des Verlags zum ersten Verlag Deutschlands, samt Transkription und Erläuterungen. Die Ausgabe wird finanziell von Agathe Kunze-Schairer und Hedwig Kaiser unterstützt.

Im Rahmen der Microfiche-Edition der »Augsburger 'Allgemeinen Zeitung'« wurde damit begonnen, die Briefe der Chefredakteure der Allgemeinen Zeitung (Karl Joseph Stegmann, Gustav Kolb, Herrmann Orges) an die J. G. Cotta'sche Buchhandlung (in der Regel an die Verleger) vollständig zu transkribieren. Diese Korrespondenzen enthalten eine Fülle wertvoller Informationen, die zum Teil direkt bei den Registerarbeiten verwandt werden konnten. Angesichts ihrer außerordentlichen Bedeutung für das Verständnis der Zeitung ist an eine Veröffentlichung im Rahmen der Microfiche-Edition gedacht.
Im Blick auf eine Zusammenführung der Indices der »Augsburger Allgemeinen Zeitung« und des Morgenblatts für gebildete Stände / gebildete Leser wurde damit begonnen, das Beiträgerregister des letzten zu revidieren und die angeführten Fundstellen durchgehend um die bibliographischen Angaben der Artikel zu ergänzen (abgeschlossen ist diese Erschließung für die Jahre 1836-1865). Eine Veröffentlichung der Indices, die gegenüber den Begleitbänden einen wesentlich verbesserten Erkenntnisstand repräsentierten und im Falle der AZ auch die nicht verfichten Jahrgänge 1872-1898 böten, ist mit dem K.G.Saur Verlag vorbesprochen.

Vorgesehen ist für 2007-2009 die Fertigstellung einer Biographie von Johann Friedrich Cotta (Bernhard Fischer).

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Langfristige

Angesichts des Schadensbildes der Jahrgänge 1871-1899 der »Augsburger Allgemeinen Zeitung« müssen die Annotationen des Autorenexemplars gesichert und in einem Beiträgerregister niederlegt werden.Abzuschließen ist die Katalogisierung der Briefkopierbücher in KALLÍAS. Ist die Reihe der noch ausstehenden Briefkopierbücher abgearbeitet, so werden retrospektiv die früheren, deren Aufnahmen nicht an die Zentralkartei der Autographen /Zentraldatei der Autographen (ZKA/ZDA) in Berlin geliefert worden sind, in KALLÍAS überführt.

Im Blick auf die Rücklieferung der Bestands- und Namenssätze von der ZDA und die dabei zu erwartenden Änderungen, angesichts auch der in den letzten Jahren bei den verschiedenen Namensregistern angefallenen neu identifizierten Autoren und Korrespondenzpartner wie angesichts des durch die Arbeiten der ZDA selbst gewonnenen Erkenntnisstandes wie der für die Erschließung und Benutzung im Cotta-Archiv notwendigen Restitution der bisherigen Einzelkatalogisierung muss der Briefbestand des Cotta-Archivs systematisch und in Autopsie revidiert werden. 

Langfristig ist daran zu denken, die nun für Johann Friedrich Cotta vorliegende Verlagsbibliographie und  das entsprechende  Briefrepertorium auch für Georg von Cotta zu erarbeiten.

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Abgeschlossene

Der Bibliotheksbestand und der Handschriftenbestand des Cotta-Archivs werden seit jeher durch Verzeichnisse, Bibliographien, Editionen und Ausstellungen erschlossen, die dem Cotta-Archiv den Charakter einer eigenständigen Arbeitsstelle verleihen. Entsprechend gehört es auch zu den Aufgaben des Leiters des Cotta-Archivs, neben der Führung und Koordination der laufenden Arbeiten und Projekte Vorträge zu buch- und verlagsgeschichtlichen Themen zu halten sowie zu verlagsgeschichtlichen Fragestellungen des 18-19. Jahrhunderts aus der Cottaschen Perspektive zu publizieren.

So legte Liselotte Lohrer seit der Übergabe des Archivs im Jahr 1952 ihre Verlagsgeschichte (1959), ihr Bestandsverzeichnis (1963) und ihren gemeinsam mit Horst Fuhrmans erarbeiteten Schelling-Cotta-
Briefwechsel
(1965) vor;

Dorothea Kuhn veröffentlichte u.a. in den Jahren 1979-1983 den mustergültigen Goethe-Cotta-Briefwechsel.

Diese Tradition, die zurückgeht auf Wilhelm Vollmers legendäre Ausgabe des Schiller-Cotta Briefwechsels  und die dreibändige Ausgabe der Briefe an Cotta in den 1920er Jahren, wird auch unter Bernhard Fischer seit 1992 fortgeführt:

  • In den Jahren 1995-1997 erarbeitete Helmuth Mojem im Rahmen eines DFG-Projekts ein Verzeichnis aller von Johann Friedrich Cotta (1764-1832) überlieferten Briefe, welches Repertorium eine zentrale Bestandslücke des Cotta-Archivs: das Fehlen der von Cotta ausgehenden Briefe der Jahre 1787-1832, teilweise schließt.
  • Seit 1997 werden im Cotta-Archiv die Microfiche-Editionen der Autorenexemplare des Morgenblatts, des Auslands und der »Augsburger Allgemeinen Zeitung« (1798-1871) erarbeitet, die seit 1999 im K. G. Saur Verlag erscheinen. Hauptarbeitsgegenstand sind hier jeweils die Begleitbände mit den genauen Kollationsprotokollen und - im Falle des Morgenblatts und der Allgemeinen Zeitung - den revidierten und biographisch bearbeiteten Beiträgerregistern, die einen bedeutenden Beitrag zur bibliographischen und personengeschichlichen Forschung zum 19. Jahrhundert bilden.
  • Im Jahr 2004 erschien die dreibändige chronologische Verlagsbibliographie (1787-1832), die dem Cotta-Archiv auch als Bestands- und Desideratenverzeichnis sowie als Quellendokumentation dient.
  • Abgesehen davon, dass eine Fülle von Materialien bei auswärtigen und Hausausstellungen verwandt wurden, wurden aus den Archivalien des Cotta-Archivs in den Jahren 1994 und 1997 die Kabinettausstellungen zu Therese Huber (bearb. von Andrea Hahn und Bernhard Fischer) und zum Badischen Hof - J. F. Cottas Hotel in Baden-Baden - erarbeitet.
  • Im Herbst 2006 erschien in der Reihe Veröffentlichungen der Deutschen Schillergesellschaft bei Klett-Cotta die zweibändige Ausgabe des von Konrad Feilchenfeldt. Bernhard Fischer und Dietmar Pravida herausgegebenen Briefwechsels zwischen Karl August Varnhagen von Ense und den Verlegern Johann Friedrich und Georg Cotta. Die Fertigstellung der Ausgabe wurde von der Klett-Stiftung unterstützt.

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