»Wie schön ist schon der erste Raum, in dem nur gemalte, gegossene und gehauene Bildnisse des Dichters zu sehen sind - eben weil hier nicht einzelne Exponate in übergroßer Andacht präsentiert werden. ... Man sieht, wie andere Menschen zu anderen Zeiten mit diesem Dichter umgingen, wie sich jeder ihn aneignen musste, und welche Vielfalt dabei entstand. ... Und so mag der Dichterhügel in Marbach durch die Sanierung des Schillermuseums in seiner öffentlichen Geltung noch ein wenig weiter in den Himmel gewachsen sein. Im praktischen Umgang aber ist Friedrich Schiller den Besuchern seines Museums sehr nahegerückt.« Süddeutsche Zeitung (Thomas Steinfeld)

»Auch stellt sich die bange Frage, inwieweit Literatur heutzutage überhaupt anregend ausgestellt werden und der Spagat zwischen Büchern, Manuskripten in Vitrinen und aufgepepptem Multimedia-Chichi überwunden werden kann. Im Marbacher Schiller-Nationalsmuseum ist die Quadratur des Kreises in anregender, ja genialer Weise gelöst. ... Hier bleibt das Banale eben nicht nur banal, das scheinbar Berühmte eben nicht nur weihrauchgeschwängert, sondern alles lädt zu einer ganz neuen Erfahrung von Poesie ein - vorausgesetzt man lässt sich auf das anspruchsvolle Konzept ein.« Volker Gebhardt (in: Lies und höre. Orte der Dichtung und Musik, München 2010.)

»Mit der Wiedereröffnung des exponiert auf einem Felsen über dem Neckar liegenden Museums kann die deutsche Literaturgeschichte in nie gekannter Breite und Vielfalt entdeckt werden. … Was in Marbach ausgestellt wird, ist … eine Landkarte der Literatur mit einem ganz neuen Koordinatensystem. Man sucht zunächst nach Orientierung, um dann besonders schöne Orte zum Verweilen zu entdecken. Man darf vermuten, dass sich Schiller ... über dieses Geschenk gefreut hätte.« Kölnische Rundschau (Ulrich Traub)

»Das Museum hat mich sehr beeindruckt … aus einem Guss mit dem der Moderne. Konsequent verfolgt [es] die Linie, Literatur auszustellen. Das Assoziative ist anspruchsvoll, man muss sich darauf einlassen, dann macht es großen Spaß.« Andrea Fix (Stuttgart)

»Ausstellung und die Führung haben mir ein ganz großes Vergnügen bereitet. … Das habe ich selten erlebt. Spielerische Leichtigkeit bei großem, nie didaktisch vorgetragenem Wissen!« Verena Auffermann (Berlin)

»Mit akzentuiertem Licht und Projektionen auf die leuchtend grünen Wände entsteht jedoch eine aufgeladene Stimmung, die die Sinne anspricht. Auch die Informationstafeln zu den Exponaten sind keine Listen mit harten Fakten, sondern eher poetische Texte und Gedankenanstöße. Diese Art der Vermittlung entspricht wunderbar dem Gegenstand: der Dichtung - einer Kunst, die über Sinne, Gefühle und Gedankenreisen funktioniert. Für Literaturliebhaber und Schiller-Fans ist dieses Museum mit Sicherheit ein besonderer Höhepunkt. Aber auch weniger kundige Schiller-Interessierte können hier Spannendes entdecken.« SWR.de (Isabell Gössele)

»Das Haus [ist] so modern wie nie zuvor und so schön wie seit Jahrzehnten nicht mehr. …  Gelehrt und dialektisch lehrt Marbach seine Besucher die Literatur zu lieben.« Frankfurter Allgemeine Zeitung (Hubert Spiegel)

»Wenn es so etwas wie eine kulturelle deutsche Identität geben sollte, wäre sie auf der Schillerhöhe vielleicht am ehesten zu fassen. Was für ein Ort! Im Schillersaal kann man dessen Energie jetzt ungestört auf sich wirken lassen.« Badische Zeitung (Bettina Schulte)

»Mit der Konzeption zu Schiller selbst ... sowie mit der thematischen Verteilung der Einzelaspekte ... ist ihnen eine überzeugende Präsentation gelungen. Insbesonderer bewundere ich, in welcher Weise der Betrachter tatsächlich und unmittelbar an die eigentlichen Literaturstücke herangeführt wird. ... Für die Literaturinteressierten muss es adäquates Futter geben und deshalb kann man allen nur die Fahrt nach Marbach empfehlen.« Hartwig Lüdtke (Direktor des Landesmuseums für Technik und Arbeit in Mannheim)

»Historisch führt uns die Ausstellung von der Französischen Revolution bis an die Schwelle zum 20.Jahrhundert, vom Schattenriss eines Wetterhahns auf Mörikes Pfarrkirche und Justinus Kerners Klecksografien hin zu den liebeskranken Briefschreibern und Poeten, den Selbstanalytikern als Vorboten der Psychoanalyse und den an der Welt Verzweifelnden, den Hölderlins und Nietzsches. … So ist dieses auch ideologisch renovierte Nationalmuseum, das den Freiheitsdichter Schiller ehrt, aufs Schönste verbunden, verlinkt mit der Moderne, der Gegenwart und der Gegenwartsliteratur.« Deutschlandradio Kultur (Christian Gampert)

»Der Heros Schiller wird verstehbar, wie auch nachvollziehbar wird, wie überhaupt aus Dichtern … Helden werden.« Die Rheinpfalz (Frank Pommer)

»Hier, in der Dunkelkammer des literarischen Gedächtnisses, halten sich die abstrakte Begrifflichkeit und die gegenständliche Anschauung in einer klugen Schwebe, die das eine nicht gegen das andere ausspielt, die vielmehr auf die stille Evidenz des Materials und weniger auf die triumphierende Geste des Archivars oder die belehrende Attitüde setzt.« Neue Zürcher Zeitung (Roman Bucheli)

»Wir waren uns einig, dass ein Tag auf keinen Fall ausreicht, um in die Marbacher Literaturwelt einzutauchen und auch Klassikmuffel mussten zugeben, dass Schiller ein spannendes Thema ist!« Museumspädagogik aktuell