Pressemitteilungen https://www.dla-marbach.de/ Pressemitteilungen des DLA Marbach de TYPO3 News Fri, 18 Jun 2021 09:49:16 +0000 Fri, 18 Jun 2021 09:49:16 +0000 TYPO3 EXT:news news-1310 Fri, 18 Jun 2021 09:34:37 +0000 PM 34/2021 https://www.dla-marbach.de/presse/presse-details/news/pm-34-2021/?no_cache=1&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=c67bfdf6822a23def3b645813a3ad92e Lyrik lesen – Gedichte im Gespräch Vom Europäischen Poesiefestival 2021 in Frankfurt a.M.
Mit Jan Bürger, Gregor Dotzauer und Claudia Kramatschek
Moderation: Barbara Wahlster

Aus den besprochenen Büchern liest Birgitta Assheuer.

Gedichte können alles und das auf engstem Raum. Sie sind spielerisch oder grüblerisch, öffnen Abgründe oder neue Perspektiven, führen ins unbekannte Eigene und machen Vertrautes fremd – oder umgekehrt. Gedichte sind Wahrnehmungsbatterien: kurz und knapp und mit lange anhaltender Wirkung, im besten Fall. Gedichte handeln von allem, was in der Welt wichtig ist, und von allem anderen natürlich auch. Von dieser kleinsten und ältesten literarischen Form lassen sich Jan Bürger (Deutsches Literaturarchiv Marbach), Gregor Dotzauer (Der Tagesspiegel, Berlin), Claudia Kramatschek (freie Kritikerin) und die Moderatorin Barbara Wahlster begeistern und verblüffen, anregen und zuweilen auch ärgern.

Drei wichtige Neuerscheinungen von Eva Maria Leuenberger, Robert Hass und Ben Lerner haben sie ausgewählt, um über darüber zu diskutieren. Zudem haben sie je einen eigenen Tipp mitgebracht: Bücher von Thomas Kunst, Valzhyna Mort und last, not least von der legendären afroamerikanischen Lyrikerin Wanda Coleman.

Die neue Folge der Veranstaltungsreihe »Lyrik lesen – Gedichte im Gespräch« des Deutschen Literaturarchivs Marbach in Kooperation mit Deutschlandfunk Kultur wird aufgezeichnet und am Sonntag, 20. Juni, um 22.03 Uhr im Deutschlandfunk Kultur gesendet.

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news-1309 Thu, 17 Jun 2021 13:44:29 +0000 PM 33/2021 https://www.dla-marbach.de/presse/presse-details/news/pm-33-2021/?no_cache=1&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=8b5f63e38f538aa8b32d124de220851c Hölderlin. Innen Mit Anne-Dore Krohn und Denis Scheck

Wie verstehen wir Gedichte? Wie nähern wir uns dem an, was wir als Verstehen bezeichnen? Wie hat Literatur überhaupt ein Innen und Außen? Die Journalistin Anne-Dore Krohn und der Literaturkritiker Denis Scheck überprüfen Robert Walsers These: »Hölderlin hielt es für angezeigt, d.h. für taktvoll im 40. Lebensjahr seinen gesunden Menschenverstand einzubüssen, wodurch er zahlreichen Menschen Anlass gab, ihn aufs Unterhaltendste, Angenehmste zu beklagen. Rührung ist ja etwas überaus Bekömmliches, mithin Willkommenes. Über einen grossen und zugleich unglücklichen Menschen weinen, wie schön ist das! Wieviel zarten Gesprächsstoff liefern solche unalltägliche Existenzen.«

Ein (coronabedingt) begrenztes Publikum vor Ort ist zugelassen, wir freuen uns über Ihre Anmeldung bis Freitag, 25. Juni um 12 Uhr: museum@dla-marbach.de

Mit der Bitte um Beachtung: Um die Sicherheit aller Anwesenden zu gewährleisten, können nur Personen an der Veranstaltung teilnehmen, die bereits voll geimpft oder genesen sind oder die einen aktuellen Negativtest vorweisen können.

