BETA - Für weitere Informationen klicken Sie hier

Heine, Heinrich (1797-1856). Der Rabbi von Bacherach (Roman : 1840)

Heine, Heinrich (1797-1856) ,

1840

Media type
  • Normdaten
Title of the Work
Der Rabbi von Bacherach
Other Titles
Der Rabbi von Bacharach (Deutsch)
Rabbien af Bacharach (Dänisch)
Le rabbin de Bacharach (Französisch)
Il rabbi di Bacharach (Italienisch)
La rabeno de Bacherach (Esperanto)
The rabbi of Bacherach (Englisch)
Form of the Work
  • Roman
Time
1840
1824
Language
  • Deutsch
Source
Kindler neu (positiv)
Kröner Weltlit. (positiv)
Frenzel Daten (positiv)
Meid, Volker: Metzler Literatur Chronik, 3., erw. Aufl., 2006 (positiv)
Goethezeitportal (positiv)
Hessing, Jakob: Wahrheit und Dichtung: Die Damaskusaffäre und Heines Der Rabbi von Bacherach. In: PaRDeS : Zeitschrift der Vereinigung für Jüdische Studien e.V. = Themenheft zum 150. Todestag von Heinrich Heine (12). - Potsdam. - 2006. - S. 41-51 (positiv)
Explanation
Zeit- und Sachbezug: Vermutlich als Reaktion auf judenfeindliche Aktionen in Berlin um 1819; zwischen 1824 und 1840 entstanden. H. orientierte sich an W. Scotts historischen Romanen. Als Quellen dienten ihm Johann Jacob Schudts "Jüdische Merckwürdigkeiten" (1714-1721), Achilles Augustus von Lersners "Der Weit-berühmten Freyen Reichs- Wahl- und Handels-Stadt Franckfurt am Mayn CHRONICA" (1706, ergänzte Aufl. 1734) und Anton Kirchners "Geschichte der Stadt Frankfurt am Main" (1807-1810).
Inhalt: Spielt im Jahr 1489 in Bacharach am Rhein. Der Erzählrahmen basiert auf historischen Fakten und in der Gesellschaft verbreiteten antisemitischen Vorstellungen (Ritualmordmotiv), die Erzählung selbst ist fiktiv: dem Rabbi von Bacharach wird zum Pessahfest von zwei Fremden die Leiche eines Kindes untergeschoben. Die daraufhin folgende paniche Flucht mit seiner Frau steht im harten Kontrast zur beschriebenen Idylle der Rheinlandschaft. H. verarbeitet sein ambivalentes Verhältnis zur Romantik, die aus seiner Sicht dem Judentum keinen Platz bietet.
Überlieferung: Der historische Roman blieb Fragment vermutlich gingen einzelne Teile verloren; jedenfalls brach H. die Arbeit ab. 1863 unter anonymer Verfasserschaft bearbeitet und beendet. Illustrationen von Max Liebermann. Erste Teilabdrucke im "Salon" und in der Zeitschrift "Der Israelit des 19. Jahrhunderts" 1841, unter dem Eindruck der Damaskusaffäre. Zur Zeit der Erstpublikation fand das Werk wenig Beachtung; heute zählt der "Rabbi" zu den Gründungstexten einer deutsch-jüdischen Erzählprosa.
Not the right category? (47)