Deutsche Schillergesellschaft

1895 wurde in Marbach und Stuttgart der Schwäbische Schillerverein mit dem Ziel gegründet, in Friedrich Schillers Geburtsstadt ein Schillermuseum und -archiv zu errichten. Es sollte zum einen als Gedenk- und Forschungsstätte für all jene Lebenszeugnisse und Erinnerungsstücke, die seit Schillers Tod in Marbach zusammengetragen worden waren, und zum anderen als Archiv für andere berühmte Dichter und Schriftsteller aus Schwaben dienen.

Schon 1903 gelang es dem Verein, das Haus dank zahlreicher Mitgliedsbeiträge, Stiftungen und der Unterstützung des württembergischen Königs auf der Schillerhöhe zu eröffnen. In seinen Räumen wurden die Lebens- und Schaffenszeugnisse von Wieland, Schubart, Schiller und Hölderlin, von Kerner, Uhland und Mörike gezeigt und die Forschung an den Texten der Dichter vorangetrieben. 1947 benannte sich der Schwäbische Schillerverein in Deutsche Schillergesellschaft um. Der neue Name betonte nicht nur die nationale Bedeutung, die Marbach mittlerweile erreicht hatte, sondern auch die Ausweitung des Sammelgebiets auf die gesamte deutschsprachige Literatur seit 1750. Mit der Gründung des Deutschen Literaturarchivs 1955 trug die Deutsche Schillergesellschaft dieser Entwicklung ebenfalls Rechnung.

Heute ist die Deutsche Schillergesellschaft mit über 3000 Mitgliedern eine der größten literarischen Gesellschaften in Deutschland. Noch immer verfolgt sie das Ziel, Forscher und Literaturfreunde aus der ganzen Welt zusammenzuführen und Literatur lebendig zu machen. Zur erfolgreichen Arbeit des Vereins tragen neben der öffentlichen Hand die Mitglieder der Deutschen Schillergesellschaft und die Freunde des Deutschen Literaturarchivs Marbach bei. Ehrenmitglieder der Deutschen Schillergesellschaft sind Professor Dr. Dr. h. c. Eberhard Lämmert, ehem. Präsident des Deutschen Literaturarchvis Marbach, Professor Dr. Ulrich Ott, ehem. Direktor des Deutschen Literaturarchvis Marbach und Ministerpräsident a. D. Erwin Teufel.

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Stellungnahme des Wissenschaftsrats zum Deutschen Literaturarchiv Marbach (DLA) 2011.