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Literaturvermittlung

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Marbach. Ein Sommerblog

Ein sonniger Tag, und ein Raum im Keller, in den die Sonne manchmal durch die Fenster winkt. Die Schreiberlinge sitzen in diesem Raum, wo denn sonst, man spricht ja auch von dem ›stillen Kämmerchen‹, in dem ein Schriftsteller schreibt. Die Schreiberlinge wollen und sollen und können und dürfen und müssen und werden einen Blog schreiben, einen Sommerblog, denn draußen ist Sommer, und sie überlegen und diskutieren, worüber sie schreiben wollen. Und worüber sprechen und denken Schreiberlinge naturgemäß? Über Bücher, selbstverständlich, ein lebendes Klischee. Hier ist er, unser Sommerblog über Bücher (und andere Kunst – lasst Euch überraschen), ein etwas anderer Bücherblog: Wir reden mit Romanfiguren und Autoren (in unseren Köpfen und im Blog), wir erfinden Bücher und ihre Charaktere und Romanenden und Romananfänge neu, wir hinterfragen, warum wir etwas lesen, wir stellen Bücher und deren Helden vor, Bücher, die wir mögen, Bücher, die wir nicht mögen, wir stellen auch unsere eigenen Bücher vor. Viel Spaß beim Bloglesen in diesem Sommer!

Lena Gorelik

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MONTAG

Eine Buchempfehlung
Pala und die seltsame Verflüchtigung der Worte
Ein fantastischer Roman von Ralf Isau


Dieser Roman ist von dem deutschen Autor Ralf Isau. Es ist mein Lieblingsbuch, und ich finde, dass auch ein Sinn dahinter ist. Im Buch passiert Folgendes: Pala lebt in der kleinen Stadt Silencia. Dort wird viel geredet, und die Leute leben glücklich zusammen. Doch als Pala zu ihrem Freund Gaspare, dem Geschichtenerzähler, geht, kann Gaspare auf einmal nichts mehr sprechen! Er bringt kein Wort heraus und ist rot im Gesicht. Gaspare wird in die Quarantäne gesteckt. Pala ist verzweifelt. Alles scheint mit dem zurückgekehrten Zitto zu tun haben, der sich der Wohltäter Silencias nennt. Bald tauchen weitere Arten von ›Sprachschwund‹ auf. Leute können Silben oder Wörter nicht mehr aussprechen. Andere verlieren, wie Gaspare, ihren ganzen Wortschatz. Auf dem Friedhof macht Pala eine gruselige Entdeckung. Ein Insekt, so groß wie ein Schaf, mit herunterhängenden Beinen umschwirrt einen Landstreicher. Das Insekt setzt seine Beine auf die Stirn des Mannes. Pala jagt es fort und weckt den Mann. Dieser fängt an zu sprechen und kann einige Silben nicht mehr aussprechen. Doch der Landstreicher scheint es gar nicht zu bemerken, dass ihm ein paar Silben ›verloren‹ gegangen sind. Diese Wortklauber sendet Zitto aus, um den Bewohnern die Kommunikation zu stehlen. Er will Herrscher über die Stadt werden. Zitto setzt auf das Motto: Zeit ist Geld. Pala ist die Einzige, die Zitto aufhalten kann. Denn sie ist eine Wortschöpferin. Doch um in seinen Palast zu gelangen, muss sie Rätsel aus ihrer Vergangenheit lösen. Eine abenteuerliche Reise beginnt …
Für mich hat das Buch einen tieferen Sinn: Ich denke, dass der Autor mit diesem Roman auf die allgemeine Verflachung der Sprache aufmerksam machen wollte. Gerade bei Jugendlichen sind diese bedenklichen ›Symptome‹ zu hören. Viele verständigen sich nur durch Zwei-Wortsätze (z. B. »Was geht?«). Dieses Buch ist ein Appell an die Menschheit, damit es ihnen nicht auch so ergeht wie den Bürgern von Silencia.
Ein sehr gelungenes Buch, das in jedes Buchregal gehört!

Joris Budan

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Das beste und das schlechteste Drei Fragezeichen-Buch

Das beste Drei Fragezeichen-Buch: Die Drei Fragezeichen und die Rache der Samurai

Es geht unheimlich auf dem Internat Shadow. Viele Schüler verschwinden. Manche Samurai-Kämpfer, die mit richtigen Schwertern kämpfen, benehmen sich unheimlich.
Die Drei Fragezeichen werden vom Polizeichef angerufen und versuchen den Fall zu lösen. Peter nimmt seinen ganzen Mut zusammen und macht bei dem Fall mit. Sie gehen als Erstes zur Schule und befragen Leute. Sie sprechen mit Samurai-Kämpfern, die sich normal benehmen. Sie lösen den Fall, weil sie einen Jungen dabei erwischen, wie er ein Gift anderen Kindern, die gerade schlafen, spritzt, damit sie sich unkontrolliert benehmen.
Was mir gut gefallen hat: Ich fand das Buch gut, weil es spannend war und viel Unheimliches passiert ist – manchmal ging es um Leben und Tod!!! Zum Beispiel, wenn die unkontrollierten Samurai-Kämpfer mit einer echten Samurai-Klinge auf unschuldige Kinder und auch auf Justus, Peter und Bob losgingen. Man wird als Leser in die Geschichte hineingezogen, als würde man sie träumen – ich war richtig im Lesefieber.
Was mir nicht so gut gefallen hat: dass das Buch so wenig Seiten hat: 127 Seiten.
Ich würde das Buch empfehlen für: Kinder, die Abenteuer und Spannung lieben.

Das schlechteste Drei-Fragezeichen-Buch

Es gibt kein schlechtes Drei-Fragezeichen-Buch: weil sie alle gut geschrieben sind. Sie sind spannend. Sie sind abenteuerlich!!!

Frederic Gushurst

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Warum Menschen Gruselgeschichten lesen
Die Faszination des Schreckens


Vor kurzem habe ich den sehr spannenden Roman Whisper aufmerksam gelesen, der von dem unruhigen Geist einer jungen Frau erzählt, der unter den Lebenden wandelt und ihnen nachts Angst einflößt. Im Zuge dessen stellte ich mir die Frage, woran es liegen könnte, dass derartige Literatur einen solchen Reiz auf uns ausübt. Als ich das Taschenbuch beiseite legte und feststellte, dass es mir großartig gefallen hatte, konnte ich nicht davon ablassen, meinen Überlegungen nachzugehen. Später möchte ich mich mit wissenschaftlichen Arbeiten und journalistischen Studien auseinandersetzen, die das komplexe Thema umreißen und versuchen, dem interessanten Mysterium auf den Grund zu gehen, allerdings werde ich mir in Form dieses Eintrags eigene Gedanken machen, die ich später überprüfe. Meiner Meinung nach begeistern phantastische Erzählungen das geneigte Publikum derartig, weil es sie von ihrer alltäglichen Realität ablenkt und dem kreativen Geist Entfaltungsspielraum bietet, die Handlung weiterzuführen und etwaige Zusammenhänge zu entdecken. Wenn ich schmökere, drifte ich ab in eine fremde Existenz, nehme Teil an Prozessen und Gefühlen und verschmelze mit der unglaublichen Welt des knisternden Papiers und der flüsternden Buchstaben aus schwarzer Tinte. Gerade die Kriminalliteratur, die oft eng mit erfundenen Schauermärchen verwoben dargestellt wird, regt zum Miträtseln und der Förderung von Scharfsinn und Urteilsfähigkeit an. Jedoch beschränkt sich der Erfolg dieses Genres des Prosatextes nicht ausschließlich auf dieses Phänomen. Jeder von uns ist von Geburt an mit natürlicher Neu- und Wissbegierde ausgestattet, die unseren früheren Artgenossen das Überleben in der Wildnis erleichterte. Eröffnet sich mir eine neuartige Tatsache oder erfahre ich einen beeindruckenden Fakt, entsteht in mir das Bedürfnis dem Sachverhalt nachzugehen, wie ein Schatzjäger, der im Sand vergrabenes Gold birgt und auf weitere Funde spekuliert. Diese begründet unsere Haltung zum Horror, dessen Anziehungskraft uns animiert, weiter zu lesen, selbst wenn unser Körper uns vorgaukelt, wir schwebten in Gefahr. Vor allem, da in der Realität fast immer Vernunft über Abenteuerlust siegt, helfen uns Bücher derartige Situationen zu simulieren und die Adrenalinausschüttung herauszufordern. Aufregung gibt uns ein positives Gefühl der Nervosität, eine Art wohliger Schauer jagt die Wirbelsäule herunter und ein Kribbeln fährt uns in die Glieder, wer einmal Achterbahn gefahren ist, weiß, wovon ich rede. Seit jeher und in allen Ländern dieser Welt sind zauberhafte Wesen und übersinnliche Kreaturen ein Bestandteil der Kultur, selbst unsere Religionen kann man in diese Schublade stecken. Auf mich wirken erfundene Hintergründe und Erfahrungen, die man mit logischem Denken nicht fassen kann, wahnsinnig inspirierend und lassen mich oft nicht einschlafen, weil sich mir so viel Stoff zum Sinnieren bietet. Als Alternative zum tristen Schul- oder Berufszyklus, als Befriedigung unseres Verlangens nach neuen Eindrücken und dem menschlichen Forschungsdrang oder des vitalisierenden Kicks wegen, gruselige und fantasievolle Bücher sind eine Bereicherung der internationalen Literatur, und jeder sollte ein paar von ihnen verschlungen haben. An dieser Stelle empfehle ich das oben genannte Whisper, das Liebesroman und Geistergeschichte gekonnt vereint, oder die Exemplare aus der Krimireihe des Arena Verlags. Selbst habe ich mir vorgenommen bald einen Stephen-King-Roman zu lesen, da ich aus Erzählungen entnehme, sie hätten diese düstere Sparte der Schreibkunst revolutioniert.

Laura Alviz

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Und passend passsend dazu eine Horrorgeschichte
Das Haus hinter dem Wald

Es war einmal ein alter Mann, der ein Haus im Wald hatte. Es war kein Haus, es war vielmehr eine Jugendherberge. Sein Haus war hinter einem Wald. Eines Tages kam eine Schulklasse für zwei Nächte dahin. Am nächsten Morgen kam der Mann nicht mehr. Die Kinder wunderten sich, warum kommt denn der Mann nicht mehr, aber dann dachten die Kinder nicht mehr daran,  denn der Lehrer hatte sie zum Feuerholz holen geschickt. Plötzlich sah Moritz ein Haus hinterm Wald, also gingen sie alle hin. Dort sahen sie ein Schild, auf dem »Kinder verboten« stand, aber Moritz, Dennis und Peter gingen  trotzdem hin. Sofort fiel die Tür hinter ihnen zu. Voller Schrecken sahen sie dort den Mann aufgehängt hinter der Tür. Sie rannten sofort zur Tür zurück, aber die Tür ließ sich nicht öffnen. Peter ging in den Keller,  und dort sah er ein gefesseltes Kind. Es hatte einen Klebestreifen am Mund. Peter entfernte den Klebestreifen und entfesselte das Kind. Plötzlich nahm das Kind ein Messer und rammte es Peter ins Herz. Denn das war in Wirklichkeit kein Kind, es war ein Zombie. Der Zombie ging nach oben zu den anderen und packte Moritz. Er holte ihn in den Keller, dann fesselte er ihn und rammte auch ihm ein Messer ins Herz. Dennis sprang aus einem Fenster und erzählte dann alles seinem Lehrer. Der Lehrer traute sich dann in das Haus, schaute sich um und ging nach oben ins Badezimmer. Da stand eine Frau mit langen Haaren, sie lachte, aber auf einmal war die Frau weg  und plötzlich hinter ihm. Dann drehte die Frau dem Lehrer den Hals um. Und seitdem hat nie mehr jemand etwas über das Haus gehört, und keiner fuhr mehr in die Jugendherberge.

Nils Thien

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In Anlehnung an das Buch 100 Dinge, die man getan haben muss, bevor man 18 wird

Eine eigene Version
10 Dinge, die du tun musst, bevor du 18 wirst !!!!!!!!!!!!!!!!!

1. Sich auf Facebook anmelden!  :-)
2. Den Führerschein machen!
3. Sich ein iPad kaufen!
4. Nach Berlin ziehen!
5. Skaten lernen!
6. 3 Wochen auf Malle Urlaub machen!
7. Abi machen!
8. 50.000 € zusammensparen!
9. Mehr als hundert Mal Achterbahn gefahren sein!
10.Scream und SAW gesehen haben

David Weiß

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Und manche mögen gar keine Bücher. Eine Begründung
Warum lese ich nicht?


