Spitteler, Carl (1845-1924). Olympischer Frühling (Epos : 1900)
Spitteler, Carl (1845-1924) ,
1900-1905
- Normdaten
- Epos
- Deutsch
Inhalt: Eine neue Göttergeneration zieht aus der Unterwelt herauf. Kronos wurde auf Befehl Anankes, der Herrscherin der Welt, entmachtet. Das Reich Heras soll nunmehr beginnen. Wer von den jungen Göttern Heras Hand erringt, ist König des Olymp. Ein Wettkampf in »Gesang und Sage«, »Lauf« und »Wagenrennen« sowie »Traumdeutung und Prophezeiung« wird veranstaltet. Zeus, der neue Herrscher, Zeus erlebt Unvernunft und Gemeinheit des Menschengeschlechts. Seinen Sohn Herakles, eine Verkörperung der neuen Menschheit, von der Nietzsche träumte, schickt er sodann als ein Vorbild zur Erde.
Spitteler entwirft in den rund 20 000 Versen seines Werks ein düsteres, pessimistisches Bild des Kosmos, das von Schopenhauers Philosophie geprägt ist. Am Ende steht der trotzige Verzicht auf Glück und Erfüllung.
Überlieferung: Epos in fünf Bänden, Erstausg. Jena1900-1905; zweite endgültige Fassung erschien Jena, 1910