Die Veranstaltung am Sonntag, 27. Juni, 11 Uhr, wird auch per Live-Streaming auf YouTube übertragen: https://www.youtube.com/user/LiMo606 

Gefördert im Rahmen des Literatursommers 2020. Eine Veranstaltungsreihe der Baden-Württemberg Stiftung.

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news-1308 Thu, 17 Jun 2021 13:39:14 +0000 PM 32/2021 https://www.dla-marbach.de/presse/presse-details/news/pm-32-2021/?no_cache=1&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=4863a06804fc57724d1f4b5507c6630d Hölderlin und Hegel – 250 Jahre Sprache und Vision Auf einen Espresso + einen Wein mit Hölderlin + Hegel
Abschlussveranstaltung des Literatursommers 2020
Mit Ulrike Almut Sandig, Jürgen Kaube, Karl-Heinz Ott und Christoph Dahl und Sandra Richter

Welche visionäre poetische und philosophische Kraft hat Sprache? Wie denken und handeln wir in und mit der Literatur? Über einen imaginären Dialog von Hölderlin und Hegel denken beim Espresso drei Autorinnen und Autoren nach, die ihre ganz eigene Perspektive auf diese besondere Dichter und Denker-Konstellation mitbringen: die Lyrikerin Ulrike Almut Sandig (Monster wie wir, 2020), der Herausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung Jürgen Kaube, dessen Buch Hegels Welt (2020) gerade mit dem Deutschen Sachbuchpreis ausgezeichnet wurde, und Karl-Heinz Ott, Schriftsteller und Übersetzer (Hölderlins Geister, 2019). Zum Auftakt der Abschlussveranstaltung des Literatursommers 2020 spricht Sandra Richter, Direktorin des Deutschen Literaturarchivs Marbach, mit dem Geschäftsführer der Baden-Württemberg Stiftung, Christoph Dahl. Den Abend moderiert der Literaturkritiker Denis Scheck.

Rahmenprogramm: Musik von Aribert Reimann und Gerhard Stäbler, gesungen und gespielt von Angelika Luz, Alumni und Studierenden der Staatlichen Hochschule für Musik und darstellende Kunst Stuttgart.

Live-Streaming der Veranstaltung am Freitag, 25. Juni, 18 Uhr, auf YouTube: https://www.youtube.com/user/LiMo606 

Im Zentrum des coronabedingt verlängerten Literatursommers 2020 der Baden-Württemberg Stiftung standen Fragen zur Bedeutung der beiden Geistesgrößen Hölderlin und Hegel über die Literatur und Philosophie hinaus. Welches Gewicht haben die zentralen Motive ihrer Werke in unserer Zeit: die Ideen der Französischen Revolution von Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit, die Gesellschaftsutopie einer Einheit der ›Vielheiten‹, aber auch der Stellenwert von Kunst und Dichtung, die Bedeutung von Sprache und Philosophie?

Eine Veranstaltung der Baden-Württemberg Stiftung in Kooperation mit dem Deutschen Literaturarchiv Marbach.

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news-1307 Wed, 16 Jun 2021 08:52:58 +0000 PM 31/2021 https://www.dla-marbach.de/presse/presse-details/news/pm-31-2021/?no_cache=1&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=8058800c83742b49811cee6675d468bb Hölderlin lesen – materiell, digital, empirisch? Mit Vera Hildenbrandt, Winfried Menninghaus und Roland Reuß
Moderation: Lothar Müller

Welche Art und Weise, Hölderlins Texte zu lesen, hat welche Vor- und Nachteile? Wie lassen sich unterschiedliche literaturwissenschaftliche Methoden – material studies, Textkritik, Hermeneutik, digitale Textanalyse und die empirische Ästhetik – miteinander verbinden, wo widersprechen sie sich? Roland Reuß, Professor für Neuere Deutsche Literaturwissenschaft an der Universität Heidelberg, Winfried Menninghaus, Direktor der Abteilung ›Sprache und Literatur‹ des Max-Planck-Instituts für empirische Ästhetik in Frankfurt a.M., und Vera Hildenbrandt, stv. Leiterin der Museen des Deutschen Literaturarchiv Marbach, stellen vor, auf welche Weisen sich ein Dichter wie Hölderlin lesen lässt. Der Literaturwissenschaftler und Literaturkritiker Lothar Müller (Süddeutsche Zeitung) moderiert das Gespräch.

