Brentano, Clemens (1778-1842). Romanzen vom Rosenkranz (Epik : 1852)
Brentano, Clemens (1778-1842) ,
1852
- Normdaten
Les Romances du Rosaire (Französisch)
Izbrannije stichotvorenija (Russisch)
- Epik
1802-1812
- Deutsch
Schultz, H.: Clemens Brentano. - 1999, S. 50-60 (positiv)
Schulz, G.: Die deutsche Literatur zwischen Französischer Revolution und Restauration; Bd. 2: 1806-1830. - 1989, S. 476ff. (positiv)
https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Romanzen_vom_Rosenkranz/Einführung&oldid=1406961 (Wikipedia; Stand: 27.03.2020)
https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Clemens_Brentano&oldid=207760398 (Wikipedia; Stand: 05.05.2020)
Zeit- und Sachbezug: Angeregt durch L. Tiecks Romanze "Die Zeichen im Walde" (1801) und die "Cid"-Übersetzung von Herder. Begleitet von Brentanos Neubekehrung zum Katholizismus.
Inhalt: Jede Romanze besteht aus Quartetten mit vierhebigen Trochäen, die durch reime und Assonanzen vielfältig verbunden sind. Im Fragment leitet eine Selbstbiografie mit Kindheitserfahrungen die Handlung ein. Die eigentliche Geschichte beginnt mit der Erzählung Liliths, die nach einer Begegnung mit der heiligen Familie sowohl den Ring Marias als auch von Herodes erhält, den sie von Generation zu Generation weitergibt. Nun beginnt eine vom wiederholten Inzest geprägte Genealogie, die sich in verschiedenen Epochen und Gegenden fortsetzt und Auftakt mehrerer "Romanzen" ist.
Brentano beschrieb sein Werk als "apogryphisch religiöses Gedicht, in welchem sich eine unendliche Erbschuld" (...) "durch die Erfindung des Katholischen Rosenkranzes löset".
Überlieferung: Das Epos blieb unvollendet und erschien erstmals 1852 in einer von Christian Brentano herausgegebenen Werksammlung. Eine geplante bildhafte Gestaltung durch Philipp Otto Runge kam durch dessen Tod nicht mehr zustande. Anfangs fand das vielschichtige Werk keine große Anhängerschaft, doch nachdem Hans Scholl berichtet hatte, er habe der Weißen Rose ihren Namen unter dem Eindruck der Lektüre Brentanos gegeben, wurden den "Romanzen vom Rosenkranz" größere Aufmerksamkeit zuteil.