Goethe, Johann Wolfgang von (1749-1832). Hermann und Dorothea (Epik)
Goethe, Johann Wolfgang von (1749-1832)
Media type
- Normdaten
Title of the Work
Hermann und Dorothea
Other Titles
Armin i Doroteja
Arminio e Dorotea
Arminios kai Dorothea
Arminius et Theodora
Cherman i Doroteja
Ermanno e Dorotea
German i Doroteja
Herman and Dorothea
Herman i Dorota
Herman y Dorotea
Herman i Doroteja
Herman e Dorothée
Herman en Dorothea
Herman et Dorothée
Herman och Dorothea
Herman şi Dorothea
Herman es Dorottya
Herman ve-Dorote'ah
Herman we-Dorote'a
Hermanas ir Doroteja
Hermanis un Doroteja
Hermann e Dorothee
Hermano kaj Doroteo
Ho-man yu Tou-lu-tai
Hrzmz j djirtj-h
Herrmann und Dorothea
Arminio e Dorotea
Arminios kai Dorothea
Arminius et Theodora
Cherman i Doroteja
Ermanno e Dorotea
German i Doroteja
Herman and Dorothea
Herman i Dorota
Herman y Dorotea
Herman i Doroteja
Herman e Dorothée
Herman en Dorothea
Herman et Dorothée
Herman och Dorothea
Herman şi Dorothea
Herman es Dorottya
Herman ve-Dorote'ah
Herman we-Dorote'a
Hermanas ir Doroteja
Hermanis un Doroteja
Hermann e Dorothee
Hermano kaj Doroteo
Ho-man yu Tou-lu-tai
Hrzmz j djirtj-h
Herrmann und Dorothea
Form of the Work
- Epik
Language
- Deutsch
Source
Kindler (3. Aufl., online) unter Goethe: Epen (positiv)
https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Hermann_und_Dorothea&oldid=206895056 (Wikipedia; Stand: 09.09.2020)
https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Hermann_und_Dorothea&oldid=206895056 (Wikipedia; Stand: 09.09.2020)
Explanation
Epoche: Klassik
Zeit- und Sachbezug: G. erhielt wesentliche Impulse von Göckings "Emigrationsgeschichte", bezog sich auch auf eig. Erfahrungen des Revolutionsgeschehens.
Inhalt: Epos in 9 Gesängen, diese sind nach den antiken griechischen Musen benannt. Der Sohn eines wohlhabenden Ehepaars verliebt sich in eine junge Frau, die in einem Flüchtlingstreck an seiner Heimatstadt vorbeizieht. Er möchte sie auf der Stelle heiraten, aber wegen des anfänglichen Widerstands seines Vaters, der die Höhe der Mitgift in den Vordergrund stellt, sollen zunächst zwei Freunde des Hauses die Tauglichkeit des Mädchens prüfen. Da die Ausgeforschte u. a. junge Mädchen heldenhaft vor einer drohenden Vergewaltigung geschützt hat und zudem über ansehnliche körperliche Vorz
fällt das Urteil positiv aus und der Freier ist hoffnungsvoll. Weil er eine mögliche Abweisung fürchtet, stellt er sie zunächst nur als Magd ein. Erst bei einer Aussprache im Elternhaus kommt die Gegenseitigkeit der Liebe zutage, so dass die Verlobung glücklich vollzogen werden kann. Die Spannung zwischen antik-epischen und modern-idyllischen Elementen durchzieht den Text als Kontrast zwischen dem weltgeschichtlichen Geschehen der Revolution und dem philiströsen Ambiente der Kleinstadt.
Überlieferung: Der enorme Erfolg des Buches führte zu zahlreichen Neuauflagen, Übersetzungen und wissenschaftl. Abhandlungen. Im 19. Jh. als Bekenntnis zum bürgerlichen Normen- und Wertesystem kanonisiert und seit den Napoleonischen Kriegen zunehmend patriotisch-nationalistisch überhöht, verlor es seine Strahlkraft nach dem Zweiten Weltkrieg. In der Gegenwart gewinnt das Werk in Bezug auf die Flüchtlingsproblematik erneut an Aktualität.
Illustrationen existieren u.a. von M. D. Oppenheim, C. A. Schwerdgeburth, L. Richter, D. Chodowiecki, A. v. Ramberg, Skulpturen von J. W. Henschel und C. J. Steinhäuser. Prominent vertont von R. Schumann.
Zeit- und Sachbezug: G. erhielt wesentliche Impulse von Göckings "Emigrationsgeschichte", bezog sich auch auf eig. Erfahrungen des Revolutionsgeschehens.
Inhalt: Epos in 9 Gesängen, diese sind nach den antiken griechischen Musen benannt. Der Sohn eines wohlhabenden Ehepaars verliebt sich in eine junge Frau, die in einem Flüchtlingstreck an seiner Heimatstadt vorbeizieht. Er möchte sie auf der Stelle heiraten, aber wegen des anfänglichen Widerstands seines Vaters, der die Höhe der Mitgift in den Vordergrund stellt, sollen zunächst zwei Freunde des Hauses die Tauglichkeit des Mädchens prüfen. Da die Ausgeforschte u. a. junge Mädchen heldenhaft vor einer drohenden Vergewaltigung geschützt hat und zudem über ansehnliche körperliche Vorz
fällt das Urteil positiv aus und der Freier ist hoffnungsvoll. Weil er eine mögliche Abweisung fürchtet, stellt er sie zunächst nur als Magd ein. Erst bei einer Aussprache im Elternhaus kommt die Gegenseitigkeit der Liebe zutage, so dass die Verlobung glücklich vollzogen werden kann. Die Spannung zwischen antik-epischen und modern-idyllischen Elementen durchzieht den Text als Kontrast zwischen dem weltgeschichtlichen Geschehen der Revolution und dem philiströsen Ambiente der Kleinstadt.
Überlieferung: Der enorme Erfolg des Buches führte zu zahlreichen Neuauflagen, Übersetzungen und wissenschaftl. Abhandlungen. Im 19. Jh. als Bekenntnis zum bürgerlichen Normen- und Wertesystem kanonisiert und seit den Napoleonischen Kriegen zunehmend patriotisch-nationalistisch überhöht, verlor es seine Strahlkraft nach dem Zweiten Weltkrieg. In der Gegenwart gewinnt das Werk in Bezug auf die Flüchtlingsproblematik erneut an Aktualität.
Illustrationen existieren u.a. von M. D. Oppenheim, C. A. Schwerdgeburth, L. Richter, D. Chodowiecki, A. v. Ramberg, Skulpturen von J. W. Henschel und C. J. Steinhäuser. Prominent vertont von R. Schumann.