Ich finde keinen Spaß am Lesen, vielleicht liegt es daran, dass ich nicht die richtigen Bücher finde. Ich habe schon viele verschiedene Kategorien ausprobiert, aber habe nie die richtige gefunden. Viele Bücher, die ich angefangen habe zu lesen, habe ich einfach liegen gelassen, weil mir das Lesen zu langweilig wurde und ich das Buch irgendwann nicht mehr richtig verfolgte. Auch beschäftige ich mich in meiner Freizeit eher mit anderen Dingen, wie zum Beispiel Fußball oder Tennis oder treffe mich mit meinen Freunden in der Stadt, um einfach nur zu reden oder zu chillen. Ich halte auch nichts von dem Gerücht ›Lesen bildet‹ oder ›Wer liest besitzt die Rechtschreibung besser‹, denn Leute, die lesen, machen auch Fehler beim Schreiben oder sind auch nicht schlauer. Vielleicht haben sie eine größere Fantasie, aber meiner Meinung nach hilft das meistens auch nicht weiter. Außerdem finde ich sollte eine Freizeitbeschäftigung Spaß machen. Man sollte also nicht gezwungenerweise Bücher verschlingen.

Tina B.


DIENSTAG

Man sieht ein Buch, liest den Buchtitel - und: man dreht das Buch um, liest den Klappentext. Und schaltet in dem Moment also die Fantasiegedanken auf, die im Kopf zu brodeln anfingen, als man den Buchumschlag sah. Wir ändern das! Wir schauen uns Bücher an, die wir nicht kennen, lesen keine Klappentexte, nicht den ersten, nicht den letzten, und auch sonst keinen Satz, sondern erfinden unsere eigenen Geschichten dazu.

Lena Gorelik

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Eine kurze Geschichte zum Cover von
Die drei ??? und die Rache der Samurai


Ich schlug die Augen auf. Immer noch lag ich in dem kahlen, grauen Raum. Ein leerer Raum, in dem die Zeit still zu stehen schien. Aber das tat sie nicht, leider! Mit einem Seufzer erhob ich mich schwerfällig von der Bahre, die mir als Bett diente. Der Schnitt an meiner Brust brannte wie Feuer, und ich konnte einen Schmerzensschrei nur schwer unterdrücken. Verdammter Schnitt, wahrscheinlich würde er anfangen zu eitern. Sei stark! Sei stark, wisperten die Stimmen in meinem Kopf, wie der lauwarme Sommerwind in den Blättern. Ich konnte nicht mehr warten, ich wollte kämpfen! Kämpfen gegen die schwarze Gestalt, die im Stande war, Menschen Schmerzen zuzufügen. Schmerzen, schlimmer als in jeder Vorstellung. »Innerliches und äußerliches Verderben!«, hatte Dr. Blackshire gesagt, und seine dunkle Stimme hallte voller Furcht in meinem Kopf nach. Stark war er gewesen, doch nun? Aber ich musste den Schmerz einfach unterdrücken, unterdrücken und kämpfen! Nicht nur den körperlichen Schmerz, sondern auch den Schmerz der Trauer. Ich fühlte die kalte Schneide meines Katana, als ich es in die schwarzen Laken hüllte, das mein eigentliches Ich versteckte. Wie ein Nebelschleier. Ein Nebelschleier, der zwei Seiten trägt, entweder vernichtet er oder er rettet. Einem bedrohlichen und starken Feind gleich. Ich riss ein Stück des dunklen Stoffs ab und schnürte ihn über den blutverschmierten Saum an meiner Brust. Langsam trat ich aus dem kleinen Raum. Was war mein Ziel? Meine Mission? Ich hielt sie mir vor Augen. Ich sollte, nein, ich musste gegen den dunklen Samurai kämpfen. Er hatte uns verraten und Dr. Blackshires Identität gestohlen. Gestohlen und benutzt, benutzt für seine eigenen Zwecke. Missbraucht hatte er sie. So würde ich das umschreiben. Er musste vernichtet werden, von der Bildfläche musste er verschwinden. Verschwinden, bevor es zu spät war. Und ich konnte und durfte auch gar nicht eher ruhen, bis mein Schwert in seinem leblosen Körper steckte.

Lina N.

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Eine kurze Geschichte zum Cover von
Der Herr der dunklen Mächte von Victor Kelleher

Die Sonne verschwand gerade hinter den schneebedeckten Gipfeln der Berge, während ich durch den Wald streifte, der die Große Burg wie ein grüner Teppich umgab.
Ich rief den Namen des schwarzen Raben. »Orax! Orax!«, schallte meine Stimme als Echo zurück.
Doch er kam nicht.
Ich versuchte, sein Flügelschlagen aus dem Vogelgezwitscher um mich herum herauszufiltern, doch ich hörte nur den Wind, der die Blätter zum Rauschen brachte.
Er ist nicht mehr bei dir, er hat dich verlassen, hörte ich meine innere Stimme sagen, und ich schüttelte verwirrt den Kopf. Mit seinem Verschwinden verschwand auch all die Kraft, die ich noch hatte. Wie sollte ich den Kampf gewinnen, wenn er nicht bei mir ist? Ohne ihn war ich machtlos, schwach.
Ich sank zusammen, legte mich auf den moosbedeckten Boden und schloss erschöpft die Augen.
Der Herr der dunklen Mächte hatte mich schon besiegt, und ich merkte es erst jetzt.
Elenora, die alte Frau, die am Rande des Dorfes wohnte, war meine letzte Hoffnung.
Mit ihren hellseherischen Fähigkeiten könnte sie ihn ausfindig machen. Doch ich wusste nicht, wo sie jetzt war. Sie könnte mir vielleicht sagen, wo er ist. Ich schlug die Augen auf. Nein, ich war noch nicht besiegt. Es gab noch Hoffnung. Ich rappelte mich auf und rannte los. Ich wusste nicht, warum und wohin ich ging, doch ich fühlte, dass es der richtige Weg sein musste. Meine letzte Chance.
Ich rannte schneller, immer schneller, und ich spürte nichts anderes als Schmerz, weil ich wusste, dass ich nicht ganz unschuldig an seinem Verschwinden war.
Die Nacht verschlang nun den letzten Lichtstrahl der Abendsonne. Mir konnten jetzt nur noch die Sterne den Weg weisen.
Ich würde nicht eher aufgeben, bis der letzte Atemzug von dem Herrn der dunklen Mächte verklang.
Ich malte mir aus, wie es wäre, der Retter des Landes zu sein.

Lara B.

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8 Fragen zu einem Buch
Liebe geteilt durch zwei. Ein Liebesroman von Sabine Both

Worum geht es?
Zwei Mädchen müssen zusammenziehen, weil ihre Eltern das wollen, die auch noch vorhaben zu heiraten. Die beiden Mädchen hassen sich und machen sich gegenseitig das Leben schwer. Es wird in dem Buch beschrieben, wie es einer der beiden ergeht (Emma), und wie sich ihr Leben dadurch verändert. Sie versucht alles Mögliche, um ihre zukünftige Stiefschwester loszuwerden, doch ihr Vater ist nur von der Liebe geblendet und lässt seine Tochter einfach stehen. Es geht um Liebe, Freundschaft und Stress, zum Beispiel mit ihrer Stiefschwester und ihrem Vater. Sie versucht auch, mit Sascha zusammenzukommen, in den sie schon die ganze Zeit verliebt ist, doch das ist nicht ganz einfach.

Was fand ich interessant, und warum?
Wie es dem Mädchen ergeht und wie ihr Leben schlimmer wird. Aber dass es am Ende gut ausgeht. Sie bekommt ihre wahre Liebe.

Wieso würde ich es weiterempfehlen und an wen?
Ich würde es an Mädchen im Alter von 12-14 weiterempfehlen. Weil die Geschichte einen guten Aufbau hat, spannend erzählt wird und es gut ausgedrückt wird, wie sich die Hauptperson gerade fühlt. Es treten keine Unklarheiten auf. 

Was könnte man verändern oder besser machen?
Nichts, weil das Buch so schon sehr gut ist.

Was bleibt hängen?

Z.B. die Szene, als der Vater den beiden Kindern erzählt, dass er und seine Frau heiraten wollen. Die beiden Töchter trifft der Schlag und es fallen gleichzeitig die Stühle um. Dies ist auch eine wichtige Stelle im Buch, weil deutlich wird, dass die beiden sich überhaupt nicht verstehen.

Ist es spannend genug?
Nicht unbedingt spannend, aber sehr lustig, ein wenig traurig - und vor allem kann man sehr gut mitfühlen, wie es dem Mädchen geht.

Wie liest es sich?
Es gibt vielleicht ein paar Stellen die nicht so leicht sind, doch das meiste lässt sich sehr gut lesen. An sich ist es ein sehr flüssiger Text und gut zu verstehen.

Welche ist die beste Stelle?

Am besten finde ich die Stelle, wenn die beiden Mädchen auf der Hochzeit ihrer Eltern sind. Das ist eine lustige Stelle. Emmas Opa gibt ihr etwas Sekt zu trinken gibt, und sie fängt an herumzuspinnen. z.B. sagt sie zu Maya (ihrer Stiefschwester): »›Maya ... hicks ... du alte Suppenschnepfe. Sollen wir zwei heiraten? Hicks! ... Wir wären doch das perfekte Paar.‹ Ich finde mich schrecklich lustig und klatsche mir vor Freude auf die Schenkel. ›Ja, lass uns heiraten ... hicks ... das wäre doch super!‹«
Es gibt noch viele lustige Stellen, auch in diesem Kapitel.
Das ist das Kapitel »Ja, ich will« (S.157).

Melanie Bender

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Ein Buch über Cäsar (Caesar und die Fäden der Macht)
als Cäsars Tagebuch nacherzählt
 
Dies ist eine meiner neuesten Autobiographien. Es ist der Höhepunkt meiner Karriere, und ich bin der berühmteste Römer, den es je gab. Niemand wird es wagen, mir auch nur ein Haar zu krümmen.
 
7. Februar
Heute ist ein wichtiger Tag für mich: Heute habe ich dem Senat befohlen, mich zum Diktator auf Lebenszeit zu ernennen. Damit das Publikum nicht wütend wird, habe ich eine gute Rede vorbereitet: Senatoren! Ich bin fest entschlossen, den inneren Frieden wiederherzustellen und dem Staat wieder eine dauerhafte Ordnung zu geben. Und ich fordere euch auf, mich dabei zu unterstützen! Schafft mir eine neue Ordnung! Ich brauche euch dazu! Aber ich verstehe euch auch, wenn ihr mir, angesichts der Gewalt, die meine Gegner in die Mauer der Stadt getragen haben, keine Hilfe gewähren wollt. Dann meine lieben Senatoren, werde ich euch nicht weiter zu Last fallen und die Lenkung des Staates selbst übernehmen.
Vielleicht haben einige der Leute bemerkt, was der Inhalt der Rede wirklich bedeutet, nämlich: Wenn ihr mir folgt, dürft ihr mitmachen, wenn nicht, mach ich es allein! Aber bei der Masse des Publikums fällt das nicht auf.
Als ich in den Senat kam, war die Euphorie groß. Alle applaudierten. Als ich die Hände hob, um um Ruhe zu bitten, wurde es im Raum ganz still. Cicero hat mich gewarnt, dass viele mich hassen und meinen Tod wollen. Ich glaube ihm nicht. »Sieh dir doch die riesigen jubelnden Massen an!«, sagte ich zu ihm, »niemand wird mir etwas antun.«
 
15. Februar
Immer am 15. Februar sind die Luperkalien, das Hirtenfest. Ich habe mit meinem Freund Marcus Antonius abgesprochen, dass er heute versucht, mich zum König zu krönen. So etwas ist in Rom ein großes Tabu, und es wird das Publikum wütend machen. Ich werde dieses Amt ablehnen, obwohl ich es gerne bekommen würde, um meine Beliebtheit weiter zu steigen.
 
15. März
Ich bin heute in der Curia Iulia. Ich sitze an einem Tisch und schreibe an meiner Autobiographie weiter. Auf einmal spüre ich wütenden Atem mehrerer Leute in meinem Nacken.
Ein Sklave neben mir schreit. Warum schreit er? Jetzt kann ich ihn verstehen: »Lauf weg!« Warum soll ich, der große Caesar, weglaufen? »Gaius Iulius Caesar!« Das ist die Stimme Brutus. Aber was will er? Ich höre das Ziehen von Dolchen. Ist es möglich, dass er mich töten will?

