Media type
- Normdaten
Title of the Work
Der Kammersänger
Other Titles
Der Kammersanger : drei Szenen (Deutsch)
Le chanteur d'opéra (Französisch)
The tenor : opera in one act (Englisch)
The court singer a play : in one act (Englisch)
Il cantante di corte : tre scene (Italienisch)
Il cantante di camera (Italienisch)
Kammarsångaren (Schwedisch)
Le chanteur d'opéra (Französisch)
The tenor : opera in one act (Englisch)
The court singer a play : in one act (Englisch)
Il cantante di corte : tre scene (Italienisch)
Il cantante di camera (Italienisch)
Kammarsångaren (Schwedisch)
Form of the Work
- Drama
Time
1899
1897
1897
Language
- Deutsch
Source
Kindler; 3. Auflage, online (positiv)
https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Der_Kammers%C3%A4nger_(Wedekind)&oldid=211250009 (Wikipedia; Stand: 01.12.2023)
https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Der_Kammers%C3%A4nger_(Wedekind)&oldid=211250009 (Wikipedia; Stand: 01.12.2023)
Explanation
Zeit- und Sachbezug: Der Einakter gehört zu den meistgespielten Stücken des Autors.
Inhalt: kurz vor seiner Abreise nach Brüssel, wo er Wagners Tristan singen soll, wird der erfolgsverwöhnte Kammersänger Gerardo, ein ehemaliger Tapeziergehilfe, empfindlich gestört, als er im Hotelzimmer seine Gesangspartie probt. Konzentriert auf drei zunehmend groteske Situationen, entlarvt die komisch überzeichnete Handlung den ›großen‹ Künstler als einen unfreien Arbeitnehmer. So lässt sich der Text als eine Satire auf den modernen Kunstbetrieb lesen, aber auch als ein Seitenhieb auf den Wagner-Kult der Jahrhundertwende 1900 und –
wegen Gerardos Zynismus und seines mangelnden Verantwortungsgefühls – auch als eine Kritik am zeittypischen Phänomen des Ästhetizismus als Lebensform.
Überlieferung: Uraufführung erfolgte am 10.12.1899 in Berlin, Neues Theater, hier Secessionsbühne; Erstausgabe 1899
Inhalt: kurz vor seiner Abreise nach Brüssel, wo er Wagners Tristan singen soll, wird der erfolgsverwöhnte Kammersänger Gerardo, ein ehemaliger Tapeziergehilfe, empfindlich gestört, als er im Hotelzimmer seine Gesangspartie probt. Konzentriert auf drei zunehmend groteske Situationen, entlarvt die komisch überzeichnete Handlung den ›großen‹ Künstler als einen unfreien Arbeitnehmer. So lässt sich der Text als eine Satire auf den modernen Kunstbetrieb lesen, aber auch als ein Seitenhieb auf den Wagner-Kult der Jahrhundertwende 1900 und –
wegen Gerardos Zynismus und seines mangelnden Verantwortungsgefühls – auch als eine Kritik am zeittypischen Phänomen des Ästhetizismus als Lebensform.
Überlieferung: Uraufführung erfolgte am 10.12.1899 in Berlin, Neues Theater, hier Secessionsbühne; Erstausgabe 1899