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Wie ich ein Held wurde : [Vortrag, Rede]

Klein, Georg (1953-)

Erschienen in: Schiller - Vorbild oder Provokation? : Autorentagung. - 1. Vatermord, Sohnesmord : Notizen zu einer Wunschaufführung des Don Carlos : [Vortrag, Rede]. \ Sibylle Lewitscharoff. - Marbach a. N. : Dt. Literaturarchiv, 2005 - 1 Tonkassette (DAT, 119 Min.)

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Title
Wie ich ein Held wurde / Georg Klein
Content
Klein, Georg / A3.6.5 Die Stimme des Autors
Schiller, Friedrich von / A5.3.3 Dramatisches / Einzelne Werke / Schiller, Friedrich von <1759-1805>. Wilhelm Tell (Drama : 1804)
Georg Klein beschreibt seine Relektüre des Wilhelm Tell und geht darin der Frage nach, worin eigentlich Tells Heldentum bestehe und konfrontiert es mit den Eindrücken, die er als 13-jähriger Leser hatte. Tells Heldentum stellt sich heute für ihn weit weniger strahlend dar. Es ist nicht mehr der Freiheitskämpfer, der den tyrannischen Vogt Geßler tötet, den Klein in Wilhelm Tell sieht, sondern einen bewusst sein und das Leben seiner Liebsten aufs Spiel Setzenden. Tells Handlungen seien immer darauf ausgerichtet, das höchste Risiko verwirklicht zu sehen, den berühmten Apfelschuss habe er überhaupt erst provoziert und Geßler, sein Antagonist, sei eigentlich sein "schwarzes Double". Am Ende steht Tell als viriler Todeskünstler da, dessen Adelung zum Freiheitshelden lediglich Volte einer feigen Vernunft ist angesichts solch archaischen Heldenspiels - das freilich immer künstlich bleibt.
  • Vortrag, Rede