Philipp B.

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Ein Interview mit der Hauptfigur des Buches Miesel und der Kakerlakenzauber
 
Reporter: Hallo Miesel!
Miesel: Hallo!
Reporter: Was passiert denn in Deiner Geschichte?
Miesel: Naja, ich habe es ja gerade so geschafft in der Geschichte. Der Zauberer hatte eine Modelleisenbahn. Als er eines Tages aus dem Haus ging, spielte ich mit der verbotenen Modelleisenbahn. Er erwischte mich dabei, und plötzlich befand ich mich auf der Modelleisenbahn wieder, dort traf ich meine Eltern, die auch verzaubert waren. Nachts kam eine Kakerlake, wir schafften es gerade so, uns zu retten, bis wir wieder normal groß waren. Es war sehr aufregend ...
Reporter: Und wer sind Deine Freunde in der Geschichte?
Miesel: Ich habe noch keine Freunde.
Reporter: Wen kannst Du denn gar nicht leiden in der Geschichte?
Miesel: Diesen gemeinen Zauberer, der meine Eltern verzaubert hat.
Reporter: Hättest Du gerne ein anderes Ende für die Geschichte gehabt?
Miesel: Nein, zum Glück habe ich es geschafft, und ich habe meine Eltern wieder.
Reporter: Möchtest Du gerne in einer anderen Geschichte vorkommen?
Miesel: ...?!

Satoaki Eitschberger

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Einiges zu Die Edelstein-Trilogie (Rubinrot - Saphirblau - Smaragdgrün)
 
Vorstellung der Hauptpersonen
GWENDOLYN SOPHIE ELIZABETH SHEPHERD ist ein blauäugiges, schwarzhaariges Mädchen. Seit sie klein ist, sieht sie Geister und Dämonen. Die meisten Menschen glauben ihr das nicht, nur ihre kleinen Geschwister Nick und Caroline und ihre beste Freundin Leslie. Sie muss mit ihrer zickigen Cousine Charlotte, ihrer eingebildeten Tante Glenda und ihrer strengen Großmutter Lady Arista in einem Haus leben. Zum Glück gibt es auch noch ihre liebevolle Tante Maddy, die Visionen hat, ihre Mutter Grace und ihre kleinen Geschwister. Die komplette Familie wartet schon sehnsüchtig auf den ersten Zeitsprung von Charlotte, die schon immer auf diesen Moment vorbereitet wurde. Doch plötzlich kommt alles anders: Anstatt Charlotte erlebt Gwendolyn diesen Zeitsprung im Alter von sechzehn Jahren, aber da durch eine »Errechnung« eigentlich klar war, dass Charlotte in der Zeit reisen sollte, weiß Gwen nicht, was sie zu tun hat. So muss sie sich ohne Erfahrung durch die Zeit schlagen. Zum Glück gibt es da noch Gideon.   Tatjana S.
GIDEON DE VILLIERS ist achtzehn Jahre alt, hat grüne Augen, ist brünett und lebt mit seinem Onkel Falk und seinem Bruder Raphael in London, da seine Eltern eigentlich in Frankreich leben, aber ständig auf Geschäftsreisen sind. Von klein auf werden ihm Dinge wie Fechten, Reiten, Tanzen und verschiedene Instrumente beigebracht, denn es ist klar, dass er der elfte von zwölf Zeitreisenden ist, die ihr Blut und das von den anderen in ein Gerät namens »Chronograph« einlesen müssen. Er verliebt sich in die zwölfte Zeitreisende Gwendolyn.   Hanna T.

Interview mit den Zeitreisenden Lucy und Paul

Wieso lebt ihr in der Vergangenheit?
Lucy: Wir wollen nicht, dass der Graf, für den wir das Blut der Zeitreisenden einsammeln sollten, den Stein der Weisen an sich reißt.
Paul: Deswegen mussten wir den Chronographen aus der Zukunft stehlen. Da man immer nur dorthin zurückreist, wo der Chronograph sich befindet, müssen wir für immer hierbleiben.
Macht es euch etwas aus, dass ihr nicht zurück zu eurer Familie kommt?
Paul: Natürlich vermisst man bestimmte Leute, aber nach sechzehn Jahren hat man sich ja auch daran gewöhnt.
Lucy: Außerdem haben wir uns ja gegenseitig.
Wieso wollt ihr nicht, dass der Graf den Stein der Weisen bekommt?
Lucy: Die Wächter denken, dass der Graf nur unsterblich werden will. Und sie helfen ihm, doch wir wissen, dass er vorher jemanden töten muss. Und das ist Gwendolyn!
Paul: Und er versucht, das mit allen Mitteln zu erreichen!
Welche Beziehung habt ihr zu Gwendolyn und Gideon?
Paul: Ich kann Gideon nicht leiden, aber warum das so ist, wird euch im dritten Band verraten. Dort werdet ihr auch von unserer Beziehung zu Gwendolyn erfahren.   Tatjana S. & Hanna T.

Zur Verfilmung
Der erste Teil des Buches erscheint am 14.03.2013 in den Kinos. - Die Hauptpersonen sind unserer Meinung nach sehr gut gewählt: Maria Ehrich spielt Gwendolyn Shepherd, und Jannis Niewöhner spielt Gideon de Villiers. Doch manche Nebenrollen sind schlecht getroffen z.B.: Gordon Gelderman, der von Philip Wiegratz gespielt wird, ist im Buch so beschrieben worden, dass viele Mädchen in ihn verliebt waren, doch im Film ist er nicht so attraktiv, wie er sein sollte. Wenn aber der Film genauso gut ist, wie das Buch, dann wird er bestimmt einer der meist besuchtesten Filme 2013.   Tatjana S.

Leseempfehlung
Ich kann die Bücher auf jeden Fall nur empfehlen. Das Alter spielt hierbei keine Rolle. Es ist eine romantische Liebesgeschichte, gewürzt mit einem Esslöffel Spannung, einer Messerspitze Witz und einer Prise Fantasy. Es ist für jeden etwas dabei und auch nach langem Überlegen fällt mir nichts ein, was mir daran nicht gefallen könnte. Wem dieses Buch gefällt, dem werden auch die anderen von Kerstin Gier gefallen. Viel Spaß beim Lesen.
Hanna T.


MITTWOCH

Aufgeschriebene Geschichten lassen Bilder im Kopf entstehen. Andere Geschichten sind Bildergeschichten, Bildergeschichten, Filme. Auch diesen widmen wir uns.

Lena Gorelik

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Gentlemen - Wir leben am Abgrund

In diesem Buch erzählt Thomas Pletzinger darüber, wie ein Basketballprofi lebt. Er war ein Jahr lang mit der Basketballmannschaft ALBA Berlin unterwegs und hat hinter die Kulissen geschaut. Nicht nur in der Kabine oder in der Trainingshalle der Spieler war er dabei, sondern auch in deren Wohnungen, in denen er zum Beispiel Femerlings kleine Tochter kennenlernt. Patrick Femerling ist einer der besten deutschen Profibasketballer, gegen den Thomas Pletzinger mit seiner Mannschaft als Junge spielte und gewann. Viele Personalwechsel begleiteten die Saison. Sogar der Fahrer des Mannschaftsbusses wurde entlassen und ein neuer eingestellt. In Berlin gab es in der Saison, als Thomas Pletzinger dabei war, viele Höhen und Tiefen. Alba Berlin kam in die Playoffs und sogar ins Finale. Doch dort verloren sie gegen die Vorjahresgewinner der Meisterschaft Brose Baskets Bamberg. Thomas Pletzinger schrieb dieses Buch, weil er als Junge den Traum hatte, Basketballprofi zu werden, doch dann einsehen musste, dass er nicht gut genug war. Er beschreibt in dem Buch deshalb auch oft seine Jugend.

Philipp B.

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Eine Rezension zu einer Geschichte von einem unserer Blogger
Der veränderte König von Satoaki Eitschberger

Die Geschichte dreht sich um einen alten Kammerdiener, welcher überraschend entlassen wird und sich daraufhin bemüht herauszufinden, was mit seinem König los ist, der sich in letzter Zeit sehr verändert hat. So belauscht er ein Gespräch, in dem er erfährt, dass der König in Wirklichkeit von seinem verräterischen Bruder abgesetzt wurde. Er macht sich auf die Suche nach dem echten König ... und gerät in eine Falle. - Das Buch ist spannend, der Kammerdiener ist ein sympathischer Charakter, und die Geschichte ist nicht zu fantastisch.

Elias Zand-Akbari

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Buchrezensionen der modernen Art: In SMS-Form
Top 10 der Bücher in SMS- Form

1.) Die Tribute von Panem (Tödliche Spiele, Gefährliche Liebe, Flammender Zorn) von Suzanne Collins. - Voll gut!! Man kann sich voll rein versetzen. Manchmal ein bissle brutal, weil´s eben so echt geschrieben ist.
2.) Die Edelstein-Saga (Rubinrot, Saphirblau, Smaragdgrün) von Kerstin Gier. Eine süße Liebesgeschichte! Ein bisschen schnulzig, aber wer’s mag ...
3.) Zwischen Himmel und Erde von Live Bonnevie. - Boah! Ich hab zum ersten Mal bei einem Buch geweint! So traurig, weil’s so gut geschrieben ist und so echt! Das arme Pferdi!
4.) Stadt der verschwundenen Kinder von Caragh O’Brien. - Eine schöne Geschichte, mit genau der richtigen Mischung von Trauer und Abenteuer. Das Ende ist sehr offen ... Vielleicht gibt’s noch einen 2. Teil ...
5.) Die Stadt der träumenden Bücher von Walter Moers. - Echt frech geschrieben, ich hatte Gänsehaut!
6.) Erebos von Ursula Poznanski. - Gruselig! Allein die Vorstellung, dass ein Computerspiel so viel mit einem machen kann ... Aber super gut beschrieben alles!
7.) Whisper von Isabel Abedi. - Eine echte Gruselgeschichte! Spannend und mit Herz geschrieben ... Ich hatte echt Angst!
8.) Roter Blitz von Astrid Frank. - Eine echte Geschichte! Der Hoffnungsschimmer der Leute ist voll Hammer beschrieben. Aber das Ende ist voll traurig :´(
9.) Wilde Hunde von Markus Zusak. Oh Mann, voll das Psycho-Buch! Aber sehr schön geschrieben, ein echter Familien-Zoff eben!
10.) Skogland von Kristen Boie. Ein  Buch mit ein wenig Rebellion und Politik. Aber schön gemacht!

Lara B. & Lina N.

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Filmrezensionen in SMS-Form
Die Top 10 unserer Lieblingsfilme in SMS-Form
Wir waren im Kino / haben einen Film geschaut und schreiben unserer Freundin eine SMS darüber.
 
1.) Fluch der Karibik 4. - Johnny war wieder echt lustig! Jack hatte ne Freundin ; )
2.)The Hungergames. - Voll der tolle Film! Manche Stellen sind etwas hart, aber Josh Hutcherson is voll süß als Peeta!!
3.) Snow White and the Huntsman. - Kristen hat Snow White echt gut gespielt! Und es war auch nicht zu brutal.
4.) Twiglight. - Hab den 4. Teil geschaut, der ist voll cool! Bellas Kind is so süß!!
Vampirschauer pur ;)
5.) Die Herzogin. - Schau ihn dir an!! Is’ mega, aber die arme Herzogin (doofer Mann) :´( Ist voll toll gespielt von Keira Knigthley!
6.) Alice im Wunderland. - Super Film, mega Mischung! Und mal wieder »Super- Johnny«! Und die Schauspieler ham’s insgesamt voll gut gemacht! Carter war dabei!!!
7.) Die Brücke nach Terabithia. Ein traurig-schöner Film. Aber ein bisschen zu viel Fantasy ...
8.) Avatar. - Wow! Echt toller Film! Genau die richtige Mischung von Liebe, Trauer und Abenteuer. Manche Szenen sind etwas brutal, weil alles wirklich echt wirkt!
9.) Die drei Musketiere. - Voll ins Schwarze! Coole Action und Hamma-Abenteuer! Und dazu noch Logan Lerman und Orlando Bloom dabei ›sweet! ;)‹
10.) Mitternachtszirkus. Josh kam echt wieder voll süß und cool rüber. Er hat diesmal den Bösen gespielt ... Aber das Ende war nicht so passend ... Spinniger und vampiriger Film.

