Media type
- Normdaten
Title of the Work
Geistliche Lieder
Other Titles
Chants spirituels
Form of the Work
- Zusammenstellung
- Lyrik
Time
1802
Language
- Deutsch
Source
Kindler neu (positiv)
Kröner Weltlit. (positiv)
Kröner Weltlit. (positiv)
Explanation
Epoche: Romantik
Ein Teildruck der Gedichtsammlung erschien im "Musenalmanach für das Jahr 1802", der vollständige Erstabdruck postum 1802 in den von Ludwig Tieck und Friedrich Schlegel herausgegebenen "Schriften".
Inhalt: Die "Geistlichen Lieder" sind als Novalis' unzusammenhängende "Probe eines neuen, geistlichen Gesangbuchs" entstanden, dessen Lieder "einfach" und "doch hochpoetisch" sein sollten. Gemeinsam ist ihnen ihr undogmatischer Charakter. Mit ihrer erotischen Bildlichkeit und der Innigkeit des Gefühls sollten sie "weit lebendiger, inniger, allgemeiner und mystischer seyn" als traditionelle geistliche Lieddichtungen und daher "zur Erregung des heiligen Intuitionssinns - zur Belebung der Herzensthätigkeit" beitragen. Die in pietistischen Kreisen und der Brüdergemeine kultivierte "Herzensfrö
Überlieferung: Im 19. Jh. waren die Geistlichen Lieder Novalis' bekannteste Dichtungen; sie wurden häufig vertont, allein das fünfte mehr als 20-mal. Der Tradition des pietistisch-protestantischen Kirchenlieds nahestehend, wurden schon 1808 sechs von ihnen in das Bergische Gesangbuch aufgenommen (I, III, IV, V, VI und IX), durch Vermittlung Schleiermachers anschließend auch in das Berliner Gesangbuch (mit Ausnahme von IV); die Lieder I, V und XV fanden, obwohl Novalis Protestant war, Eingang auch in katholische Gesangbücher
Ein Teildruck der Gedichtsammlung erschien im "Musenalmanach für das Jahr 1802", der vollständige Erstabdruck postum 1802 in den von Ludwig Tieck und Friedrich Schlegel herausgegebenen "Schriften".
Inhalt: Die "Geistlichen Lieder" sind als Novalis' unzusammenhängende "Probe eines neuen, geistlichen Gesangbuchs" entstanden, dessen Lieder "einfach" und "doch hochpoetisch" sein sollten. Gemeinsam ist ihnen ihr undogmatischer Charakter. Mit ihrer erotischen Bildlichkeit und der Innigkeit des Gefühls sollten sie "weit lebendiger, inniger, allgemeiner und mystischer seyn" als traditionelle geistliche Lieddichtungen und daher "zur Erregung des heiligen Intuitionssinns - zur Belebung der Herzensthätigkeit" beitragen. Die in pietistischen Kreisen und der Brüdergemeine kultivierte "Herzensfrö
Überlieferung: Im 19. Jh. waren die Geistlichen Lieder Novalis' bekannteste Dichtungen; sie wurden häufig vertont, allein das fünfte mehr als 20-mal. Der Tradition des pietistisch-protestantischen Kirchenlieds nahestehend, wurden schon 1808 sechs von ihnen in das Bergische Gesangbuch aufgenommen (I, III, IV, V, VI und IX), durch Vermittlung Schleiermachers anschließend auch in das Berliner Gesangbuch (mit Ausnahme von IV); die Lieder I, V und XV fanden, obwohl Novalis Protestant war, Eingang auch in katholische Gesangbücher