Tagungen https://www-test.dla-marbach.de RSS-Feed des DLA Marbach Virtuelle internationale Konferenz: #LiteratureArchiveOfTheFuture 21.10.2021 https://www.dla-marbach.de/kalender/detail/460/?cHash=12711c2325c8c07a69c0619851863bbe Tagung, Literatur endet nicht an den Grenzen ihrer Herkunft oder Sprache, auch wenn ein Literaturarchiv sich meist Autorinnen und Autoren eines Staates, einer Region oder eines Sprachraums verpflichtet weiß. Wie können wir Literaturarchive in ihrem globalen Rahmen neu konzeptualisieren und weiterentwickeln - für die Literatur, ihr Publikum und die Forschung? Inwieweit fördert Digitalisierung die internationale Zusammenarbeit der Archive, ihrer Nutzer:innen und Kooperationspartner? Wie können Archive den Austausch über die Grenzen hinweg aus ihrer Geschichte heraus bereichern? In einer virtuellen Konferenz möchten wir über vier Fragen zu einem internationalen Literaturarchiv der Zukunft nachdenken. Die Konferenz #LiteratureArchiveOfTheFuture bringt - im Anschluss an die deutschsprachige DLA-Konferenz #LiteraturarchivDerZukunft im Frühjahr 2021 - in Plenumsdiskussionen internationale Wissenschaftler/-innen und Autor/-innen zusammen, von denen einige das Deutsche Literaturarchiv auch aus ihrer eigenen Arbeit kennen, alle aber, frei nach Schiller, an der Frage interessiert sind: Was heißt und zu welchem Ende betreibt man ein Literaturarchiv im 21. Jahrhundert? Programm Um Anmeldung wird gebeten: direktion@dla-marbach.de Workshop ›Theater und Archiv‹ 11.10.2021 https://www.dla-marbach.de/kalender/detail/474/?cHash=e7a710971a958af236d21d746f265b20 Tagung, Theater und Archiv sind Institutionen, die auf den ersten Blick sehr unterschiedlich sind. Während das Theater eine Kunstform pflegt, die ganz der Präsenz verpflichtet ist und mit jeder neuen Aufführung dem Moment huldigt, wird das Archiv eingerichtet, um dem Momenthaften zu begegnen und um das zu sichern, was überdauern soll, um so einen substantiellen Beitrag zur Erinnerungskultur zu liefern. Doch vielleicht gerade weil beiden Institutionen ein derart unterschiedliches Verhältnis zu Moment und Erinnerung eigen ist, gibt es mehr Wechselbezüge zwischen ihnen, als es zunächst scheint. Diese Wechselbezüge sollen in dem Workshop ›Theater und Archiv‹ exemplarisch untersucht werden. Im Zentrum werden dabei Beiträge stehen, die neue und bereichernde produktions- und rezeptionsästhetische Perspektiven für die Literatur- und Theatergeschichte aufzeigen. Das geschieht mittels eines breiten historischen Einblicks in die deutsche Literatur- und Theatergeschichte, der vom Sturm und Drang bis in die Zeit nach dem Fall der Mauer reicht. Ziel ist es, dadurch zu erörtern, inwieweit der Blick ins (Literatur-)Archiv neue Antworten für die Theatergeschichte liefert. Außerdem soll gefragt werden, ob sich durch die Kenntnis der theatergeschichtlichen Zusammenhänge performative Dimension literarischer Texte erschließen lassen, die bisher unbekannt waren. Es sprechen u.a. Thomas Wortmann, Denise Schlichting, Peter W. Marx., Jan Bürger, Caroline Jessen, Norbert Otto Eke und Hannah Speicher. In Kooperation mit der Universität Osnabrück. Der Workshop findet im Zoom-Format statt. Deutschsprachige Exilliteratur in Ostasien am Beispiel Klara Blums: Ein Blick in die Archive 14.10.2021 https://www.dla-marbach.de/kalender/detail/471/?cHash=31ed17692f0440950121c5d97d21665c Tagung, Themenschwerpunkt dieses Workshops bildet die deutschsprachige Exilliteratur in Ostasien am Beispiel von Klara Blums Werk. Die jüdische Autorin Klara Blum, genannt Dshu Bailan (朱白兰, 1904–1971), gehört zu den schreibenden Abenteurerinnen des 20. Jahrhunderts. Geboren in der Bukowina, zog Blum bald nach Wien, arbeitete in Moskau an Brechts Zeitschrift Das Wort mit und schrieb aus Paris an den Chefredakteur der deutsch-jüdischen Exilzeitung Aufbau. 