Lina N. & Lara B.

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Der Beginn eines Romans
Ein Regenbogen über Tanzania

1. Kapitel: Unterwegs in ein neues Leben

Das schrille Scheppern ihres antiken Weckers riss Aurelia aus friedlichen Träumen. Auf einen Schlag war sie hellwach und suchte im Dunkeln verzweifelt nach dem lärmenden Gerät. Als sie es endlich gefunden hatte, stand sie leise von ihrem Bett auf, schaltete das Licht an und schlich vorsichtig in die Küche. Draußen ging gerade die Sonne auf und offenbarte dichte Nebelschwaden. Sie wunderte sich, warum sie das eigentlich noch überraschte. Aurelia fühlte sich seltsam erdrückt und wandte den Blick ab. Sie hasste das Wetter in England. »Naja, in ein paar Wochen werde ich mich nach einer Abkühlung sehnen«, dachte sie und lächelte unwillkürlich vor lauter Freude. Niemals hätte sie sich träumen lassen, dass es gerade ihr vergönnt sein sollte, ein halbes Jahr in Tanzania zu verbringen, um ihre Familie beim Aufnehmen von Bildern, die später als Fotobuch veröffentlicht werden sollten, zur Seite zu stehen, einem Land, das andere Europäer nur aus Dokumentarfilmen kannten.
Nachdem sie sich mit einem seligen Lächeln auf den Lippen ein aus einem Glas Kakao und einem Butterbrot bestehendes Frühstück zubereitet hatte, setzte Aurelia sich an den Esstisch und begann, die Restposten des Kühlschranks zu sich zu nehmen. Plötzlich hörte sie Stimmen im Gang, die sich aufgeregt Dinge zuflüsterten, und ihre Schwestern Lilien und Broni betraten das Zimmer, zwei junge Frauen, wie sie verschiedener nicht hätten sein können. Bronis Haar fiel in langen, schwarz gefärbten Bahnen hinab bis zu ihrer Taille, und ihre hellgrünen Reptilienaugen glänzten animalisch im schwachen Licht, das auf ihre eleganten Züge leuchtete. Sie trug ein hellgraues Snoopy- Nachthemd, welches sie seit ihrem 12. Geburtstag besaß und nicht mehr hergeben wollte. Ihre Zwillingsschwester zermarterte sich indes den Kopf über Dinge, über die andere Jugendliche weniger nachdachten, und vertrieb sich die Zeit mit dem Schreiben tiefgründiger Gedichte, die Broni gerne als »schnulzige Seifenopern« verspottete. Ihren blonden Wuschelkopf, der zu Lilien gehörte wie ihre Arme oder ihre Beine, hatte die Achtzehnjährige sich heute zu zwei kurzen Zöpfen gebunden. Aurelia fand, sie sah aus wie ein Chemiker, dem ein Experiment gründlich danebengegangen war.
»Und, hast du Schlaf gefunden?«, fragte Broni sie mit einem schelmischen Grinsen auf den Lippen.
»Überraschenderweise ja«, antwortete Aurelia und begann darüber nachzugrübeln, wie sie unter diesen Bedingungen auch nur ein Auge hatte zutun können.
Als hätte sie Aurelias Gedanken gehört, bemerkte Lilien: »Wahrscheinlich warst du so froh darüber, das Land verlassen zu dürfen, dass es dir leicht fiel, dich dem sonnigen, in deinem Geiste auf dich wartenden Traum von Afrika hinzugeben.«
Sie hatte schon immer eine sehr poetische Art gehabt sich auszudrücken.
»Wahrscheinlich«, bestätigte Aurelia gedankenverloren.
Während die drei sich ihre Mahlzeit einverleibten, sagte keiner ein Wort. Aurelia hätte zwei Mal beinahe ihren Kakao verschüttet, so unkonzentriert war sie. Ihr war unklar, ob Tanzania ihre zugegeben recht hohen Erwartungen erfüllen würde, aber in einem war sie sich sicher: Schlimmer als London würde es nicht werden. Familie Foster lebte zwar in den Außenbezirken der Stadt, doch Lärm und Dreck waren hier genauso an der Tagesordnung wie umherirrende Touristen und betrunkene Arbeiter, die nachts die Stadt unsicher machten. Auch in Dodoma, einer der größten Städte Tanzanias, hätten sie solche zu fürchten, doch in der freien Natur oder in den Lagern der Nomaden könnten sie sich vom geschäftigen Trubel erholen und das Leben genießen. Aurelia musste fast weinen, als sie so darin versank. Eine halbe Stunde später saßen die Schwestern noch immer so beisammen und wurden langsam ungeduldig.
»Wo bleibt eigentlich Dad? Wenn das so weitergeht verpassen wir noch den Flieger«, schimpfte Lilien und erhob sich von ihrem Stuhl.
»Sollen wir ihn wecken?«, fragte Aurelia in die Runde. Auch ihr war ein wenig unwohl.
»Ich halte das für eine gute Idee«, stimmte Lilien ihr zu, und Broni pflichtete ihr bei. Die Mädchen verließen die Küche und machten sich auf den Weg ins väterliche Schlafzimmer. (...)

Laura Alviz

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Interview mit der Autorin Laura Alviz

Wie bist du auf die Idee gekommen, das Buch zu schreiben?

Sobald ich einigermaßen schreiben konnte, habe ich angefangen, Kurzgeschichten zu schreiben. Meine Freundin hat ein Buch geschrieben, und in der Zeit habe ich Notizen aufgeschrieben.
Wann hast du angefangen, das Buch zu schreiben?
Am Ende der siebten Klasse kam ich auf die Idee, ein Buch zu schreiben.
Wie viele Seiten hat dein Buch?

Mein Buch hat insgesamt 130 Seiten.
Willst du es mal veröffentlichen?
Ich möchte es gerne später mal veröffentlichen.
Willst du es im Internet veröffentlichen?
Ich möchte es auf jeden Fall später veröffentlichen.
Ab welchem Alter würdest du es empfehlen?
Ich würde das Buch an Jugendliche zwischen zwölf und sechzehn Jahren empfehlen.
Würdest du das Buch für Jüngere anders schreiben?
Ich würde ein anderes Buch für Jüngere schreiben.

Frederic Gushurst

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Mitten im Leseprozess
Wie geht mein Buch eigentlich weiter?
Die Steine der Wandlung von Christopher Zimmer

Ich lese gerade das Buch Die Steine der Wandlung. Ich bin an das Buch gekommen, weil meine Oma es mir schickte. Es war aus der Bücherei ausgeschieden. Bis jetzt ist die Geschichte um die Hüterin der Steine der Wandlung sehr spannend und gut erzählt. Die Geschichte dreht sich um die junge Eja, die ihren 16. Geburtstag feiert. Sie bekommt einen Raben geschenkt, und dieser spricht in einer fremden Sprache! Er hat die gleichen grünen Augen wie Eja. Dann erfährt sie vom Jäger Horn, der die Sprache des Raben beherrscht, dass der Vogel in Wirklichkeit ein Mädchen ist, das Tanit heißt. Doch damit nicht genug! Eja ist eine der zwölf Hüter der Steine der Wandlung. Ihre Mutter übergab ihr das Amt und das Laurinband, bevor sie von unbekannten Personen ermordet wurde. Das Laurinband ist sowohl Erkennung als auch die Macht der Hüter. Der böse Asar versucht, alle fünf Steine an sich zu bringen. Nur mit einem Stein der Wandlung kann Tanit zurückverwandelt werden. Eja weiß, wo ein Stein zu finden ist. Um ihre Erinnerung zu lichten, müssen sie nach Althaia. Dort sind die anderen Hüter. Nur die anderen Hüter können Ejas Erinnerung zurückrufen. Doch sie werden von den Häschern Asars verfolgt ...
Ich habe mir überlegt, dass es vielleicht so weitergehen könnte: Die Gefährten werden gefangen, können aber wieder fliehen. Nach endlosen Strapazen erreichen sie Althaia. Dort weiß Eja wieder, wo sie nach dem Stein suchen muss. Als sie den Stein gefunden haben, werden sie wieder von Asars Häschern aufgegriffen. Die Freunde werden vor Asar geführt und sollen ihm den letzten Stein ausliefern. Doch Eja legt mit ihrem Laurinband den ganzen Palast in Schutt und Asche. Auch Asar wird getötet. Mit seinem Tod fällt der Bann von seinen Sklaven ab, und Tanit kann in ihre menschliche Gestalt verwandelt werden. Die Steine der Wandlung werden wieder von den Hütern gehütet und werden so wie in alten Zeiten.

Joris Budan

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Eine Top-Ten-Liste der besten Bücher

10. Der Taschendieb. - Alex’ Oma ist verletzt worden. Er wird erpresst, alten Frauen die Taschen zu rauben, damit seiner Oma nichts Schlimmes passiert.
9. Kara, der Sklave aus Punt. - Kara wird über ein Schiff nach Ägypten eingeschifft. Auf dem Weg in die Hauptstadt wird seine Mutter von einem Sklaventreiber getötet.
8. Das Schwein beim Frisör. - Ein Frisör für Tiere, da möchte doch jedes Kind hin. Das und noch vieles mehr.
7. Die drei ??? Kids Radio Rocky Beach. Radio Rocky Beach ist der coolste Sender der Welt. Plötzlich passieren Autoeinbrüche in der ganzen Stadt. Die Spur führt zu Kids Radio Rocky Beach.
6. Die drei ??? Die Rache des Samurai. Auf einem Internat verschwindet ein Schüler, und die Kinder aus der Samurai AG verhalten sich komisch. Die Drei ??? müssen den Fall lösen.
5. Emil und die Detektive. Emil wird im Zug Geld geklaut. Er lernt Detektive kennen, die ihm helfen, sein Geld wider zu bekommen.
4. Die geheimnisvollsten Baustätten der Erde. - Ein Buch voller spannender Bauwerke mit Erklärungen der Entstehung dieser Bauwerke
3. Harry Potter und der Feuerkelch. - Als Harry nach Hogwarts kommt, steht das Trimagische Tunier an. Er muss daran teilnehmen, obwohl er gar nicht alt genug ist. Dadurch tappt er voll in die Falle und landet auf einem Friedhof, wo Lord Voldemort auf ihn wartet.
2. Harry Potter und der Halbblutprinz. - Harry Potter und Dumbledore machen sich auf die Suche nach den Horkruxen und finden ein Amulett, das sich als Fälschung herausstellt.
1. Harry Potter und die Heiligtümer des Todes. - Harry, Hermine und Ron machen sich auf die Suche nach den Horkruxen, um die Seele von Lord Voldemort zu zerstören.

Mike Beischroth

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Ein kurzer Ausflug in den Sport und in den Kopf eines Sportlers
Die Olympiade aus der Sicht von Paul Biedermann

200m Freistil, Platz fünf, trotzdem zufrieden?

Die Olympiade ist natürlich ein tolles Erlebnis. Ich hätte besser schwimmen können, ich hätte mehr geben können. Mit der Zeit von 1:45,53 über 200 Meter Freistil bin ich nicht zufrieden. Ich gönne dem Franzosen Yannick Agnel den Sieg, es wäre zwar schön gewesen, für Deutschland die erste Medaille zu holen, aber das hat leider nicht funktioniert. Ich könnte mit dem fünften Platz zufrieden sein, wäre ich auch, wenn ich einfach eine bessere Zeit hätte. Mir fehlten nur sieben Zehntel zur Medaille. Das ist keine unmögliche Zeit. Ich hatte keine Taktik, ich musste einfach schnell schwimmen, vielleicht hätte ich am Schluss noch mehr powern müssen. Ich hatte gehofft, dass ich in der 4 x 200 Meter Freistilstaffel mit meinen Jungs eine Medaille holen kann, aber das hat leider nicht geklappt. Ich finde, mein Team hat sich gut geschlagen. Vielleicht klappt es ja beim nächsten Mal.

Tina B.

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Die Tribute von Panem
Einige Personenbewertungen

 
In dieser Tabelle werden die wichtigsten Personen aus dem Buch Die Tribute von Panem von Suzanne Collins nach Aussehen, Sympathie und Wichtigkeit der Rolle geordnet. Wir gaben Punkte von 1-10, d.h. 10 ist die beste Punktzahl.
Wir hoffen, dass dies allen Panem-Fans gefällt.
Danke!

