Schiller, Friedrich von (1759-1805). Der Verbrecher aus verlorener Ehre (Erzählung : 1786)
Schiller, Friedrich von (1759-1805) ,
1786
- Normdaten
Verbrecher aus Infamie (Deutsch)
Misdadiger door verloren eer
Criminel par infamie
The criminal of lost honour (Englisch)
La krimulo pro honoro perdita
Il malfattore per onore perduto
Il delinquente per infamia
- Erzählung
- Deutsch
Frenzel Daten (positiv)
Die Leseliste: kommentierte Empfehlungen, 1994 (positiv)
Meid, Volker: Metzler Literatur Chronik, 3., erw. Aufl., 2006 (positiv)
Kindler (3. Aufl., online) (positiv)
Zeit- und Sachbezug: Analytisch erzählte Kriminalgeschichte in Anlehnung an die moralischen Erzählungen der Aufklärung. Sozialkritische Kriminalpsychologie statt Verbrechensschilderung steht im Vordergrund. Den Stoff seiner Erzählung verdankte er seinem Lehrer, Prof. Abel und dessen Lebensgeschichte des Räubers Friedrich Schwan.
Inhalt: Christian Wolf, Sohn eines Gastwirts, gerät aufgrund unglücklicher Verhältnisse auf die schiefe Bahn, wird erst zum Wilddieb, später zum Mörder und zum Oberhaupt einer Räuberbande. Ein Gnadengesuch beim Landesherrn wird abgelehnt. Bei seiner Flucht vor der Bande wird er festgehalten und gibt sich zu erkennen, womit die Erzählung endet. Weitere Reflexionen über Schuld und Sühne, Gerechtigkeit und Billigkeit überlässt Schiller dem Leser.
Überlieferung: 1786 anonym in der von Schiller hrsg. Zeitschrift "Thalia" erschienen u.d.T. "Verbrecher aus Infamie. Eine wahre Geschichte"; 1792 veröffentlichte er die stilistisch überarb. Fassung in der Sammlung "Kleinere prosaische Schriften" u.d.T. "Der Verbrecher aus verlorener Ehre".
Erstdruck der Erzählung: Thalia, Zweytes Heft. 1786, unter dem Titel "Verbrechen aus Infamie. Eine wahre Geschichte") (Quelle: Nationalausgabe, Bd.16)