Ausstellungen https://www.dla-marbach.de/ RSS-Feed des DLA Marbach Susan Sontag – Erfindung einer Klassikerin 03.07.2026 https://www.dla-marbach.de/kalender/detail/838/?cHash=65d299430304179a18196a2e71afbbc8 Ausstellung, Eine Wechselausstellung im Literaturmuseum der Moderne Die Geschichte Susan Sontags steht der männlicher Starautoren in nichts nach und liest sich wie eine Erzählung ›per aspera ad astra‹. Geboren 1933 in New York als Tochter einer jüdischen Familie, wendet sich Sontag früh der Literatur zu, liest mit 10 Jahren Marie Curie, die ihr zum Vorbild wird, geht mit 16 Jahren an die Universität, um Philosophie zu studieren, besucht 1949 Thomas Mann im kalifornischen Exil. Sie publiziert Essays und Romane, inszeniert Theaterstücke und dreht Filme, äußert sich kritisch über Politik und Krieg, engagiert sich für die Freiheit der Kunst, für Menschenrechte, schreibt über deutschsprachige Autoren, vermittelt deutsche Literatur in die USA. Sontag gilt nicht nur als öffentliches Gewissen Amerikas, sondern auch als intellektuelle »Botschafterin zwischen den beiden Kontinenten«, als die sie 2003 den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels erhält. Ausgehend von umfangreichen Materialien insbesondere in den Verlagsarchiven des DLA, betrachten wir Sontags überwiegend von Männern begleiteten Karriereweg, ihre Arbeit am eigenen Bild, ihre Platzierung auf dem amerikanischen und insbesondere dem deutschen Buchmarkt und ihre Rolle als Vermittlerin zwischen den beiden Ländern. Die Schau zu Susan Sontag bildet den Auftakt der Reihe ›Schriftstellerinnen im Archiv‹, eines in Kooperation mit der Wüstenrot Stiftung durchgeführten Ausstellungs-, Veranstaltungs- und Erschließungsprojekts, das darauf zielt, die Archivbestände von Schriftstellerinnen verstärkt sichtbar zu machen. Und dann und wann ein weißer Elefant. ›Rilkes Welten‹ 31.03.2026 https://www.dla-marbach.de/kalender/detail/763/?cHash=2cd47b2d4f7b33c000cc896dadd3ffaa Ausstellung, Eine Wechselausstellung im Literaturmuseum der Moderne. Rainer Maria Rilke zählt national und international zu den wichtigsten deutschsprachigen Autoren. Das Jahr 2026 wird aus doppeltem Anlass literarisch im Zeichen Rilkes stehen, ist es doch gerahmt von seinem 150. Geburtstag am 4. Dezember 2025 und seinem 100. Todestag am 29. Dezember 2026. Das Deutsche Literaturarchiv, das seit seiner Gründung 1955 systematisch Materialien von Rainer Maria Rilke archiviert, besitzt eine der weltweit bedeutendsten Rilke-Sammlungen, die mit der Übernahme des Rilke-Archivs Gernsbach (RAG) im Jahr 2022 noch einmal umfassend erweitert wurde. Die Ausstellung zum Jubiläumsjahr kann so aus dem Vollen der Bestände schöpfen, den ›ganzen‹ Rilke in seinen verschiedenen Handlungsrollen und biografischen Beziehungsnetzwerken sichtbar machen und in der zeitgenössischen literarischen Landkarte verorten. Die Schau richtet den Blick auf die verschiedenen sozialen, intellektuellen und künstlerischen Welten, in denen Rilke lebte und verkehrte – und ebenso auf jene Welten, die er literarisch gestaltete. Dabei wirft sie Schlaglichter auf Rilke als Autor und Netzwerker im zeitgenössischen Literaturbetrieb, auf seine familiären, freundschaftlichen und amourösen Beziehungen, auf seine Ambitionen als Bürger und Künstler, auf Rilke als Reisenden, Lesenden, Schreibenden, Sammelnden und Zeichnenden sowie auf Rilkes (eigene) Darstellung im Bild. Insgesamt werden rund 200 Exponate und alle vorhandenen Materialarten und Objekttypen gezeigt: Manuskripte, Briefe, Notizbücher, Skizzen, Bücher, Bilder und Objekte. Die interaktive und multimediale Ausstellung ist für eine Dauer von zwölf Monaten im Literaturmuseum der Moderne zu sehen.  Die Ausstellung wird gefördert von der Baden-Württemberg Stiftung.