Katniss Everdeen
Aussehen: 9 (olivfarbene Haut und Augen, dunkles Haar)
Sympathie: 8,5 (mutig, Misstrauisch, macht viel mit sich selbst aus)
Rolle: 10 (sie bringt die Rebellion erst zum Laufen)
Gesamtnote: 9
Katniss’ Vater, ein Kohlearbeiter aus Distrikt 12, starb früh, und ihre Mutter ist seitdem kaum ansprechbar. Katniss wurde so sehr früh selbstständig und kümmerte sich um die Familie. Da sie so mutig und selbstlos handelt, gebe ich ihr die 9.
 
Peeta Mellark
Aussehen: 9 (blonde Haare, kleiner aber muskulös)
Sympathie: 10(er ist einfühlsam und nett)
Rolle: 9 (durch sein Liebesgeständnis macht er die Welt auf Katniss und sich aufmerksam)
Gesamtnote: 9
Peeta ist ein einfacher Bäckersohn, doch durch seine innige Liebe zu Katniss, die er erst durch das Interview zur Kenntnis bringen kann, wird er etwas Besonderes, im Zeichen der Rebellion und im Zeichen des Kapitols. Das macht ihn sehr sympathisch und daher bekam er von mir die 9.
 
Primrose Everdeen
Aussehen: 10 (zwei Blonde Zöpfe, Blaue Augen, heller Teint)
Sympathie: 8 (lebensfroh, mag Tiere, verzeiht schnell, verletzlich)
Rolle: 7 (Schwester von Katniss)
Gesamtnote: 8
Prim wurde mit 12 Jahren schon für die Hungerspiele ausgelost, doch Katniss ging an ihrer Stelle, um sie zu schützen. Daher bekam sie die 8.
 
Gale Hawthorne
Aussehen: 6 (braune Haare, fast schwarz, muskulös, groß, olivfarbene Augen, könnte Katniss’ Bruder sein)
Sympathie: 5,5 (wird schnell sauer, ist aber ein guter Freund)
Rolle: 5 (er hat erst im dritten Band eine wichtige Rolle, weil er die Rebellion anzettelt)
Gesamtnote: 6,5
Gale ist Katniss’ Jagdfreund, seit sie 12 Jahre alt ist, und die beiden können über alles reden. So teilen sie den Hass gegen das Kapitol, auch wenn Gale in diesem Thema häufig überreagiert. Und genau deshalb bekam er von mir eine 6,5, da vieles für Katniss leichter wäre, würde Gale nicht Kommentare zu Katniss’ Taten abgeben und sie damit verwirren.

Haymitch Abernathy
Aussehen: 5 (dunkelblondes, langes Haar)
Sympathie: 6 (Trunkenbold)
Rolle: 8 (Mentor von Distrikt 12)
Gesamtnote: 7
Er gewann vor vielen Jahren die Hungerspiele für Distrikt 12 und führt nun ein sorgloses Leben. Auch trug er viel dazu bei, dass auch Katniss und Peeta die Hungerspiele gewinnen konnten. So bekam er die 7.

Effie Trinket
Aussehen: 10 (modebewusst und immer auf dem neusten Stand. Perücke [alle Farben] und passendes Kleid)
Sympathie: 9 (sie ist lustig und immer gut gelaunt, allerdings macht sie sich Sorgen über unwichtige Dinge)
Rolle: 7,5 (sie versucht wenigstens Katniss und Peeta zu helfen)
Gesamtnote: 8,5
Effie ist die Betreuerin von District12, und bevor sie Katniss und Peeta als Tribute bekommt, ist sie sehr unzufrieden mit ihrem Beruf. Doch so schmilzt sie in die Beziehung zwischen Katniss und Peeta ein, mit ihrer lebensfrohen Art lockert sie vieles auf - daher bekam sie die 8,5.

Cinna
Aussehen: 9 (dezent geschminkt, braune Haare)
Sympathie: 10 (redet nicht um den heißen Brei herum und genauso fallen seine Taten aus)
Rolle: 8,5 (als Stylist schafft er es mit besonderen Kleidungsstücken die Rebellion anzufechten)
Gesamtnote: 9
Cinna gibt Katniss Kraft und hilft ihr, eine schwere Zeit zu überwinden. Nicht nur die ausdrucksvollen Kleider, die er für sie kreiert, helfen ihr, Sponsoren zu gewinnen, sondern er schafft es auch, ein Zeichen der Rebellion zu setzten. Er stirbt für Panem und Katniss - daher bekam er die 9.

Präsident Snow
Aussehen: 2 (alt, graues Haar, blaue Augen)
Sympathie: 7 (wahrscheinlich können andere die Punktzahl nicht nachvollziehen ... Aber ich finde ihn cool!)
Rolle: 7 (Oberster des Kapitols)
Gesamtnote: 7
Als Präsident von Panem ist er sehr streng, ernst und ... Naja ...er riecht nach einer Mischung aus Rosen und Blut ... also 6 Punkte.

Caesar Flickermann
Aussehen: 7 (blaue Perücke, perfekt geschminkt)
Sympathie: 10 (er lächelt immer)
Rolle: 7 (Moderator)
Gesamtnote: 8
Caesar hilft dabei, Sponsoren für die Tribute zu finden. Durch seine herzliche und fröhliche Art, verdient er eine 8.
 
Mrs. Everdeen
Aussehen: 9 (blondes Haar, blaue Augen)
Sympathie: 1 (depressiv, ruhig)
Rolle: 4 (Mutter von Katniss und Prim)
Gesamtnote: 4
Nachdem ihr Mann starb, versank sie in sich selbst und vergaß alles um sich herum. Deshalb nur eine 4.

Cato
Aussehen: 7,5 (kurze, blonde Haare, groß und muskulös)
Sympathie: 3 (brutal und schätzt fremde Leben nicht)
Rolle: 5 (Katniss’Erzfeind)
Gesamtnote : 5,5
Cato ist ein Tribut, und sein Ziel ist es, Katniss zu töten und die Spiele zu gewinnen, ganz ohne Rücksicht auf Verluste. Das macht ihn ziemlich unsympathisch und so bekam er nur eine 5,5.

Rue
Aussehen: 8 (klein, wendig, Dunkles Haar)
Sympathie: 10 (ähnelt dem Charakter Prims, kann gut klettern)
Rolle: 9 (hilft Katniss)
Gesamtnote: 9,5
Rue ist ein Tribut aus Distrikt 11, schnell wird sie Katniss Verbündete. Natürlich gibt’s für sie die 9.5.
 
Clove
Aussehen: 8,5 (lange, dunkle Haare, dünn und muskulös)
Sympathie: 9 (auch wenn sie Katniss nicht mag, hat sie eine kraftvolle, sympathische Ausstrahlung)
Rolle: 7 (sie versucht Katniss zu töten, doch ihre Überlegenheit ist ihr Untergang)
Gesamtnote: 7,5
Clove ist wie Cato aus Distrikt 2, doch sie ist um einiges sympathischer als er, also bekam sie die 7,5.

Tresh
Aussehen: 7 (kräftig, dunkle Haare und Haut)
Sympathie: 7 (verschont Katniss)
Rolle: 7 (Tribut)
Gesamtnote: 7
Da er Rue mag und sehr viel zurückhaltender wirkt als die restlichen Tribute, eine 7.
 
Glimmer
Aussehen: 10 (blondes Haar, schlank, gute Figur)
Sympathie: 6 (unbarmherzig, zickig aber lustig)
Rolle: 5 (Tribut)
Gesamtnote: 6
Sie stirbt sehr früh, aber da sie durch ihre zickige Art manchmal so lustig ist, ist sie beinahe sympathisch, also eine glatte 6.

Fuchsgesicht
Aussehen: 5,5 (fuchsähnliches Gesicht)
Sympathie: 4 (sie hebt sich von den anderen ab, was sie ziemlich unsympathisch erscheinen lässt)
Rolle: 5 (sie war immer die Klügste der Tribute, doch daher musste sie sterben)
Gesamtnote: 5,5
Fuchsgesicht wird von Peetas Unwissen und ihrer Klugheit getötet. Da sie körperlich nicht sonderlich stark ist, hat sie sich im Untergrund gehalten, daher weiß man nicht viel über sie, also bekam sie eine 5,5.

Finnick

Aussehen: 10 (muskulös, schlank)
Sympathie: 9 (humorvoll)
Rolle: 8 (stirbt für Annie, seine Geliebte, und Panem)
Gesamtnote: 9
Durch seine lockere, lustige Art erhält er eine 9. Wir finden es sehr schade, dass er stirbt. Er hatte diesen Tod nicht verdient! :´(

Mags

Aussehen: 5,5 (älter und klein)
Sympathie: 8,5 (zuvorkommend, meldet sich freiwillig als Tribut)
Rolle: 7 (sie opfert sich für Katniss und Finnick)
Gesamtnote: 8,5
Mags ist sehr sympathisch, weil sie sich für andere opfert, daher bekommt sie eine 8,5.
 
Präsidentin Coin

Aussehen: 2 (weiße, lange Haare und alt)
Sympathie: 1 (bösartig und kaltherzig)
Rolle: 7,5 (als Präsidentin von Distrikt 13 hat Coin eine wichtige Rolle aber sie ist nicht die Person die sie zu sein scheint)
Gesamtnote: 5
Coin ist hinterhältig und benutzt Katniss nur als Spielfigur. Sie ist schuld an Prims tragischem Tod, das macht sie sehr unsympathisch. Da sie am Anfang nett zu sein scheint, gebe ich ihr eine 5.
 
Lara B. & Lina N.



DONNERSTAG

Inspirationen kommen von überall: Man träumt, sieht, hört, erlebt, spürt, erschreckt über etwas - und hat eine Idee zum Schreiben. Manchmal sind es andere Menschen, manchmal Bücher, Filme, Gedichte, die uns inspirieren. In unserem Fall waren es Zeilen aus Lieblingssongs, die uns zum Schreiben von Geschichten angeregt haben.

Lena Gorelik

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Fuchs, du hast die Gans gestohlen

Peter ging im Wald spazieren. Panisch zuckte er: in allen Richtungen überall nur finstere Bäume, die nun lange Schatten warfen. Er hatte sich verlaufen. Ängstlich blickte er nach oben, um sich vielleicht an den Sternen zu orientieren, hätte er nur besser in Erdkunde aufgepasst. Doch als er nach oben sah, sah er keinen einzigen Stern am Himmel. Es durchzuckte ihn. Was hatte er da gerade gehört? Sein Herz rutschte ihm in die Hose. Es war so ein hohes, raues, karges, grausames Kreischen.
Plötzlich sah er zwei Augen, die von einer Gans stammten. Peter sah genauer hin. Er sah die Gans panisch von der Stelle sprinten. Plötzlich sprang ein großer Fuchs aus dem Dickicht. Peter erschrak fürchterlich, trat einen Schritt rückwärts, stolperte und fiel rückwärts der Länge nach hin.
Was er da sah, war grauenvoll. Der Fuchs schnappte sich die Gans. Plötzlich fiel ein Schuss.
Der Fuchs war tot. Sogleich tauchte der Jäger auf. Er brachte den erleichterten Peter sicher nach Hause. Er war heilfroh und schrieb sofort eine Geschichte darüber.

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Payphone - Maroon 5 ft. Wiz Khalifa.