Hölderlin lesen, das ist, wenn man in der Geschichte seiner Rezeption zurückgeht, Vieles und sehr Unterschiedliches: Wilhelm Dilthey versucht, sich die biografischen Momente zu vergegenwärtigen, in denen Hölderlins Gedichte entstanden sind, Norbert von Hellingrath konstruiert aus Hölderlins Fragmenten den Dichter als Seher, Werner Vortriedte untersucht Substantiv-Adjektiv-Kombinationen, Martin Heidegger lässt Bernhard Böschenstein Worthäufigkeiten zählen, Paul Celan baut Bruchstücke als Fremdwörter in seine eigenen Gedichte ein, Dietrich E. Sattler zeigt Hölderlins Manuskripte als unendliche Textur.

Die Veranstaltung findet am Mittwoch, 23. Juni, um 19.30 Uhr statt und wird per Live-Streaming auf Youtube übertragen: https://www.youtube.com/user/LiMo606 

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news-1306 Thu, 10 Jun 2021 10:08:09 +0000 PM 30/2021 https://www.dla-marbach.de/presse/presse-details/news/pm-30-2021/?no_cache=1&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=6036022650e062495146918657dfce70 #StepTwo. Lesen & Schreiben über Afrika heute Jackie Thomae und Ijoma Mangold im Gespräch
Eröffnung von #StepThree mit Detlef Pfeifer, Julia Augart und Nelson Mlambo

Ein Partygänger im gerade wiedervereinten Berlin und ein konservativer Familienvater, der sich in London zum Stararchitekten hochgearbeitet hat − die Leben der beiden afrodeutschen Hauptfiguren in Jackie Thomaes Roman Brüder (2019) könnten nicht unterschiedlicher sein. Von ihrem gemeinsamen Vater erfahren die beiden Männer erst, als dieser um ein Treffen am Pariser Flughafen bittet. Wie schreiben und lesen wir heute über Afrika? Die Autorin Jackie Thomae und Ijoma Mangold (Die Zeit) diskutieren darüber in der letzten Folge von ›NarratingAfrica #StepTwo‹ am 18. Juni. Es moderiert Annette Bühler-Dietrich (Universität Stuttgart). Zur Eröffnung von #StepThree begrüßen Heike Gfrereis, Stefanie Hundehege (beide DLA Marbach) und Detlef Pfeifer (Goethe-Institut Windhoek) Julia Augart und Nelson Mlambo (beide University of Namibia) und stellen den neu gestalteten Teil #StepThree‹ vor. Musikalisch wird die Veranstaltung von Lisa Tuyala und Band begleitet.

Jackie Thomae, geboren 1972 in Halle an der Saale, ist Journalistin und Schriftstellerin. 2015 erschien ihr Debütroman Momente der Klarheit. Zwei Jahre später nahm sie am Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb teil. Mit ihrem zuletzt erschienenen Roman Brüder stand sie 2019 auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises, 2020 wurde der Roman mit dem Düsseldorfer Literaturpreis ausgezeichnet.

Ijoma Mangold, geboren 1971 in Heidelberg, ist Literaturkritiker und Autor. Nach Stationen bei der Berliner Zeitung und der Süddeutschen Zeitung wechselte er 2009 zur Wochenzeitung Die Zeit, deren Literaturchef er von 2013 bis 2018 war; heute ist er Kulturkorrespondent der Zeitung. Gemeinsam mit Lars Weisbrod und Nina Pauer moderiert er den Feuilleton-Podcast Die sogenannte Gegenwart. Zuletzt erschien Der innere Stammtisch. Ein politisches Tagebuch (2020).

