Runge, Philipp Otto (1777-1810). Von dem Machandelboom (Märchen : 1808)
Runge, Philipp Otto (1777-1810) ,
1808
- Normdaten
Van den Machandelboom (Deutsch)
Von den Mahandel Bohm (Deutsch)
Von den Machandel Bohm (Deutsch)
Machandelboom (Märchen) (Deutsch)
Siefmutter (Deutsch)
Singemärchen (Deutsch)
Der Wacholderbaum (Deutsch)
The Juniper Tree (Englisch)
Le Conte du genévrier (Französisch)
Il ginepro (Italienisch)
Van de wachtelboom (Niederländisch)
Krzak jałowca (Polnisch)
- Märchen
- Deutsch
Kinder- u. Hausmärchen, Ausg. letzter Hand (KHM 47) (positiv)
Deutsche Märchen und Sagen (positiv)
Uther, H.-J.: Handbuch zu den "Kinder- und Hausmärchen" der Brüder Grimm : Entstehung - Wirkung - Interpretation. - De Gruyter. - Berlin, Boston. - 2013. - S. 108-111 (positiv)
Killy online (positiv)
Bockemühl, A.: Initiation und Christentum: Das Märchen vom Machendelboom (1806). In: Gehrts; Lademann-Priemer (Hrsg.): Schamanentum und Zaubermärchen. - Erich Röth-Verlag. - Kassel. - 1986. - S. 147-159 (positiv)
https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Von_dem_Machandelboom&oldid=201870155 (Wikipedia; Stand: 22.10.2020)
Inhalt: Merkmale von Stiefmuttermärchen und Geschwistermärchen, bei dem die Stiefmutter den Sohn der Familie zum Essen vorsetzt. Die Tochter legt die Knochen unter einen Wacholderbaum (Machandelboom); am Ende erscheint der Sohn wieder und die Mutter stirbt. Motive des Schamanismus und des christl. Osterfestes.
Überlieferung: In den KHM an Stelle 47, laut Märchenindex ATU 720 (Totenvogel). Erschien erstmals 1808 in der "Zeitung für Einsiedler" (A. v. Arnim). J. Gustav G. Büsching veröffentlichte es 1812 als "Von dem Mahandel Bohm" erneut. Der Erstdruck in den KHM von 1812 orientierte sich an Büschings und Arnims Fassung. Im KHM heute auf plattdeutsch abgedruckt. In Bechsteins Märchenbuch ab 1853 u.d.T. "Der Wacholderbaum". Das Lied des Vogels erinnert an Gretchens Gesang in Goethes Urfaust (Kerkerszene).
Gelegentlich auch als "Singemärchen" bezeichnet, ist das überaus brutale Märchen in den KHM-Teilausgaben selten vertreten, dafür umso mehr in Übertragungen ins Hochdeutsche. Bildliche Darstellungen seit Mitte des 19. Jht.s (u.a. von M. Schwind und L. Richter).