ER: Ich stehe hier alleine, vor einer Telefonzelle und versuche, dich zu Hause anzurufen. Ich habe kein Geld mehr, ich habe alles für dich ausgegeben. Wo ist unsere Zeit hin, alles läuft falsch. Was ist mit den Plänen, die wir gemacht haben. Du warst so nett zu mir, wir trafen uns jeden Tag, wir hatten so viel Spaß miteinander. Du warst die Frau meines Lebens, sag mir, wo du bist. Ich habe gedacht, ich könnte mit dir eine Zukunft gründen. Ich habe gedacht, wir könnten uns weiter jeden Tag sehen und miteinander im Park spazieren gehen. Aber jetzt bist du weg, und ich weiß nicht wohin. Ich würde dich gerne anrufen, aber ich habe schon mein ganzes Geld ausgegeben, alles Geld habe ich in die Anrufe gesteckt, in denen ich versucht habe, dich zu erreichen, sag mir, wo du bist. Du sagst, es sei zu spät, es noch hinzubekommen, aber ist es denn zu spät, es zu versuchen? Ich liebe dich, und ich möchte mit dir leben. Alles ist kaputt, alles, was wir Schönes erlebt haben. Ich erinnere mich jeden Tag an die schöne Zeit mit dir, ich würde alles für dich tun, um weiterhin mit dir zu essen und zu leben. Ich träumte schon von einer gemeinsamen Zukunft, vielleicht mit Kindern und einer Hochzeit. Ich bin hier ohne Geld, denn ich habe alles Geld, was ich hatte, der Telefonzelle gegeben, um dich anzurufen. Ich bin pleite, ich würde dich so gerne wiedersehen, sag mir, wo du bist, ich vermisse dich!
SIE: Ich bin glücklich ohne dich, du bist nichts, du hast mich nach unten gezogen, mit all unseren täglichen Erlebnissen, ich bin glücklich ohne dich, du hast mein Leben ruiniert, ich habe versucht, dir Liebe zu geben. Du hast es nicht versucht, du hast mir nicht die Liebe gegeben, die du hast, du hast nur an dich gedacht, du hast mich und mein Geld ausgenutzt, du hast dir teure Sachen geleistet, von meinem Geld hast du sie bezahlt. Ohne dich ist mein Leben viel schöner. Ich bin ohne dich wieder aufgestiegen, mir geht es gut, und ich bin glücklich. Du hast mich nicht geliebt, sondern hast an mein Geld gedacht: Ich habe gedacht, ich kann dir vertrauen, ich war so blöd und habe dir das nötige Geld gegeben, aber ich habe mich wieder aufgerappelt. Ich kann mir nicht erklären, warum du mich ständig versuchst anzurufen, war die Trennung denn nicht klar genug? Ich liebe dich nicht mehr, weil du mich nur ausgenutzt hast, ohne dich ist mein Leben perfekt, aber mit dir ist es nur chaotisch.
ER: Ich liebe dich, und ich würde alles dafür geben, dass du wieder zu mir zurückkommst. Ich habe mein ganzes restliches Geld für dich ausgegeben, ich würde alle Fehler, die ich gemacht habe, rückgängig machen, nur für dich, glaub mir, ich vermisse dich!

Tina

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Rockstar von Nickelback

Ich hab es satt, vor Clubs Schlange zu stehen, in die ich doch nie reinkomme. Es ist wie am Ende des Baseballspiels, und ich werde nie gewinnen. Dieses Leben hat sich nicht so entwickelt, wie ich es wollte. Was wäre, wenn ich dieses Konzert damals gemacht hätte, anstatt meine Freundin zu besuchen. Vielleicht wäre ich dann, genau wie meine Freunde aus der Band, auch ein Star geworden! Vielleicht wär ich dann heute berühmt mit 15 Autos, einer Riesenvilla und Geld wie Heu! Dann wär mein Leben doch viel besser, ich wäre in allen Clubs und Bars immer willkommen, wohin ich auch gehe, würden mir die Leute folgen und ich hätte für das ganze Leben ausgesorgt! Aber das Leben ist doch auch so schön. Ich brauche das alles doch gar nicht, schließlich habe ich eine Familie und einen Beruf und somit alles, was ich brauche! Aber dennoch: Manchmal frag ich mich, ob ich alles in meinem Leben richtig gemacht habe ...

Elias Zand-Akbari

+ + +

Wir scheitern immer schöner, sind Versager mit Stil
Casper - Der Druck steigt (Die Vergessenen Pt. 1
)

Mein Leben ist, als würde ich im Dunkeln eine neblige Straße entlanglaufen. Ich sehe immer die paar Schritte direkt vor mir, aber dahinter kann ich nichts erkennen, weil alles verschwommen und undeutlich erscheint. Manchmal, wenn das Wetter sehr schlecht ist, entdecke ich nicht einmal meine eigene Hand, obwohl ich sie direkt vor mein Gesicht halte. Wenn es hochkommt, schaffe ich es gerade noch ihren Umriss auszumachen. Diese Ungewissheit macht Angst, aber sie hüllt auch ein, und ich fühle mich behütet, weil ich nicht weiß, wie es weitergeht, und nichts plane. Aber sobald der Nebel sich legt, fällt mein Blick auf die Straße, die sich kurvig windet und sich schließlich teilt. Nun stehe ich vor dem Scheideweg und muss mir überlegen, welchen Weg ich einschlagen möchte. In solchen Momenten schnürt mir die Angst zu versagen die Kehle zu, und ich kann nicht mehr zurückgehen, weil ich mich auf einer Einbahnstraße bewege. Irgendwie fesselt mich diese Dramatik, es gefällt mir, zukunftslos und ohne Pflichten mein Dasein zu fristen. Vielen Menschen geht es so wie mir und zu scheitern entwickelt sich langsam aber sicher zum Kavaliersdelikt. Aber eigentlich ist mir das auch alles egal, denn es gibt Dinge, die mich viel mehr interessieren. Anstatt mein Studium zu finanzieren, kaufe ich mir lieber 20 Paar Sneakers in sechs Monaten und investiere mein Geld in Zigaretten und Alkohol. Bringt ja sowieso nichts mit der Ausbildung, warum dann also unnötig Energie aufwenden? Und meine Freunde mögen mich natürlich auch mehr, wenn wir gemeinsam nichts auf die Reihe bekommen. Zusammen haben wir viel Spaß, und ich vergesse für einen kurzen Moment, was mich bedrückt, aber allein zu Hause in meinem Bett holen mich die Gedanken wieder ein. Warum sollte ich mir also für ein System die Finger schmutzig machen, in dem mein Ich völlig auf der Strecke bleibt? Aber diese Art zu denken, gefällt mir nicht und ich schäme mich dafür, dass es mir schlecht geht, denn jeder meiner Stolpersteine ist ein Luxusproblem. Ich fühle mich hin- und hergerissen zwischen meinem Partyleben und den weniger spaßigen Folgen und der Sorge, mir und den Menschen in meiner Umgebung nichts bieten zu können. Meine einzige Möglichkeit bleibt wohl, mit dem Kopf durch die Nebelwand zu rennen und sie zu durchbrechen, zur Not auch blind, denn Chancen werden mir genug geboten, ich muss sie bloß nutzen.
 
Laura Alviz


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Der Unterschied zwischen einem Buch und seiner Verfilmung - ein Vergleich
Harry Potter und der Feuerkelch von Joanne K. Rowling als Buch und als Film

In Harry Potters viertem Schuljahr findet in Hogwarts ein großes Turnier statt, das seit einem Jahrhundert nicht mehr stattgefunden hat. Am Trimagischen Turnier darf man eigentlich erst ab 17 teilnehmen, trotzdem schmuggelt irgendjemand ohne Harrys Wissen den Jungen rein. Nachdem er einen Drachen besiegt, seine Freunde rettet und sich durch einen Irrgarten voller Ungeheuer kämpft, wartet auch noch der böse Zauberer Lord Voldemort auf ihn, der seine Macht wieder zurückhaben will.
Was der Film besser macht:
- Man kann sich die Geschichte besser vorstellen.
- Er ist oft spannender als das Buch.
Was das Buch besser macht:
- Die Geschichte ist ausführlicher.
- Man kann sich eigene Bilder dazu vorstellen.
- Das Buch hält länger an.
- Man erfährt etwas über die Gedanken der Personen.
- Man erfährt etwas über die Gefühle der Personen.

Philipp B.

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Payphone von Maroon 5


Ja, ich weiß, es ist schwer sich zu erinnern an diese einzige Nacht, alles, was ich da wollte, hatte sich in Erfüllung gebracht. Doch du hast einfach nur mich angeschaut und gesagt, es sei Schluss. Ich schaute dir hinterher, und alles, was ich denken konnte, war: Warum hast du das getan? Du hast mich so verletzt, es war so schön mit dir, doch ich muss dich loslassen, weil ich weiß, dass es nicht mehr geht. Ich will dir nur noch eins sagen: Ich liebe dich, und ich werde dich immer lieben.
Als ich dich dann wieder sah, nach vielen Jahren ohne dich, hast du mich angeschaut und fragtest mich: Wie geht es dir? Ich sagte traurig: Die letzten Jahre ohne dich waren eine große Qual für mich, wieso hast du mir das angetan? Und du hast mich nur traurig angelächelt und bist dann gegangen, ohne mir eine Antwort zu geben. Ich lief dir hinterher, doch ich verlor dich aus meinen Augen, genauso wie du mich aus deinem Herzen. Ich ging zur Telefonzelle und sah nur dich vor mir, ich nahm das Telefon und hängte mir das Kabel um den Hals und sagte das letzte Mal: Ich liebe dich, Baby, für immer. Und dann brach ich zusammen. Doch bevor ich von der Erde verschwand, fiel es mir wie ein Stein vor die Augen: Du sagtest an einem Abend im Kino zu mir: Ich werde dich vermissen, Schatz, ich hab das nicht ernst genommen, weil ich mich auf den Film konzentriert habe. Doch jetzt fiel mir auch noch ein, dass unser Briefkasten immer überfüllt war mit Arztrechnungen an dich und abends hast du immer ein Buch gelesen, über Brustkrebs, ich habe gedacht, du liest dass nur aus Interesse, doch jetzt wird mir klar, wieso. Du warst krank, todkrank, und ich hab es nicht gemerkt. Diese Erkenntnis schockt mich, es tut mir leid, Schatz. Doch mehr konnte ich nicht mehr sagen, ich verließ dieses Leben mit der Hoffnung, dir bald wieder zu begegnen.

Tatjana S.


FREITAG

Umgedichtet: Schiller 2012. Wir übersetzen Schiller-Gedichte und -Balladen in die heutige Sprache und lassen neue Schiller-Lyrik entstehen!

Lena Gorelik

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Balladen von Friedrich Schiller
umgeformt und in die heutige Sprache übersetzt


Der Handschuh
[Original kursiv]

Vor seinem Löwengarten,
Das Kampfspiel zu erwarten,
Saß König Franz,
Und um ihn die Großen der Krone,
Und rings auf hohem Balkone
Die Damen in schönem Kranz

Der Highheel

In der Oper
das Vorspiel erwartend
saß George Clooney
und die anderen Superstars.
Und ringsum in der VIP- Lounge
die Models.

Und wie er winkt mit dem Finger,
Auf tut sich der weite Zwinger,
Und hinein mit bedächtigem Schritt
Ein Löwe tritt,
Und sieht sich stumm
Rings um,
Mit langem Gähnen,
Und schüttelt die Mähnen,
Und streckt die Glieder,
Und legt sich nieder.

Und als die Ouvertüre vorbei ist,
geht der Vorhang auf
und rein läuft langsam
das lebende Barbiepferd.
Es kaut genüsslich eine Möhre
und schüttelt die rosa Mähne
und steigt
und fällt um, der Akku ist leer.

Und der König winkt wieder,
Da öffnet sich behend
Ein zweites Tor,
Daraus rennt
Mit wildem Sprunge
Ein Tiger hervor,
Wie der den Löwen erschaut,
Brüllt er laut,
Schlägt mit dem Schweif
Einen furchtbaren Reif,
Und recket die Zunge,
Und im Kreise scheu
Umgeht er den Leu
Grimmig schnurrend;
Drauf streckt er sich murrend
Zur Seite nieder.


Und das Vorspiel ist wieder vorbei.
Da geht der Vorhang wieder auf.
Eine zweite Tür,
daraus kommt,
schnell laufend,
eine lebende Barbie hervor.
Als sie das Pferd entdeckt
kreischt sie laut auf,
wirft ihr Haar zurück,
eine blonde Mähne,
und streckt die Zunge raus
und geht im Kreis
um das Pferd.
Böse lachend
fällt auch sie langsam
zur Seite um.

Und der König winkt wieder,
Da speit das doppelt geöffnete Haus
Zwei Leoparden auf einmal aus,
Die stürzen mit mutiger Kampfbegier
Auf das Tigertier,
Das packt sie mit seinen grimmigen Tatzen,
Und der Leu mit Gebrüll
Richtet sich auf, da wird's still,
Und herum im Kreis,
Von Mordsucht heiß,
Lagern die gräulichen Katzen.


Und das Vorspiel ist wieder vorbei,
da öffnet sich eine große Tür:
Zwei Kens kommen raus,
die stürzen sich mutig
auf Barbie.
Sie kratzt sie mit ihren Gelnägeln
und das Pferd (der Akku ist wieder geladen) wiehert laut,
steht auf und da wird’s still.
Und in der Oper,
von den Kens, Barbie und Pferd belagert,
sitzen alle zusammen.