Das Gespräch mit Jackie Thomae und Ijoma Mangold findet per Zoom auf Deutsch statt, die Eröffnung von #StepThree (ab 20 Uhr) in englischer Sprache.

In #StepTwo stehen Texte von Schriftstellerinnen und Schriftstellern aus unterschiedlichen Ländern und in verschiedenen Sprachen im Vordergrund, in #StepThree wird die Ausstellung durch Texte und Objekte von namibischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie Schriftstellerinnen erweitert https://www.literatursehen.com/projekt/narrating-africa/ 

Den Zoom-Link zur Veranstaltung am 18. Juni um 18.30 Uhr finden Sie in Kürze im Kalender der DLA-Website: https://www.dla-marbach.de/kalender

Die Veranstaltungsreihe findet in Kooperation mit der University of Namibia und Annette Bühler-Dietrich (Universität Stuttgart) statt und wird vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg gefördert.

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news-1305 Thu, 10 Jun 2021 09:57:47 +0000 PM 29/2021 https://www.dla-marbach.de/presse/presse-details/news/pm-29-2021/?no_cache=1&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=358c2b627270f82a36d57efccedd6f4e Narrating Africa #StepTwo. 50 Jahre Morenga Uwe Timm im Gespräch mit Martin Hielscher und Jan Bürger

Deutsch-Südwestafrika (das heutige Namibia) im Jahr 1904: An der Spitze der für ihre Freiheit kämpfenden Schwarzen steht Jakob Morenga, ein früherer Minenarbeiter. Der Oberveterinär Gottschalk ist bei seiner Ankunft in Deutsch-Südwestafrika begeistert von den kolonialen Plänen des Kaiserreichs. Als er aber den Rassismus der deutschen Soldaten und die Gewaltexzesse gegenüber den Einheimischen erlebt, wachsen seine Zweifel. In seinem Montageroman Morenga (1978) verbindet Uwe Timm Fiktionen und Fakten. Er arbeitet mit zeitgenössischen Tagebucheinträgen, Gefechtsberichten und Dokumenten und beschreibt ein grausames Kapitel deutscher Geschichte. Auch heute ist Morenga noch hochaktuell: Erst kürzlich erkannte die Bundesrepublik den Genozid an den Herero und Nama an. Über die Geschichte seines Romans spricht Uwe Timm am 16. Juni 2021 in einer weiteren Folge der Reihe ›#Narrating Africa Step Two‹ mit dem Lektor, Übersetzer und Literaturwissenschaftler Martin Hielscher, der zu den besten Kennern von Timms Werk gehört, und mit Jan Bürger (DLA Marbach). Uwe Timm (geb. 1940 in Hamburg) lebt in München. Sein Werk umfasst v.a. Romane und Essays, seine Novelle Die Entdeckung der Currywurst wurde eines der erfolgreichsten Bücher der Nachkriegsliteratur. Mit Rennschwein Rudi Rüssel wurde Timm auch als Kinderbuchautor bekannt. Seine Bücher wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt und vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Heinrich-Böll-Preis (2009) und dem Schillerpreis der Stadt Mannheim (2018). 2018 hatte er die Tübinger Poetik-Dozentur inne. Zuletzt erschien Der Verrückte in den Dünen. Über Literatur und Utopie (2020).

Timms Roman Morenga erschien 2020 in einer Neuauflage mit einem Nachwort von Robert Habeck.

Im #StepTwo der Open-Space-Ausstellung ›Narrating Africa‹ wird die Ausstellung durch Texte internationaler Schriftstellerinnen und Schriftsteller aus Afrika und Europa erweitert https://www.literatursehen.com/projekt/narrating-africa/ 

Den Zoom-Link zur Veranstaltung am 16. Juni um 19.30 Uhr finden Sie in Kürze im Kalender der DLA-Website: https://www.dla-marbach.de/kalender

Die Veranstaltungsreihe findet in Kooperation mit der University of Namibia und Annette Bühler-Dietrich (Universität Stuttgart) statt und wird vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg gefördert.

