Seitenwechsel
Die Dauerausstellung im Literaturmuseum der Moderne, die am 6.6.2006 eröffnet wurde, atmet mit dem Archiv und verändert sich im Rhythmus von dessen Erwerbungen und Entdeckungen. Sie lebt vom wechselseitigen Funkenschlag zwischen seinen Exponaten und dem Vergnügen, Schreiben als schöne Kunst und deren Archivierung als intellektuelles Abenteuer zu betrachten. Alle sechs Monate, am 6.6. und 6.12. eines Jahres, werden daher in nexus, dem Archivraum des Museums, die Koordinaten des literarischen Gedächtnisses verändert: Seiten werden umgeblättert, Exponate wieder ins Archiv zurück sortiert und Neuzugänge und Neuentdeckungen - von Walter Benjamins "Berliner Kindheit um 1900" zu Bernhard Schlinks "Vorleser" und Peter Handkes Maultrommel - erstmals der Öffentlichkeit gezeigt.
Jeder Seitenwechsel wird von einer öffentlichen Führung begleitet, oft in Zusammenarbeit mit der Literaturschule LINA.


