Schiller, Friedrich von (1759-1805). Maria Stuart (Drama : 1801)
Schiller, Friedrich von (1759-1805) ,
1801
- Normdaten
Mārī Stūyārt
Me li Seu tyu eo teu
Meri Sŭt'yuŏt'ŭ
Marie Stuartovna (Tschechisch)
Maria Estuard (Katalanisch)
Mary Stuart (Englisch)
Marie Stuart (Französisch)
Stuart Mária : szomorujáték öt felvonásban (Ungarisch)
Mária Stuarová (Slowenisch)
- Drama
1800
1799-1800
- Deutsch
Kindler (positiv)
Zeit- und Sachbezug: Erste Ideen während Schillers Asyl in Bauerbach (1783), wo er sich mit W. Camdens Geschichte von Elisabeth I. beschäftigte. Als Quellen dienten zudem W. Robertson: "History of Scotland" (1759), David Hume: "History of England" (1754 -1761) in deutscher Übersetzung (1762), Rapin de Thoyras: "Histoire d'Angleterre" (1724). Aus der Weimarer Bibliothek hatte Schiller sich noch entliehen: Du Chesne, "Histoire d'Ecosse avec l'histoire d'Angleterre" und Gentz' Aufsatz über Maria Stuart in Viewegs "Taschenbuch für 1799". Nach "Don Carlos" und "Wallenstein" arbeitete Schiller
Inhalt: Beleuchtet wird das Schicksal der schottischen Königin, die nach ihrer Gefangennahme schließlich zum Tod verurteilt wird, wo das Stück einsetzt. Trotz ihrer Verurteilung suggeriert die Handlung dem Publikum, dass ihre Rettung noch möglich wäre. Maria wird als moralisch standhafte und wahrhafte Heldin dargestellt, während Elisabeths Agieren heuchlerisch und intrigant wirkt. Schiller erfand eine Szene in der Mitte des Stückes, in der sich beide Königinnen begegnen - dieses Treffen wird auch heute noch häufig adaptiert (Bedeutung als Schlüsselszene).
Überlieferung: Schillers fein ausgearbeitete Dramatisierung wurde seit der UA gewürdigt.Anhand der beiden Theatermanuskripte (Hamburger und Leipzig-Drsdner) wird die mehrfache Umgestaltung des Dramas nachvollziehbar.