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news-1304 Tue, 08 Jun 2021 12:21:49 +0000 PM 28/2021 https://www.dla-marbach.de/presse/presse-details/news/pm-28-2021/?no_cache=1&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=3acac0cb7068d0fe9f626f1ec9a5b645 Marbacher ›Poesie-Hackathon‹ Zu Hölderlin, Schiller, Mörike und Celan. Online-Kolloquium am 18. Juni 2021. Mit einem Gespräch mit Hannes Bajohr

»Zählen. Hölderlin mit den Fingern lesen« heißt eines der Kapitel der gerade wieder geöffneten Ausstellung ›Hölderlin, Celan und die Sprachen der Poesie‹ im Literaturmuseum der Moderne (verlängert bis zum 19. September). Im Mittelpunkt steht hier der quantitative Zugang zu Hölderlins Gedichten: Was können wir buchstäblich mit den Fingern zählen, wo und wie hilft der Computer dabei? Ergänzt und erweitert wird dieser Raum nun durch einen Marbacher ›Poesie-Hackathon‹: Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Halle, Marbach, Moskau, Potsdam, Stuttgart und Würzburg haben an kuratierten Daten zu den Gedichten von Schiller, Mörike, Hölderlin und Celan digitale Analysen durchgeführt.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Online-Kolloquiums diskutieren Methoden und Ergebnisse und versuchen sich an deren Interpretation: Was ist Poesie, wenn wir sie als Ansammlung von Daten betrachten, bearbeiten, analysieren? Was für Strukturen, was für Muster lassen sich erkennen? Was fangen wir mit diesen an – was können sie uns über Poesie sagen, was können wir dazu erzählen? Im Mittelpunkt steht dabei die Frage: Ist die Poesie gegenüber den typischen computerphilologischen bzw. computerlinguistischen Routinen widerständiger als andere literarische Gattungen? Und wenn ja: Welches Erkenntnispotenzial liegt dann in dieser Widerständigkeit?

Im Anschluss an die Präsentation und Diskussion der einzelnen Forschungsprojekte findet ein Gespräch mit dem Literaturwissenschaftler und Schriftsteller Hannes Bajohr über Poesie und künstliche Intelligenz statt. Bajohr hat 2015 für seinen Roman Durchschnitt alle Bücher aus dem 2002 von Marcel Reich-Ranicki herausgegebenen 20-bändigen Kanon der deutschen Literatur als Textkorpus verwendet, mit Hilfe eines Computerskripts dessen durchschnittliche Satzlänge bestimmt (18 Wörter), alle Sätze anderer Länge aussortiert und das Ergebnis anschließend alphabetisch geordnet. 2018 veröffentlichte er den Gedichtband Halbzeug. Textverarbeitung, in dem ebenfalls Methoden der digitalen Textanalyse als Verfahren der Textproduktion genutzt werden.

Konzept: Heike Gfrereis und Peer Trilcke (Theodor-Fontane-Archiv | Universität Potsdam). In Kooperation mit dem Forschungsverbund Marbach Weimar Wolfenbüttel, dem SDC4Lit und dem Netzwerk für Digitale Geisteswissenschaften der Universität Potsdam.

Die virtuelle Veranstaltung beginnt am 18. Juni um 9 Uhr. Interessierte können sich bis zum 17. Juni anmelden unter: digital-humanities@uni-potsdam.de

Programm

Aktuelle Informationen und Dokumentation auf https://www.literatursehen.com/themenseite/poesie-hackathon/.