1952 wurde Blum Professorin für deutsche Sprache und Literatur, sie starb im südchinesischen Guangzhou. Ihr umfangreiches Werk, das mit dem Roman Der Hirte und die Weberin und den Novellen Das Lied von Hongkong östliche und westliche Geschichten verbindet, fand große Anerkennung in seiner Zeit. In der DDR erschienen einige Lyrik- und Prosawerke Blums im Verlag  Volk & Welt und im Greifenverlag, zu den Bewunderern von Klara Blum zählte unter anderen Lion Feuchtwanger. Ihr letzter Roman Schicksalsüberwinder. Ein Mosaik-Roman aus dem neuen China wurde 1961 nicht vollständig veröffentlicht. Das gesamte Manuskript mit bunten Scherenschnitten befindet sich im Marbacher Teilnachlass von Klara Blum, neben Korrespondenzen und zahlreichen Gedichtentwürfen der Schriftstellerin. Uns interessieren u.a. die folgenden Fragen: Inwieweit wirken sich politische Umbrüche auf die schriftstellerische Praxis Blums aus und woran lässt sich dies erkennen? Mit welchen literarischen und ästhetischen Strategien reagiert die Exilantin auf die erlebten Wechsel von politischen Systemen, Orten und Sprachen? Wie verändern sich ihre Sprache, ihre bevorzugten Gattungen und literarischen Motive? Welche Rolle spielen dabei Blums Tätigkeiten als Übersetzerin und Literaturvermittlerin? Für welche Publika wird geschrieben und publiziert, und wie werden ihre Texte in unterschiedlichen Publikationskontexten gelesen bzw. rezipiert? Wie positionieren sich literarische Institutionen, Zeitschriften und Verlage, mit denen sie zusammenarbeitet? Programm Workshop im Rahmen der Ausstellung ›Wie Literatur Welt + Politik macht. Gefördert aus Mitteln des Auswärtigen Amtes. Wandlungszonen: Zeitschriften und Öffentlichkeit 1945 bis 1969 - vom 31.03. bis 01.04.2022 01.02.2021 https://www.dla-marbach.de/kalender/detail/407/?cHash=ba29d9585f3d6cffdd8ab412165373f6 Tagung, Zeitschriften, insbesondere Kulturzeitschriften, die sich zwischen Kunst, Wissenschaft und Politik bewegen, haben bei der Gestaltung von Öffentlichkeit in Europa und darüber hinaus schon immer eine entscheidende Rolle gespielt. Von den Broschüren der Aufklärung bis hin zu den Theoriezeitschriften der 1960er-Jahre und den Zines von Underground und Punk war das Journalmachen eine wichtige Kulturtechnik, die die Art und Weise, wie wir argumentieren, erzählen, schreiben und denken, stark beeinflusst hat. In einer Zeit, in der Zeitschriften und Presse erneut zum umkämpften Gegenstand werden, wird es umso wichtiger, die Frage nach der Rolle, die Zeitschriften für eine kritische Öffentlichkeit spielen (können), in den Fokus zu rücken. Ausgehend von den zahlreichen Redaktionsarchiven im DLA Marbach – neben dem Archiv der Wandlung die Archive von Zeitschriften wie Merkur, Der Ruf oder Alternative und Nachlässe von Herausgebern wie Dolf Sternberger, Joachim Moras, Hans Paeschke oder Curt Vinz – erlaubt ein Blick hinter die historischen Kulissen, Zeitschriften als Orte der Reflexion und der Zirkulation von Ideen zu begreifen. Mit Rainer M.E. Jacobi, Gunilla Eschenbach, Moritz Neuffer, Barbara Picht, Roman Yos, Pavel Zajas u.a. In Verbindung mit dem Arbeitskreis kulturwissenschaftliche Zeitschriftenforschung und dem Leibniz-Zentrum für Literatur- und Kulturforschung Berlin (ZfL). Gefördert durch die Wüstenrot Stiftung. Ursprünglich geplant am 18. und 19. März 2021.