Schiller im Netz? Ein neues Angebot der Marbacher Museen für Förder- und Hauptschulen

Gemeinsam mit der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg sind im Sommer- und Wintersemester 2012/13 zwei neue Führungen und zwei Text-Werkstätten für das Schiller-Nationalmuseum und das Literaturmuseum der Moderne entstanden. Schwerpunkt der neuen Vermittlungsangebote sind die Suche nach der Poesie des Alltags, die verschiedenen Formen von Schrift und das Übersetzen historischer Eigenheiten in den eigenen Erfahrungshorizont. Betreut werden die Führungen und Text-Werkstätten von neun Studentinnen des Studienfachs Kultur- und Medienbildung.


Schiller-Nationalmuseum

Führung: Schillers Chronik
Wie würde das Profil des Dichters Friedrich Schiller aussehen, wenn er Mitglied bei facebook wäre? Welches Profilbild, welche Ereignisse und Statusmeldungen würden seine Einträge bestimmen? Die Zeitreise durch die Ausstellung führt zu den wichtigsten Stationen seines Lebens und zeigt die Texte, die noch heute für seinen Ruhm sorgen. Dabei wird eine Welt der Regeln und des militärisches Drills greifbar, aber auch eine Welt voller Freundschaft, Liebe und dem großen Drang nach Freiheit. Von Fenja Makosch und Janina Schmückle.

Text-Werkstatt: Der Zauber der Dinge. Meet & Greet mit Friedrich Schiller

Wer war Friedrich Schiller? Und welche Bedeutung hat seine Dichtung heute für uns? Im Schiller-Nationalmuseum finden sich neben Büchern und Manuskripten viele persönliche Gegenstände, die Geschichten über den berühmten Dichter erzählen. In der Ausstellung wird eine Begegnung mit dem Literaturstar des 18. Jahrhunderts, ein kurzes »meet&greet« ermöglicht, bevor im anschließenden Schreibworkshop selbst kreativ ans Werk gegangen wird. Von Nora Auth und Katharina Krosta.


Literaturmuseum der Moderne

Führung: Überall Poesie!

Was ist das eigentlich: Literatur? Gibt es sie nur in Büchern und Bibliotheken? Oder haben die Fantastischen Vier, Sido, Brecht und Kästner etwas gemeinsam?
In der Führung durch die Dauerausstellung wird gemeinsam mit den Schülern entdeckt, wo sich überall Poesie findet: In Automaten, Liedtexten, Filmen, Gedichten und Erzählungen. Literatur wird jenseits von Jahreszahlen und Epochen als etwas Alltägliches erfahrbar, das jeden betrifft und berühren kann. Von Joela Hübner, Hannah Japes und Deborah Wandel.

Text-Werkstatt: Schreibbar. Eine detektivische Spurensuche
Wo, wie und warum wird geschrieben?Mit diesen Fragen erkunden die Schüler ihren eigenen Umgang mit Kommunikation, Schrift und Literatur zwischen Alltäglichkeit und Poesie. Technische und kreative Prozesse des Schreibens werden selbst ausprobiert und an verschiedenen Exponaten veranschaulicht, die von den Schülern in der Dauerausstellung in einem Suchspiel entdeckt und enträtselt werden. Von Käthe Krokenberger und Sophia Lange.


Für Klasse 5 bis 7. Dauer jeweils: 1 Stunde bzw. bei den Text-Werkstätten
1,5 Stunden. Kosten 60 bzw. 95 Euro inkl. Eintritt für die ganze Gruppe. Information und Anmeldung: museum@dla-marbach.de