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news-1303 Fri, 04 Jun 2021 07:54:11 +0000 PM 27/2021 https://www.dla-marbach.de/presse/presse-details/news/pm-27-2021/?no_cache=1&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=936e40b10c047e3872324d8c2727bedf Museen des DLA ab 8. Juni wieder geöffnet Ausstellungen verlängert

Nach coronabedingter Schließung sind die Museen des Deutschen Literaturarchivs Marbach ab 8. Juni wieder von Dienstag bis Sonntag, 10 bis 17 Uhr, geöffnet (an Feiertagen auch montags). Besucherinnen und Besucher müssen getestet, genesen oder vollständig geimpft sein (ein tagesaktueller negativer Coronatest, ein Genesungs- oder Impfnachweises muss an der Kasse vorgelegt werden, eine Anmeldung ist nicht notwendig). In den Ausstellungsräumen gelten die üblichen Hygieneregeln und das Abstandsgebot von mindestens 1,5 Metern. Das Tragen einer medizinischen Gesichtsmaske (OP-Maske) oder einer Atemschutzmaske (FFP2 oder vergleichbar) ist weiterhin Pflicht.

Die beiden großen Wechselausstellungen wurden verlängert: ›Hölderlin, Celan und die Sprachen der Poesie‹ (Literaturmuseum der Moderne) ist bis zum 19. September 2021 zu sehen, ›Lass leuchten! Peter Rühmkorf – selbstredend und selbstreimend‹ (Schiller-Nationalmuseum) bis zum 31. Oktober.

Die Dauerausstellung ›Die Seele‹ ist zurzeit geschlossen und wird neu gestaltet und konzipiert zum Schillersonntag, 7. November 2021, wieder geöffnet.

Derzeit finden keine Führungen vor Ort statt. Virtuelle Zoom-Führungen sind buchbar unter: museum@dla-marbach.de

Die Marbacher Ausstellungen und damit verbundenen Forschungs- und Veranstaltungsprojekte sind seit dem Frühjahr 2021 auch online zugänglich: www.literatursehen.com

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news-1302 Tue, 01 Jun 2021 09:36:34 +0000 PM 26/2021 https://www.dla-marbach.de/presse/presse-details/news/pm-26-2021/?no_cache=1&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=be6ee0efdf93651b2a2c791851ebc063 #StepTwo: Récits d‘Afrique Virtuelle Veranstaltung mit Sami Tchak und Fiston Mwanza Mujila am 9. Juni 2021

Zwischen Edelsteinhandel, Diebstählen und wilden Nachtclub-Parties, zwischen Angola im Bürgerkrieg und Zaire (heute DRK): In seinem neuen Roman La Danse du Vilain (2020) beschreibt Fiston Mwanza Mujila chaotische Zustände in Zentralafrika und den täglichen Kampf ums Überleben von Straßenkindern, in den sich ein österreichischer Schriftsteller verirrt. Vom Leben und Sterben erzählt Sami Tchak in Les Fables du Moineau (2020). Tchak entwirft eine fantastische Geschichte über den unaufhaltsamen Kreislauf des Lebens, eine Fabel von Mensch und Vogel. Geschichten aus Afrika – Récits d’Afriques – werden am 9. Juni in der neuen virtuellen Folge von ›Narrating Africa. StepTwo‹ erzählt: Sami Tchak und Fiston Mwanza Mujila sprechen mit Annette Bühler-Dietrich (Universität Stuttgart) über ihr Schreiben; die Veranstaltung findet in französischer Sprache statt.

Sami Tchak ist ein togoischer Schriftsteller und lebt in Frankreich. 1993 wurde er an der Sorbonne im Fach Soziologie promoviert und widmet sich seither vorrangig dem Schreiben. 2004 wurde er mit dem Grand Prix Littéraire de L’Afrique Noire ausgezeichnet. Sein Roman Place des Fêtes (2001) erschien in deutscher Übersetzung mit dem Titel Scheiß Leben (2004). Zuletzt erschien Les Fables du Moineau.

Fiston Mwanza Mujila (geboren in Lubumbashi, Demokratische Republik Kongo) lebt in Graz und schreibt Lyrik, Prosa und Theaterstücke. 2015 stand er auf der Longlist des International Booker Prize. Sein Roman Tram 83 (2014, in deutscher Übersetzung 2016) wurde vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Internationalen Literaturpreis – Haus der Kulturen der Welt (2017). La Danse du Vilain ist sein jüngster Roman. Sein Theaterstück Der Garten der Lüste wird in der nächsten Spielzeit am Deutschen Theater Berlin uraufgeführt.