Da fällt von des Altans Rand
Ein Handschuh von schöner Hand
Zwischen den Tiger und den Leu’n
Mitten hinein.
Und zu Ritter Delorges spottenderweis
Wendet sich Fräulein Kunigund:
»Herr Ritter, ist Eure Lieb’ so heiß,
Wie Ihr mir’s schwört zu jeder Stund,
Ei, so hebt mir den Handschuh auf.«


Unter der Brüstung rutscht
ein Highheel von einem sexy Fuß hervor
und fällt zwischen die Streitenden
genau zwischen rein.
Und zu Liam Hemsworths gedisster Weise
dreht sich Miley Cyrus zu ihm um:
»Liam, wenn du mich liebst ,
wie du’s gesagt hast,
so hol meinen Highheel!«

Und der Ritter in schnellem Lauf
Steigt hinab in den furchtbaren Zwinger
Mit festem Schritte,
Und aus der Ungeheuer Mitte
Nimmt er den Handschuh mit keckem Finger.

Und Liam latscht
runter auf die olle Bühne.
Mutig läuft er vor
und neben Barbie
nimmt er den Highheel weg.

Und mit Erstaunen und mit Grauen
Sehen’s die Ritter und Edelfrauen,
Und gelassen bringt er den Handschuh zurück.
Da schallt ihm sein Lob aus jedem Munde,
Aber mit zärtlichem Liebesblick –
Er verheißt ihm sein nahes Glück –
Empfängt ihn Fräulein Kunigunde.
Und er wirft ihr den Handschuh ins Gesicht:
»Den Dank, Dame, begehr ich nicht«,
Und verlässt sie zur selben Stunde.

Entsetzt und geflasht
schau’n die Security und Stars.
Und gechillt bringt er den Highheel zurück.
Da sind alle stolz auf ihn.
Sie hat sich verguckt –
er sollte sich freuen –
Miley Cyrus begrüßt ihn.
Und er schmeißt ihr den Highheel in die Fresse
»Passt scho’, Baby!«
Und er trennt sich von ihr.

Friedrich Schiller
(1797)

Tina B., Lara B. & Lina N.
(2012)

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Die Bürgschaft
[Original kursiv]

Zu Dionys, dem Tyrannen, schlich
Damon, den Dolch im Gewande:
Ihn schlugen die Häscher in Bande,
»Was wolltest du mit dem Dolche? sprich!«
Entgegnet ihm finster der Wüterich.
»Die Stadt vom Tyrannen befreien!«
»Das sollst du am Kreuze bereuen.«


Fidel ist 17 Jahre alt und lebt in Syrien.
Er ist mit der Regierung nicht einverstanden und beschließt deshalb, einen Anschlag auf den Präsidenten zu verüben.
Er wird erwischt und in Untersuchungshaft gesteckt.

»Ich bin«, spricht jener, »zu sterben bereit
Und bitte nicht um mein Leben:
Doch willst du Gnade mir geben,
Ich flehe dich um drei Tage Zeit,
Bis ich die Schwester dem Gatten gefreit;
Ich lasse den Freund dir als Bürgen,
Ihn magst du, entrinn’ ich, erwürgen.«

Er ist bereit dazu, ins Gefängnis zu gehen, wenn er sich vorher noch von seiner Familie, die am anderen Ende des Landes wohnt, verabschieden darf. »O.k, abgemacht. Ich bin einverstanden.«

Da lächelt der König mit arger List
Und spricht nach kurzem Bedenken:
»Drei Tage will ich dir schenken;
Doch wisse, wenn sie verstrichen, die Frist,
Eh’ du zurück mir gegeben bist,
So muß er statt deiner erblassen,
Doch dir ist die Strafe erlassen.«


Die Justiz glaubt ihm nicht, dass er zurückkommt und sperrt - als eine Art Pfand - seinen besten Freund ein. »Dein Freund bleibt solange bei uns, bis du wiederkommst, sonst hat er halt Pech gehabt.«

Und er kommt zum Freunde: »Der König gebeut,
Daß ich am Kreuz mit dem Leben
Bezahle das frevelnde Streben.
Doch will er mir gönnen drei Tage Zeit,
Bis ich die Schwester dem Gatten gefreit;
So bleib du dem König zum Pfande,
Bis ich komme zu lösen die Bande.«

Wenn er dem Termin fernbleibt, wird sein bester Freund ins Gefängnis gebracht.
Sein Freund erklärt sich bereit und er verabschiedet sich.

Da gießt unendlicher Regen herab,
Von den Bergen stürzen die Quellen,
Und die Bäche, die Ströme schwellen.
Und er kommt ans Ufer mit wanderndem Stab,
Da reißet die Brücke der Strudel hinab,
Und donnernd sprengen die Wogen
Des Gewölbes krachenden Bogen.


Auf dem Rückweg passieren ihm viele Missgeschicke: Sein Flug wird gestrichen und er muss einen späteren nehmen, er erwischt zuerst kein Taxi und zu allem Übel stehen sie auch noch im Stau.

Da sinkt er ans Ufer und weint und fleht,
Die Hände zum Zeus erhoben:
»O hemme des Stromes Toben!
Es eilen die Stunden, im Mittag steht
Die Sonne, und wenn sie niedergeht
Und ich kann die Stadt nicht erreichen,
So muß der Freund mir erbleichen.«


Er ist verzweifelt und macht sich Sorgen um seinen Freund. »Oh Mann, so ein Scheiß, hey, hoffentlich wird er nicht in den Knast gesteckt!«

Und die Sonne blickt durch der Zweige Grün
Und malt auf den glänzenden Matten
Der Bäume gigantische Schatten;
Und zwei Wanderer sieht er die Straße ziehn,
Will eilenden Laufes vorüber fliehn,
Da hört er die Worte sie sagen:
»Jetzt wird er ans Kreuz geschlagen.«

Die Nachricht des Falles verbreitet sich wie ein Lauffeuer und die Menschen in seiner Stadt reden schon über seine Feigheit, den besten Freund im Stich zu lassen. »Der ist echt ein Arschloch, der kann doch seinem ABFF so was nicht zumuten!«

»Zurück! du rettest den Freund nicht mehr,
So rette das eigene Leben!
Den Tod erleidet er eben.
Von Stunde zu Stunde gewartet' er
Mit hoffender Seele der Wiederkehr,
Ihm konnte den mutigen Glauben
Der Hohn des Tyrannen nicht rauben.«

Doch er kommt zu spät und wird aufgefordert zu gehen, weil er seinem Freund sowieso nicht mehr helfen kann. »Du bist echt bescheuert, wenn du da noch hingehst! Verpiss dich lieber und sieh zu, dass du das Weite suchst.«

Und die Sonne geht unter, da steht er am Tor,
Und sieht das Kreuz schon erhöhet,
Das die Menge gaffend umstehet;
An dem Seile schon zieht man den Freund empor,
Da zertrennt er gewaltig den dichten Chor:
»Mich, Henker«, ruft er, »erwürget!
Da bin ich, für den er gebürget!«

Doch das lässt er sich nicht gefallen und sagt: »Wenn mein Freund wegen mir weggesperrt wird, dann will ich mit ihm gefangen sein.«

Und blicket sie lange verwundert an.
Drauf spricht er: »Es ist euch gelungen,
Ihr habt das Herz mir bezwungen;
Und die Treue, sie ist doch kein leerer Wahn -
So nehmet auch mich zum Genossen an:
Ich sei, gewährt mir die Bitte,
In eurem Bunde der Dritte!«


Beeindruckt von so viel Opferbereitschaft, lässt der Präsident beide laufen und von diesem Moment an verbindet die drei eine tiefe Freundschaft. »Was ihr gemacht habt, hat mich wirklich berührt. Ich fände es voll toll, wenn wir eine Clique werden würden.«

Tatjana und Laura


+ + +

Der Abend

[Original kursiv]

Die Sonne zeigt, vollendend gleich dem Helden,
Dem tiefen Tal ihr Abendangesicht,
(Für andre, ach! glückselgre Welten
Ist das ein Morgenangesicht),
Sie sinkt herab vom blauen Himmel,
Ruft die Geschäftigkeit zur Ruh,
Ihr Abschied stillt das Weltgetümmel
Und winkt dem Tag sein Ende zu.


Die Sonne zeigt, vollendend gleich dem Starken,
Dem tiefen Tal ihr Abendlicht,
Sie sinkt herab vom blauen Himmel,
Ruft die Arbeitenden zur Ruh,
Ihr Untergang stillt das Weltgetümmel
Und bringt dem Tag sein Ende.

Jetzt schwillt des Dichters Geist zu göttlichen Gesängen,
Laß strömen sie, o HErr, aus höherem Gefühl,
Laß die Begeisterung die kühnen Flügel schwingen,
Zu dir, zu dir, des hohen Fluges Ziel,
Mich über Sphären himmelan gehoben,
Getragen sein vom herrlichen Gefühl,
Den Abend und des Abends Schöpfer loben,
Durchströmt vom paradiesischen Gefühl.
Für Könige, für Große ists geringe,
Die Niederen besucht es nur –
O GOtt, du gabest mir Natur,
Teil Welten unter sie – nur, Vater, mir Gesänge.


Jetzt fallen dem Dichter poetische Dinge ein.
Lass kommen sie, die guten Einfälle.
Lass die Begeisterung ihren Lauf nehmen.
Zu dir, zu dir, zum Ziel des Dichters.
Getragen sein vom herrlichen Gefühl,
Den Abend und Gott loben,
Durchströmt vom paradiesischen Gefühl.
Für Stars ist es wenig,
Die Armen besucht es nur - Gott, du gabst mir Natur.

Ha! wie die müden Abschiedsstrahlen
Das wallende Gewölk bemalen,
Wie dort die Abendwolken sich
Im Schoß der Silberwellen baden;
O Anblick, wie entzückst du mich!
Gold, wie das Gelb gereifter Saaten,
Gold liegt um alle Hügel her,
Vergöldet sind der Eichen Wipfel,
Vergöldet sind der Berge Gipfel,
Das Tal beschwimmt ein Feuermeer;
Der hohe Stern des Abends strahlet
Aus Wolken, welche um ihn glühn,
Wie der Rubin am falben Haar, das wallet
Ums Angesicht der Königin.

Wie die letzten Strahlen,
die wallenden Wolken färben,
Wie dort die Abendwolken sich
Im Schoß des Meeres baden;
Anblick, wie erfreust du mich!
Gold, wie der Sand am Meer,
Gold liegt um alle Hügel,
Vergoldet sind der Eichen Wipfel,
Vergoldet sind die Berggipfel,
die hohen Sterne des Abends strahlen
Aus Wolken, welche um sie leuchten,
Ums Angesicht des Präsidenten.

Schau, wie der Sonnenglanz die Königsstadt beschimmert
Und fern die grüne Heide lacht;
Wie hier in jugendlicher Pracht
Der ganze Himmel niederdämmert;
Wie jetzt des Abends Purpurstrom,
Gleich einem Beet von Frühlingsrosen,
Gepflücket im Elysium,
Auf goldne Wolken hingegossen,
Ihn überschwemmet um und um.


Schau, wie der Sonnenglanz die Großstadt erleuchtet,
Und fern die grüne Wiese strahlt,
Wie hier in jugendlicher Pracht
Der ganze Himmel sich verdunkelt.
Gleich einem Beet von Frühlingsrosen,
Gepflückt im Paradies.
Auf goldne Wolken hingestreut.

Vom Felsen rieselt spiegelhelle
Ins Gras die reinste Silberquelle
Und tränkt die Herd’ und tränkt den Hirt;
Am Weidenbusche liegt der Schäfer,
Des Lied das ganze Tal durchirrt
Und wiederholt im Tale wird.
Die stille Luft durchsumst der Käfer;
Vom Zweige schlägt die Nachtigall,
Ihr Meisterlied macht alle Ohren lauschen,
Bezaubert von dem Götterschall
Wagt itzt kein Blatt vom Baum zu rauschen,
Stürzt langsamer der Wasserfall.
Der kühle West beweht die Rose,
Die eben itzt den Busen schloße,
Entatmet ihr den Götterduft
Und füllt damit die Abendluft.


Vom Felsen rieselt spiegelhelle
Ins Gras die reinste Silberquelle
Und tränke die Herde und tränkt den Bauer,
Am Weidenbusch liegt der Mann
Das Lied das ganze Tal durchquert
Und im Tal wiederholt wird.
Die stille Luft durchsummt der Käfer;
Vom Zweige singt die Nachtigall,
Ihr Meisterlied lässt alle lauschen,
Bezaubert von dem Lied.
Es wagt kein Blatt vom Baum zu rauschen,
Stürzt langsamer der Wasserfall.
Und füllt damit die Abendluft.

