Goethe, Johann Wolfgang von (1749-1832). Im Atemholen sind zweierlei Gnaden (Lyrik : 1819)
Goethe, Johann Wolfgang von (1749-1832) ,
1819
- Normdaten
- Lyrik
- Deutsch
Zeit- und Sachbezug: Spruchgedicht aus der Folge "Talismane" im "West-östlichen Divan".
Überlieferung: Erstdruck im "West-östlichen Divan" 1819.
Durch die Modeerscheinung orientalischer Sujets verbreitete sich im 18. Jahrhundert auch bei Goethe die Bekanntheit persischer Lyriker wie Saʿdi (1210-1291/92) und Hafiz (1315-1390). Goethe übernahm das Gedicht "Im Atemholen sind zweierlei Gnaden" offenbar aus Saʿdis Prolog in seinem persischen Werk "Gulistan" (Rosengarten): "Har nafasi ki furu mi-rawad, mumidd-i hayat-ast wa čun bar mi-ayad mufarrih-i dat; pas dar har nafasi du niʿmat maugud-ast wa ba har niʿmati šukri wagib." (Übers.: "Ein jeder Atemzug ist fürs Leben erneuend, wenn er absteigt, und fürs Wesen erfreuend, wenn er au