Im #StepTwo der Open-Space-Ausstellung ›Narrating Africa‹ wird die Ausstellung nun durch Texte internationaler Schriftstellerinnen und Schriftsteller aus Afrika und Europa erweitert https://www.literatursehen.com/projekt/narrating-africa/ 

Den Zoom-Link zur Veranstaltung am 9. Juni um 19.30 Uhr finden Sie in Kürze im Kalender der DLA-Website: https://www.dla-marbach.de/kalender

Die Veranstaltungsreihe findet in Kooperation mit der University of Namibia und Annette Bühler-Dietrich (Universität Stuttgart) statt und wird vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg gefördert.

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news-1300 Wed, 26 May 2021 08:56:23 +0000 PM 25/2021 https://www.dla-marbach.de/presse/presse-details/news/pm-25-2021/?no_cache=1&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=fd0e65c806b42089b522dd4a06084a07 #StepTwo: Narrating Gender Virtuelles Gespräch mit Sulaiman Addonia und Yvonne A. Owuor am 2. Juni

Welche Bedeutung hat das eigene Leben, wenn Heimat, Besitz, Sprache verloren sind? In Silence Is My Mother Tongue (2018) erzählt Sulaiman Addonia von Geschwistern in einem sudanesische Flüchtlingslager und deren Ringen um eine neue Existenz. Yvonne Adhiambo Owuors Roman The Dragonfly Sea (2019) handelt von einer jungen Frau auf einer kleinen Insel vor der Küste Kenias, die in einer Zeit einschneidender politischer Ereignisse darum kämpft, ihren Platz in der Welt zu finden. Die Suche nach Identität und die Frage nach Geschlecht sind Themen der virtuellen Veranstaltung ›Narrating Gender‹ am 2. Juni, bei der Sulaiman Addonia und Yvonne Adhiambo Owuor mit Margret Frenz (Universität Stuttgart) sprechen; die Veranstaltung findet in englischer Sprache statt.

Der eritreisch-äthiopische Schriftsteller Sulaiman Addonia verbrachte seine ersten Lebensjahre in einem Flüchtlingscamp im Sudan, ehe er über Saudi-Arabien nach England kam. Sein erster Roman The Consequences of Love (2008) wurde in mehr als 20 Sprachen übersetzt, Silence Is My Mother Tongue, sein zweiter Roman, stand 2019 auf der Shortlist des Orwell Prize in der Sparte ›Political Fiction‹ und erschien als Titel Schweigen ist meine Muttersprache 2021 auf Deutsch bei Orlanda.

Die Geschichte Kenias und die Fragen nach Herkunft und Zugehörigkeit sind zentrale Themen im Werk der kenianischen Schriftstellerin Yvonne Adhiambo Owuor. Für ihre Kurzgeschichte The Weight of Wispers (2003) wurde sie 2003 mit dem prestigeträchtigen AKO Caine Prize für African Writing ausgezeichnet. Ihre Romane erscheinen in deutscher Übersetzung im Dumont Verlag, zuletzt Das Meer der Libellen (2020). 2019 war sie Ko-Kuratorin des Festivals ›Membrane: African Literatures and Ideas‹ am Literaturhaus Stuttgart und 2018/19 Fellow am Wissenschaftskolleg zu Berlin.

Im #StepTwo der Open-Space-Ausstellung ›Narrating Africa‹ wird die Ausstellung nun durch Texte internationaler Schriftstellerinnen und Schriftsteller aus Afrika und Europa erweitert https://www.literatursehen.com/projekt/narrating-africa/ 

Den Zoom-Link zur Veranstaltung am 2. Juni um 19.30 Uhr finden Sie in Kürze im Kalender der DLA-Website: https://www.dla-marbach.de/kalender

Die Veranstaltungsreihe findet in Kooperation mit der University of Namibia und Annette Bühler-Dietrich (Universität Stuttgart) statt und wird vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg gefördert.

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