Heine, Heinrich (1797-1856). Der Rabbi von Bacherach (Roman : 1840)
Heine, Heinrich (1797-1856) ,
1840
- Normdaten
Rabbien af Bacharach (Dänisch)
Le rabbin de Bacharach (Französisch)
Il rabbi di Bacharach (Italienisch)
La rabeno de Bacherach (Esperanto)
The rabbi of Bacherach (Englisch)
- Roman
1824
- Deutsch
Kröner Weltlit. (positiv)
Frenzel Daten (positiv)
Meid, Volker: Metzler Literatur Chronik, 3., erw. Aufl., 2006 (positiv)
Goethezeitportal (positiv)
Hessing, Jakob: Wahrheit und Dichtung: Die Damaskusaffäre und Heines Der Rabbi von Bacherach. In: PaRDeS : Zeitschrift der Vereinigung für Jüdische Studien e.V. = Themenheft zum 150. Todestag von Heinrich Heine (12). - Potsdam. - 2006. - S. 41-51 (positiv)
Inhalt: Spielt im Jahr 1489 in Bacharach am Rhein. Der Erzählrahmen basiert auf historischen Fakten und in der Gesellschaft verbreiteten antisemitischen Vorstellungen (Ritualmordmotiv), die Erzählung selbst ist fiktiv: dem Rabbi von Bacharach wird zum Pessahfest von zwei Fremden die Leiche eines Kindes untergeschoben. Die daraufhin folgende paniche Flucht mit seiner Frau steht im harten Kontrast zur beschriebenen Idylle der Rheinlandschaft. H. verarbeitet sein ambivalentes Verhältnis zur Romantik, die aus seiner Sicht dem Judentum keinen Platz bietet.
Überlieferung: Der historische Roman blieb Fragment vermutlich gingen einzelne Teile verloren; jedenfalls brach H. die Arbeit ab. 1863 unter anonymer Verfasserschaft bearbeitet und beendet. Illustrationen von Max Liebermann. Erste Teilabdrucke im "Salon" und in der Zeitschrift "Der Israelit des 19. Jahrhunderts" 1841, unter dem Eindruck der Damaskusaffäre. Zur Zeit der Erstpublikation fand das Werk wenig Beachtung; heute zählt der "Rabbi" zu den Gründungstexten einer deutsch-jüdischen Erzählprosa.