Ha, wie es schwärmt und lebt von tausend Leben,
Die alle dich, Unendlicher, erheben,
Zerflossen in melodischem Gesang,
Wie tönt des Jubels himmlischer Gesang!
Wie tönt der Freude hoch erhabner Klang!
Und ich allein bin stumm – nein, tön es aus, o Harfe,
Schall, Lob des HErrn, in seines Staubes Harfe.


Wie es schwärmt und lebt von tausend Leben,
Die alle dich, Unendlich, erheben,
Zerflossen in melodischem Gesang,
Wie tönt des Jubels schöner Gesang!
Wie tönt der Freude hoch erhabener Klang!
Und ich allein bin stumm, tönt es aus der Harfe,
Schall, Lob des Herrn, in seines Staubes Harfe.

Verstumm, Natur, umher und horch der hohen Harfe,
Dann GOtt entzittert ihr,
Hör auf, du Wind, durchs Laub zu sausen,
Hör auf, du Strom, durchs Feld zu brausen,
Und horcht und betet an mit mir:
Gott tuts, wenn in den weiten Himmeln
Planeten und Kometen wimmeln,
Wenn Sonnen sich um Achsen drehn
Und an der Erd vorüberwehn.


Verstumm Natur und horch der hohen Melodie.
Hör auf, du Wind, durchs Laub zu sausen,
Hör auf, du Strom, durchs Feld zu brausen,
Und horcht und betet an mit mir:
Gott tut es, wenn in dem weiten Himmel
Planeten und Kometen wimmeln,
Wenn Sonnen sich um Achsen drehen
Und an der Erde vorüberfliegen.

GOtt – wenn der Adler Wolken teilet,
Von Höhen stolz zu Tiefen eilet
Und wieder auf zur Sonne strebt.
GOtt – wenn der West ein Blatt beweget,
Wenn auf dem Blatt ein Wurm sich reget,
Ein Leben in dem Wurme lebt
Und hundert Fluten in ihm strömen,
Wo wieder junge Würmchen schwimmen,
Wo wieder eine Seele webt.


Und wieder auf zur Sonne strebt.
Gott – wenn der Wind ein Blatt bewegt,
Wenn auf dem Blatt ein Wurm sich regt,
Ein Leben in dem Wurme lebt.

Und willst du, HErr, so steht des Blutes Lauf,
So sinkt dem Adler sein Gefieder,
So weht kein West mehr Blätter nieder,
So hört des Stromes Eilen auf,
Schweigt das Gebraus empörter Meere,
Krümmt sich kein Wurm und wirbelt keine Sphäre –
O Dichter, schweig: zum Lob des kleinen Myriaden,
Die sich in diesen Meeren baden,
Und deren Sein noch keines Aug durchdrang,
Ist totes Nichts dein feurigster Gesang.
So weht kein Wind mehr Blätter nieder,
So hört des Stromes strömen auf,
Schweigt das Brausen der Meere,
Krümmt sich kein Wurm.
Die sich in diesen Meeren baden,
Und deren Existieren noch kein Auge sah,
Ist totes Nichts dein feurigster Gesang.

Doch bald wirst du zum Thron die Purpurflügel schwingen,
Dein kühner Blick noch tiefer, tiefer dringen,
Und heller noch die Engelharfe klingen;
Dort ist nicht Abend mehr, nicht Dunkelheit,
Der Herr ist dort und Ewigkeit!
Doch bald wirst du zum Thron die Flügel schwingen,
Dein kühner Blick noch tiefer, tiefer dringen,
Und heller noch die Harfe klingen;
Dort ist nicht Abend mehr, nicht Dunkelheit,
Der Herr ist dort und Ewigkeit.


Joris Budan und Satoaki Eitschberger

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Wir haben auch einen Trailer zu der (imaginierten) Buchverfilmung Plötzlich blond von Meg Cabot gedreht. Hier der Link dazu:
www.youtube.com/watch
Drehbuch: Tatjana S. & Hanna T.
Darsteller: Laura A., Tatjana S., Hanna T., Tina B., Elias Z. & Laura F.


Und wir haben einen Videoblog über das LiMo gedreht. Im Vorfeld haben wir den Drehplan besprochen, danach sind wir zum praktischen Teil übergegangen. Manchmal mussten wir eine Szene mehrmals drehen. Leider war der Ton manchmal ein bisschen zu leise. Hier ist der Link:
www.youtube.com/watch"
Der Videoblog ist von Satoaki, David und Mike

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Zwischen Filmtrailern und Schillers Dichtkunst
Ein fünftägiger Einblick in die Welt des Bloggens

Diese Woche besuchten wir einen lehrreichen Workshop im deutschen Literaturmuseum in Marbach. Die Autorin Lena Gorelik brachte uns näher, wie man spannende Texte und selbsterdachte Geschichten verfasst, Gedichte in die heutige Sprache umschreibt und imaginäre Inhaltsangaben erstellt. Der Lehrgang hat uns im Großen und Ganzen sehr gut gefallen, weil wir viel dazugelernt haben und uns das Schreiben sehr viel Spaß bereitet hat. Stellenweise war es zwar etwas anstrengend, aber das konnte unsere Begeisterung nicht schmälern und hat dafür gesorgt, dass wir uns gefordert fühlten. Über die Gestaltung des Programms durften wir selbst entscheiden und bei Schwierigkeiten erhielten wir kompetente Hilfestellung. Wir empfehlen den Ferienkurs jedem, der privat gerne schreibt und sich für Literatur interessiert. Wir danken Frau Gorelik für die tatkräftige Unterstützung und hoffen, dass das Produkt unserer Zusammenarbeit, der Sommerblog, Anklang bei den Lesern finden wird.

Laura und Joris

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Wir fanden den Workshop sehr interessant, denn man konnte in die Welt der Blogger eintauchen. Es hat uns sehr viel Spaß gemacht, es war lustig, und wir haben viel gelernt. Im Gesamten fanden wir, dass unsere Arbeit uns gelungen ist. Außerdem haben wir neue Freundschaften geschlossen.

Tatjana und Melanie

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Das LiMo in Marbach bietet in den Ferien Workshops an, bei denen man spannende Erlebnisse mitnimmt. Das macht fast immer viel Spaß und ist interessant, also die Anmeldung lohnt sich.

Mike

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Ababuo, das Kind, das zurück kommt
nach dem Song Haus am See von Peter Fox

Mitten in einem großen Wald, in Nordafrika, gab es eine kleine Elefantenfamilie: Eine Mutter mit zwei Kindern. In dieser Gegend gab es allerdings viele Wilderer. Die Wildhüter versuchten, sie davon abzuhalten, Elefanten und ähnliche wilde Tiere zu jagen, aber trotzdem wurden sehr oft tote Tiere gefunden. Eines Tages fanden einige Wilderer zwei Elefanten in einer ihrer Fallen: Die Mutter und ihr Kind. Sie töteten die zwei Elefanten und nahmen die zwei toten Körper mit, um die Elfenbeinzähne zu verkaufen. Doch eines der Elefantenkinder hatte überlebt. Es war nicht in die Falle gegangen. Den ganzen Tag lief es umher und wusste nicht, wohin es sollte, bis es von den Wildhütern entdeckt wurde. Das Elefantenbaby hatte Angst vor den Wildhütern, da es schlechte Erfahrungen mit Menschen hatte. Es musste betäubt werden, damit es transportiert werden konnte. Die Wildhüter fuhren los. Und am Ende der Straße stand ein Haus am See. Dies war das Wildhüterlager. Dort wurde es hingebracht. Als es wieder aufwachte, fand es sich in einem Gehege wieder. Es war schon von einem Tierarzt untersucht worden. Die Wildhüter fanden oft Elefantenkinder, die keine Mutter hatten. Die meisten waren, wie dieses, von den Wilderern von ihren Familien getrennt worden. Sie mussten hier ihre neue Heimat und Familie finden. Man hatte herausgefunden, dass das neue Elefantenkind weiblich war, und man taufte es Ababuo (deutsch: Kind, das zurückkommt). Sobald es aufwachte, suchte es eine Fluchtmöglichkeit. Es war nervös und ängstlich. Kein anderer Elefant war in seinem Gehege. Doch da kam ein weiterer Elefant aus dem Stall in das benachbarte Gehege. Er war auch ein junger, kleiner Elefant. Es schien so, als würden sie miteinander kommunizieren. Auf jeden Fall kam Ababuo an den Zaun des anderen Geheges heran, und sie berührten sich gegenseitig mit dem Rüssel. Das beruhigte Ababuo, die zwei schlossen Freundschaft. Nach einigen Jahren war Ababuo ausgewachsen, und er wurde gemeinsam mit seiner Freundin Mudiwa (deutsch: sie wird geliebt) in die Wildnis ausgesetzt.

Philipp B.


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Brief an den Musiker Clueso (Thomas Hübner) in Bezug auf sein Buch
Von und über Clueso und seine Musik


Lieber Thomas,
letzte Woche habe ich deine Biographie gelesen und war hellauf begeistert. Sie unterscheidet sich dadurch von anderen Biographien, dass sie nicht in Interviewform geschrieben ist und auch nicht direkt deinen Lebenslauf und deine Karriere behandelt, wobei ich finde, dass eben dieser Umstand sie zu etwas ganz Besonderen macht. Man erfährt mehr über deinen Charakter und deine Lebensumstände, als wenn du es trocken und wertfrei erklären würdest. Das Ganze hat Tiefgang und man muss sich intensiv damit beschäftigen, was dafür sorgt, dass das Lesen erst richtig Spaß macht. Durch viele kleine Anekdoten und auf den ersten Blick banale Situationsbeschreibungen bekommt man einen umfassenden Einblick in deine Gefühlswelt und der Leser beginnt deine Denkweise zu verstehen. Besonders gefallen hat mir, wie du den Entstehungsprozess deiner Lieder beschreibst und anhand zweier Texte, zwischen denen neun Jahre liegen, die Veränderungen in deinem Schreibstil aufzeigst. Als du beschrieben hast, wie dein Ring aus Malaysia kaputtgegangen ist, konnte ich mir richtig vorstellen, wie du singend vor der Grube stehst; und seltsamerweise wusste ich nicht, ob ich lachen oder es traurig finden sollte. Die vielen Musikfetzen mit dazu passenden Bilder lassen einen Eindruck von Gesamtheit entstehen und bilden das Bindeglied zwischen dem Roman und deinen Alben. Die kurzen Tagebucheinträge sind sehr vielfältig, oft lustig, manchmal melancholisch, aber immer mit Hintergedanken. Sie regen mich zum Nachdenken an und helfen mir, zu verstehen, welche Bedeutung belanglose Erlebnisse in ihrem Zusammenwirken haben können. Mich begeistert sowohl am Buch als auch an deiner Musik, wie du es schaffst, mit wenigen Worten diese spezielle Gänsehautstimmung zu erzeugen. Ich schreibe privat sehr gerne und belaste den Leser oft mit zu umfangreichen Informationen. Du bist, wenn es um mein literarisches Arbeiten geht, ein wichtiges Vorbild für mich. Vor allem beim Lesen des »Gewinner«-Textes, der trotz seiner Kürze mit jedem Wort aussagekräftig ist, wurde mir dieser Umstand erst richtig bewusst, obwohl ich das Lied seit mehr als zwei Jahren kenne und gerne höre. Alles in allem freue ich mich sehr, dass du dich dazu entschieden hast, dieses Buch zu veröffentlichen, da es sehr poetisch ist und den Leser berührt, aber trotzdem realitätsnah und verständlich wirkt. Viele Hörer deiner Musik, aber auch Menschen, die damit wenig anfangen können, können sich mit dem identifizieren, was du in den verschiedenen Momenten empfindest. Personen, denen die Melodieführung, die Verwendung der Instrumente oder einfach die Musikrichtung nicht gefallen, können, denke ich, trotzdem deine Empfindungen verstehen, und dem folgen, was du im Roman erläuterst. Ich finde, das Verhältnis zwischen Text und Bild im Buch hätte ausgewogener gestaltet sein können, da es von und über Clueso doch sehr viel mehr Fotos als Gedichte oder Geschichten beinhaltet. Ich habe eine Idee für deine Musik, wenn es dir nichts ausmacht: Du könntest versuchen etwas peppigere oder tanzbare Elemente einzubauen, ich denke, das wäre ein schöner Kontrast zu den sonst sehr atmosphärischen Klängen. Vielen Dank für die tollen Lieder und die spannende Biographie!
Mit freundlichen Grüßen

Laura Alviz